Wieselburg ist eine Stadtgemeinde mit 4.187 Einwohnern im
Bezirk Scheibbs in
Niederösterreich.
Geografie
Wieselburg liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Stadtgemeinde Wieselburg umfasst 5,43 Quadratkilometer. 7,25 % der Fläche sind bewaldet. Die Stadt liegt am Zusammenfluss der Kleinen und der Großen Erlauf. Von diesem Zusammenfluss leitet sich die Bezeichnung "Zwiesel" ab, die der Stadt ihren Namen gab. Mit Stand Juli 2008 hat Wieselburg 4.187 Einwohner auf einem Gemeindegebiet von 5,43 km² bei einer Seehöhe von . Die Stadtgemeinde Wieselburg hat keine weiteren Katastralgemeinden. Neben der Stadtgemeinde gibt es noch die Marktgemeinde
Wieselburg-Land.
Geschichte
Im Altertum war das Gebiet Wieselburg ein Teil der Provinz
Noricum. Im österreichischen Kernland Oberösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle
Geschichte Österreichs. Der Name Wieselburg stammt von der Lage, denn „zwisila“ im Althochdeutschen und „zwisel“ im Mittelhochdeutschen, bedeuten „Zusammenfluss“. Am „Zwisel“ der beiden Flüsse wurde
976 eine
Burg errichtet, in der sich auch eine
Wehrkirche befand. 1848 entstand die politische Gemeinde. 1913 kam es zur Vereinigung des Marktes Wieselburg mit Teilen der Ortsgemeinde Mitterwasser (mit Berg und Schacha) und der Ortsgemeinde Rottenhaus. Im Mai
1976 wurde die Marktgemeinde Wieselburg zur Stadt erhoben.
Einwohnerentwicklung
Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 3.489 Einwohner. 1991 hatte die Stadtgemeinde 3.095 Einwohner, 1981 3.042 und im Jahr 1971 2.853 Einwohner.
Politik
Bürgermeister der Stadtgemeinde ist
Günther Leichtfried (SPÖ), Amtsleiter Gudrun Lasselsberger.Bei der am 6. März 2005 stattgefunden Gemeinderatswahl wurden 2.219 Stimmen abgegeben. 36 Stimmzettel waren ungültig. Von den 2.183 gütlig abgegeben Stimmen ergibt sich folgende Mandatsverteilung:
Städtepartnerschaften
Seit
1996 hat Wieselburg eine Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde
Kreiensen im
Landkreis Northeim in
Deutschland.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Historische Bedeutung hat vor allem das ottonische Oktogon in der Pfarrkirche. Das Schloss Wieselburg wurde im 13. Jahrhundert errichtet und beherbergt heute das Museum für Ur- und Frühgeschichte. Das Studiengebäude der Fachhochschule Wiener Neustadt Campus Wieselburg, ein mehrgeschoßiger Niedrigenergie-Holzbau des Wiener Büros neuıbau architektur, liegt direkt an der Ortseinfahrt. Im Schloss Rottenhaus befindet sich das Verwaltungsgebäude der Landwirtschaftlichen Bundesversuchwirtschaft GmbH.
Parks
Im Zentrum von Wieselburg befindet sich der Schlosspark mit Skulpturen, die den Namen von Flüssen aus den Bundesländern Nieder- und Oberösterreich sowie der Steiermark tragen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die bedeutendsten Betriebe der Stadt sind neben dem größten Arbeitgeber im Bezirk Scheibbs, der ZKW Lichtsysteme (1200 Mitarbeiter), die
Brauerei (bekannt durch das Wieselburger Bier) und die Fleischhauerei Moser.Überregionale Bedeutung hat seit 1928 auch die einwöchige Wieselburger Inter-Agrar mit
Volksfest, (eine landwirtschaftliche Messe), die als größte Messe Niederösterreichs mit über 300.000 Besuchern und 550 Ausstellern gilt und jedes Jahr Ende Juni stattfindet (im Jahr 2008 findet die Messe von 25. Juni bis 29. Juni statt). Schwerpunkte sind die Bereiche Bauen & Wohnen und im landwirtschaftlichen Teil die Themen
Tierhaltung,
Grünlandwirtschaft und seit 2006
Nachwachsende Rohstoffe und
Erneuerbare Energie. Daneben finden auf dem Messegelände Wieselburg über das ganze Jahr verteilt Veranstaltungen statt wie die "Bau & Energie Messe" (26. - 28. September 2008) oder die "Ab Hof Wieselburg" im Frühjahr (29. Februar - 3. März 2008).Seit April 2003 gibt es ein
Einkaufszentrum im Zentrum der Stadt namens "City Center Wieselburg" mit einer Einzelhandelsfläche von 8000 m² und einem Parkplatz mit 220 Stellplätzen.Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 221, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 10. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1.623. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,6 Prozent.Mit seiner
Fachhochschule, dem Gymnasium, der Haupt-, Volks-,
Sonderschule und der Höheren Bundeslehr und Versuchsanstalt für Landwirtschaft, dem
Francisco Josephinum (in
Wieselburg-Land) ist Wieselburg außerdem als „Schulstadt“ bekannt.
Persönlichkeiten
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Karl Bienenstein
* 1. November 1869 in Wieselburg; † 1. Februar 1927 in
Bruck an der Mur. Lehrer, Dichter, Erzähler und Schriftsteller.
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Paul Hörbiger
* 29. April 1894 in Budapest; † 5. März 1981 in
Wien. Volksschauspieler, lebte von 1965 bis zu seinem Tod in Wieselburg (heute Paul-Hörbiger-Straße).
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Eugen Wüster (
* 10. Oktober 1898 in Wieselburg; † 29. März 1977 in
Wien). Interlinguist und Begründer der
Terminologiewissenschaft