Jennersdorf (ungarisch ''Gyanafalva'', slowenisch ''Ženavci'') ist eine Stadt im Raabtal im Südburgenland (
Österreich). Sie ist Bezirkshauptstadt des Bezirks Jennersdorf.
Geografie
Die Gemeinde liegt im südlichen Burgenland, jeweils ungefähr 4 km Luftlinie von der steirischen und ungarischen Grenze entfernt. Die nächstgelegene Stadt ist die ungarische Grenzstadt
Szentgotthárd (''St. Gotthard''). Ortsteile der Stadtgemeinde Jennersdorf sind Grieselstein, Henndorf im Burgenland, Jennersdorf, Laritzgraben und Rax.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung als ''Janafalu'' erfolgte
1187 in einer Bulle Papst Urbans III.. Der Name leitet sich von "Ženavci" ab, das am besten mit "Frauendorf" übersetzt werden kann. Da es damals im Ungarischen kein "zs" (das dem slowenischen ž heute entspricht) gab, wurde der Laut durch "gy" ersetzt und an die Stelle der Endung "-vci" ("-dorf") trat das ungarische "-falu" ("-dorf"). Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu
Ungarn (Deutsch-Westungarn). Ab 1898 musste aufgrund der
Magyarisierungspolitik der Regierung in
Budapest der ungarische Ortsname Gyanafalva verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch
Geschichte des Burgenlandes).Jennersdorf ist seit
1921 Bezirksvorort und wurde
1977 zur Stadt erhoben.
Politik
Bürgermeister ist Thomas Wilhelm von der ÖVP. Amtsleiter ist Bernhard Wesch. Die Mandatsverteilung (25 Sitze) in der Gemeindevertretung ist
SPÖ 6,
ÖVP 14,
FPÖ 1, Grüne 3 und andere Listen 1 Mandat.
Sehenswürdigkeiten
* Pfarrkirche im barocken Stil (errichtet von 1780 bis 1800). Neugotischer Schnitzaltar (1904)
Öffentliche Einrichtungen
Ansässig sind hier unter anderem eine
Bezirkshauptmannschaft, ein
Bezirksgericht, ein
Bezirkspolizeikommando, eine
Arbeiterkammer, eine
Wirtschaftskammer, ein
Zollamt, eine Behinderten-Tagesheimstätte, ein Freibad, ein Skatepark, ein Fußballplatz, ein Jugendzentrum.
Verkehr
Der Bahnhof liegt an der „Steirischen Ostbahn“ (ehemalige „
Ungarische Westbahn“) bietet unter anderem Direktverbindungen nach
Graz Hbf,
Wien Südbahnhof und
Budapest Keleti pu.
Bildung
* Kindergarten
* Volksschule
* Hauptschule mit angeschlossener Polytechnischen Schule
* Bundesaufbaugymnasium und ein Bundesrealgymnasium
* Sonderschule (Sonderpädagogisches Zentrum (SPZ)
* öffentliches Jugendzentrum