Großhöflein ist eine
Marktgemeinde im
Burgenland im
Bezirk Eisenstadt-Umgebung in
Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist ''Nagyhöflány''.
Geografie
Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland nahe der Landeshauptstadt
Eisenstadt im Süden des
Leithagebirges. Großhöflein ist der einzige Ort in der Gemeinde.
Geschichte
Auf dem Föllig (286 Meter) wurden Funde aus der
Jungsteinzeit,
Bronzezeit und der Zeit des Römischen Reichs gemacht. Marktgemeinde ist Großhöflein seit 1775. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu
Ungarn (Komitat
Sopron). Seit 1898 musste aufgrund der
Magyarisierungspolitik der Regierung in
Budapest der ungarische Ortsname Nagyhöflány verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch
Geschichte des Burgenlandes).
Politik
Bürgermeister ist Oswald Kucher von der SPÖ. Die Mandatsverteilung (21 Sitze) in der Gemeindevertretung ist
SPÖ 9,
ÖVP 8, FBL 4, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.
Wappen
Blasonierung: In einem roten Felde einen steigenden goldenen Greif, der einen natürlichen Weinstock hält (Weintrauben gold, Blätter grün).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die spätgotische Pfarrkirche wurde im 17. Jahrhundert umgebaut, erhielt 1992 ein Seitenschiff und wurde 2006 renoviert. Weitere Sakralbauten in Großhöflein sind die ''Antonikapelle'' (erbaut 1730) und die ''Radegundiskapelle''. Das Rathaus, das so genannte ''Simon-Despot-Haus'', wurde 1675 errichtet. Ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert stammt das ''Pleininger-Haus''. Ein
Pranger wird auf das Jahr 1714 datiert. Dem Verfall preisgegeben sind ein im 18. Jahrhundert errichtetes Jagdhaus und ein
Lusthaus der Familie
Esterházy.
Wirtschaft und Infrastruktur
Großhöflein ist ein
Weinbaugebiet. Die in der Nähe des Orts vorhandene
Schwefel-Quelle wird nicht genutzt.