|
| |
Österreichisch - Deutsch : Milchfarferl - ländliche Mehlspeise
| Österreichisch : | Milchfarferl , das , -s , -n | | Deutsch : | ländliche Mehlspeise | | | | Eingereicht von : | Koschutnig ( Region : Klagenfurt(Stadt)) | | Eingereicht am : | 2012-02-06 21:34:02 | | Verwendung : | ugs | | | | | Kategorien : | Essen und Trinken |
| Österreichisches Verzeichnis |
|---|
|
| Kommentare |
|---|
Mit R? Ohne R? *) [ von Koschutnig am 2012-02-06 21:35:25 ] s. Einträge "Faferl" und "Farferl" Auch hier vom Bauernmuseum Jennersdorf konnte man sich nicht entscheiden: Eingemachte Mehlfarferl Zutaten: 150 - 200 g Weizenmehl, Prise Salz, Wasser, 1 Ei, 1 L Milch, etwas zerlassene Butter, Zucker, Zimt Zuerst macht man die Faferl: Aus Wasser, Mehl und einem Ei macht man ein Gemisch, ein wenig salzen muss man auch. Das zerbröselt man dann mit den Händen, bis gröbere, größere und keinere Faferln entstehen, auch ein weini lockeres Mehl darf noch dabei sein, das macht gar nichts. Das wird alles in die kochende Milch hineingegeben, wir haben früher daür eine Pfanne verwendet, und soll 10 bis 15 Minuten bei nicht zu starker Hitze köcheln. Das Faferl kocht sich ein und soll schön dick werden. Es darf aber nicht breiartig sein. Es dickt durch das lockere Mehl ein, aber ein Teil Nockerln soll schon noch erkennbar sein. Besonders gut ist das Milchfarferl, wenn es am Boden ein bissl anbrennt und braun ist. Das ist das Beste. Darauf kommt zerlassene Butter, Zimt und ein wenig Zucker. Früher hat man eigentlich nicht gezuckert, weil man sehr sparsam mit dem Zucker war. http://tinyurl.com/86ooewx
Wahrlich eine "Reise in vergangene Zeiten" Wortident findet sich das Rezept der Anni Grundner aus Niederöblarn auch bei Inge Friedl, „Familienleben in alter Zeit: fünf Kinder und mehr“, Wien 2007, S. 150
S. 137, dort allerdings sind die Farferln durchgehend mit R. - http://tinyurl.com/6wyhn9k
Mit F oder V? [ von Compy am 2012-02-07 16:41:01 ] Milchfaverln - so gefunden in "Alpenländische SPEZIALITÄTEN neu entdeckt", Leopold Stocker Verlag, ISBN 3-7020-1122-6, S.117. Die Zutaten entsprechen dem von Koschutnig genannten Beispiel, wobei in diesem die Zubereitung besser beschrieben ist, weshalb ich's nicht nochmals eintrage. Die Schreibweise ist offensichtlich regional verschieden?! Faverl, Faferl, Farferl - f = v - und das R? [ von Koschutnig am 2012-02-07 21:32:00 ] Ich glaub nicht, dass verschiedene Schreibung hier regional bedingt ist. Wer's R zu hören meint, schreibt's, andere denken gar nicht dran, dass da ein R drin sein könnte - so aber entstehen dann so kuriose Wörter wie "der Scherm" - hier sogar aus einem Standardwort, dem Scherben. Die Rechtschreibung von nicht standardisierten Wörtern aber ist erst recht nicht standardisiert. Etliche der heutigen Standard-Wörter mit "Vogel-Vau" sind ahd. und mhd. mit F geschrieben worden, und noch mehr umgekehrt, oder abwechselnd einmal mit F, ein andermal mit V, weshalb in alphabetischen Wortverzeichnissen dann in einem Werk beim Buchstaben F "s. unter v" steht( da findet sich dann etwa in einer mhd. Grammatik 'frouwe' und 'vrouwe', 'vrüeje' und 'früeje', und 'vallen', 'varn', 'venster', 'vinster', 'vragen'), während ein andermal in einer dt. Sprachgeschichte sämtliche ahd. Wörter nicht nur unter F eingeordnet, sondern auch mit "f-" geschrieben sind. Und ich darf dran erinnern, dass "Villach" nicht als willach gesprochen wird, wie's deutsche Zugbegleiter gern ansagen- ja, und Vellach und Fellach haben zwar versch. Einwohner, die Aussprache der Ortsnamen aber ist gleich. |
| Beurteilungen |
|---|
2012-02-16 09:46:58(Wien 15.,Rudolfsheim-Fünfhaus): Qualität=2: Bekanntheit=0%
 |
|