Überall ugs im süddt. Raum, jetzt auch nach N! [ von Koschutnig am 2011-11-07 16:00:17 ]
DWDS:
Gebrauch: landschaftlich, besonders süddeutsch, besonders österreichisch, besonders schweizerisch.Und da Schiller ein Süddeutscher war: "
ich bin halt ein plumper gerader teutscher Kerl (Vater Miller in "Kabale und Liebe", 1. Akt, 2. Szene, http://tinyurl.com/cy2lgpj
)
Über das süddeutsche Verbreitungsgebiet hinaus begegnet "halt" in jüngerer Zeit auch bei mittel-. und norddt.Autoren, z.B. Erich Kästner:
Dann soll er sich halt ein Atelier mit Oberlicht mieten, bemerkt der Herr Kapellmeister ("Das doppelte Lottchen", Buchgemeinschaft Donauland, Wien 1949, S. 108);
er glotzt halt immer. Mannomann [...] Die sind halt arm dran, so sagt ihre Mutter immer. [...] ich finde ihn jetzt blöd... so ist das halt ( Tanja Dückers, "Spielzone", Berlin 1999, S. 75, 176; 189)
"halt" ist jetzt ein Adverbpartikel, 'eben, wohl, schon, nun einmal’, ahd. (um 800), mhd. halt ‘mehr, vielmehr’, bes. bekräftigend und begründend (‘eben, ja, freilich’,[..] und im Nhd. oft einschränkend, resignierend ('da kann man halt nichts machen') verwendet. Herkunft ungeklärt, gramm. eigentlich ein adv. Komparativ zum Positiv 'halto' (Quelle: DWDS http://www.dwds.de/?qu=halt)