Ein Gedicht von Hans Folz beschreibt eine Küchenausstattung: [ von JoDo am 2011-06-19 07:34:23 ]
Hans Folz (+ 1513): HAUSRATBÜCHLEIN (um 1490)
"So man dan in die kuchen drit
Zimpt diser haußrat wol mit:
Hefen, sturtzen (Deckel), kessel, pfannen,
Ob man nit deglich drum wil zannen (jammern),
Drifus, plospalg, protspis, rost
Muß man auch haben, was es kost.
Ein kesselhengel ubers feur,
Sust wer offt warmes wasser teur,
Hackmesser, stuckmesser, hackpret,
Wer nit koch- und schaumlöffel het,
Pratpfan, ribeisen, durchschlag,
Der wer gesaumet manchen tag.
Morser,
strempfel (Stößel), reibscherb (Scharbe), reibtuch,
Haffengabel und ofenkrucken,
Ofengabeln das feur zu rucken,
Hauspeßen und eins pesems mer,
Do man al nacht den hert mit ker.
Ein spulgelt (Spülbottich) zimpt auch wol fur war,
Eirpreter, und ein offenror.
Ein pantzerfleck (Ringgeflecht) muß man auch haben,
Und zu der hackpenck ein panckschaben (Schaber).
Schussel, deller von holtz und zin,
Schussel- und dellerkorb zu hin,
Aufhebschusseln und zulegdeller,
Das man pein gesten schyeß (begeht) kein feller,
Senff- und salsenschusselein clein
Und zu latwergen, das stet rein,
Auch sweffel, feurtzeug, spen und kin,
Das holtz und schleissen (gespaltenes Holz) ist der sin
Pehend ein feur dar mit zu schurn.
Sulchs in die kuchen sich gepurn."
http://www.medievalsteel.de/Seiten/Zeittafel/J1500.htm
http://www.uni-due.de/imperia/md/content/mediae/reader_8aufl_03.pdf