Leimlachig oder lendenlahm? [ von Koschutnig am 2012-02-24 20:00:49 ]
Alt-Leisita schrieb zu Silvester 2007 (11:54)
Es wird auch wie 'loamlaggert' ausgesprochen und weist auf eine 'Leimlache' hin, die sicherlich zähflüssig war. Schwerfällig wäre das auf hochdeutsch, aber ugsprl. Lahmarschig
Mit dem Hinweis "
ugsprl. lahmarschig" gibt's aber auf jeden Fall einmal ein Problem: Wie konnte aus 'Leim' ein 'lahm' werden? Das war im Wiener und im Kärntner Dialekt so, doch in deutscher Umgangssprache?
Ganz anders erklärt wird es dagegen so:
Loamlackert: unbeholfen, weichlich, patschert
"lackert" vom mittelhochdeutschen ‘lanke’ = Lende, also „lendenlahm” ( Leopold Ziller: „Was nicht im Duden steht. Ein Salzburger Mundart-Wörterbuch“ S. 125, http://tinyurl.com/82xvls8 )
Nicht erklärt wird hier allerdings, wie das Wort "lahm" mit hochsprachlich lang /a:/, das bair. stets /å:/ (oder gar /o:/) ist, zu einer Aussprache /loam/ statt /lå:m/ gelangt sein könnte. Dialekte verhalten sich, wenn's um Aussprache geht, nie willkürlich!
s.a.
http://www.ostarrichi.org/wort-5400-at-lahmlockert.html
http://www.ostarrichi.org/wort-15312-reise-at-lamlockert.htmlsowie das ähnliche
http://www.ostarrichi.org/wort-3558-at-loamlatschert.html