Österreichisch - Deutsch : Kesselstein - Kalkrand

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Österreichisch - Deutsch : Kesselstein - Kalkrand


Österreichisch :

Kesselstein

Deutsch :

Kalkrand

 
Eingereicht von :shadow ( Region : Waidhofen an der Ybbs(Stadt))
Eingereicht am :2007-07-02 09:37:23
Verwendung :-
 
Kategorien : noch keine Kategorie


Kommentare
[ von shadow am 2007-07-02 09:44:11 ]
äusserst unschöne Eigenschaft des Kalkes, sich an unseren schönen Töpfen sich nieder zu lassen ! Tip für die Hausfrau :-) Am besten gehts mit Zitronensäure, Pulverform. Gibts in der Drogerieabteilung.Rührt man mit Wasser an, zum Abschrubben verwenden oder einwirken lassen. Geht auch für Wasserkocher und Kaffeemaschine. Klappt gut bei uns.. :-) -sh-
Der Kalk ist wrklich ein Gfrast [ von klaser am 2007-07-02 18:28:50 ]
und macht viel Arbeit. Ich bin keine Hausfrau, deswegen rücke ich dem Kesselstein nicht mit der weiblichen Zitronensäure, sondern mit dem männlichen Essig zu Leibe. Der Gestank ist mir wurscht, besonders das Konzentrat (gefährlich!) wirkt gut. Leider kümmert sich der Kesselstein nicht um den Weißwurstäquator, sondern treibt im gesamten deutschen Sprachraum sein Unwesen.
Nachtrag [ von klaser am 2007-07-02 19:14:28 ]
Gegen zentimeterdicken, in einer offenbar jahrzehntelang nur ausgespülten Badewanne pickenden K. hat nur mehr Salzsäure geholfen. Damit muss man aber wirklich wissen, was man tut.
@ klaser [ von shadow am 2007-07-03 10:44:06 ]
Ui, Salzsäure ist doch echt gefährlich klaser, dann nimm doch lieber CH3COOH :-) Meines Wissens hat der K. nur den Wohnsitz um den WWÄ, aber was solls, so verschieden die Menschen sind, so sind auch die Meinungen und Erfahrungen. Kommentare aller Art gern willkommen -sh-
Ich würde [ von Brezi am 2007-07-03 20:09:11 ]
bei mäßig heiklen Gefäßen (also nicht Kaffeemaschine, siehe später!!!) Essig unverdünnt nehmen (Zitronensäure ist sicher, aber seeehr fad und hinterlässt ihrerseits wieder viel grobkristallinen RÜckstand, auch wenn dieser wasserlöslich ist). CH3COOH pur ist nur was für Mitmenschen mit starken (Geruchs-)Nerven (viel lästiger als der Essig, der nur ca. 5 % von dem Stinkizeugs enthält). Ich habe mit reinem Eisessig (zum Ausprobieren von Esterbildung) tagelang in der elterlichen Wohnung experimentiert, aber schon beim Umfüllen von der Handels- in meine Chemikalienflasche hätten mir die Eltern fast die Wohnung überschrieben. Salzsäure ist natürlich gefährlich und kann zudem auf Metallgefäße nicht angewandt werden (insb. Eisen und Aluminium), sonst sind die schneller weg als der Kesselstein, außerdem sind die Dämpfe, wenn man den Kopf über das Reaktionsgemisch hält, doch recht ätzend und stechen in der Nase. Dennoch: unsere Omis und Uromis haben für Steingut (auch jenes, auf dem man sitzt), sehr wohl Salzsäure genommen (ca. 1-normale). Da schäumt man den Stein relativ schnell weg und wenn man vorsichtig ist (unsere Omis und Uromis hatten keine Sicherheitsflascherln, Achtung-Achtung-Zettel und sonstigens modenes Gschistigschasti und sind [weil vernünftiger und öfter nachdenkend] doch alt geworden). In einer Chemiestunde des Telekolleg im Bayerischen Rundfunks wurde übrigens auch Salzsäure verwendet. Diese würde ich vor allem dort empfehlen, wo sie nicht an unerwünschte Orte tropfen oder sickern kann (besonders wo sie nicht mit Lebensmitteln, unedlem Metall oder unter Strom stehenden Leitern [Heizstäbe, auch der Kaffeemaschine!!!] in Berührung kommt). Dort: unbedingt Finger weg von Salzsäure, nix experimentieren und besser das teure, gekaufte Mittel nehmen (das vermutlich eh aus reiner Zitronensäure besteht :-). In der Klomuschel ist eine starke Säure schon deshalb besser, weil ansonsten die Wasserpfütze in der Mitte "austrocknet", bevor die Säure ihre Wirkung tun kann, d. h. das Innere der Pfütze ist blitzeblankerein, aber der Rand ist am Abend noch immer da, weil gar keine Säure dazu konnte. Auch Reiben mit dem Klobesen geht hier nicht, weil der Lösevorgang bei schwachen Säuren dafür zu langsam ist. So kann ich nach so viel fachlichem Senf nur sagen: für alles das Passende. Universalmittel gibt es nicht. Und im Zweifelsfall Drogistin oder bekannten Uni-Chemiker fragen. Ich bin fortgeschrittener Laie, aber eben auch kein beeideter Sachverständiger. Am besten zieht man aber in eine kalkarme Gegend. Frohes Reiben!
Aber was nützt alle Chemie, wenn die Sprache auf der Strecke bleibt? [ von Brezi am 2007-07-03 20:22:03 ]
Ich habe keinen Hinweis gefunden, dass die Gleichung: österreichisch 'Kesselstein' = bundesdeutsch 'Kalkränder' stimmt. Mein empirisches Ergebnis lautet vielmehr: 'Kesselstein' heißt es in der seriösen Literatur, 'Kalkränder' heißt es in der Werbung. Wie seht ihr das? Ich sehe es so, dass ich soeben einen überlangen Chemieartikel mediokren Niveaus an einer Stelle platziert habe, wo er vom vorgegebenen Thema her nicht hinpasst.
Na wenn in WY die Zitronensäure so gut funktioniert, [ von Brezi am 2007-07-16 08:42:56 ]
dann werde ich sie (unter Beibehaltung des sonst von mir Geäußerten) einmal vorsichtig für meine Filterkaffeemaschine ausprobieren, da ja wirklich billig (worauf auch die Lebensmittelhersteller relativ spät kamen, die lange für alles Mögliche die viel teurere Wein(stein)säure verwendeten. Was bleibt uns jetzt als Fazit der kilometerlangen Kommentarkolonne? Wir wissen, was gegen Kesselstein wirkt und dass alle an ihrem Hausmittel festhalten, inklusive Gebrauchsanleitung, wie man Zitronensäure in Wasser löst (also das wissen wir in Wien gerade noch *** süffisanter Hämgrins ***. 2 Kommentierer finden "Kesselstein" gemeindeutsch, JoDo und shadow offenbar nicht. Und worauf von all dem vielen bezieht sich jetzt "wer hätte das gedacht ...?"? Wurscht! WWÄ ist eine praktische Abkürzung. Kommt sofort in mein Vokabular.
Beurteilungen
2007-07-03 20:30:46(Wien 15.,Rudolfsheim-Fünfhaus): Qualität=0: Bekanntheit=0%
   M. E. sind beide Wörter gemeindeutsch und unterscheiden sich nur vom soziolinguistischen Umfeld (Bildungs- Alltags- Werbesprache)
2007-07-14 20:38:06(Wien 18.,Währing): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   Wer hätte das gedacht ... ?
Kesselstein

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