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survival of the fittest

JoDo 22.04.2008
Eine interessante Signatur hat sich "Remigius" da gewählt!

Wie wir inzwischen wissen, ist er Soziobiologe und hat dieses Zitat von Charles Darwin, dem Ahnherren der Evolutions-theorie/lehre, der wiederum hat den Sager von Herbert Spencer.

Keine Details zurück zum Thema:
Die Soziobiologen überraschen uns "Normalsterblichen" immer wieder durch provokante Aussagen.

Wenn ich mich jetzt blöd stelle (was mir im allgemeinen nicht schwer fällt), sehe ich darin eine Werbung für Fitnessstudios und stelle mir die "Überlebenden" als Schwarzenegger -Klone vor. Aber Vorsicht! Wie schreibt doch die Wikipedia:
"Fit" oder "Fitness" beschreibt im Darwin'schen Sinne den Grad der Anpassung an die Umwelt (also die adaptive Spezialisierung), und nicht die körperliche Stärke und Durchsetzungsfähigkeit im Sinne einer direkten Konkurrenzverdrängung unter Einsatz von Gewalt. D.h. nicht derjenige überlebt, der allem trotzt und den Rest verdrängt, sondern diejenige, welcher sich den Anforderungen der Umwelt stellt und sich in diese optimal einpasst. Auf die Kritikalität, die Mehrdeutigkeit und die Mißbrauchsmöglichkeiten der Spencer'schen Begrifflichkeit - schon in der englischen Originalsprache - hat Darwins Mitstreiter Thomas Henry Huxley in einer frühen Phase der Diskussion hingewiesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_fittest

Aha auf einmal ist es die angepasste " graue Maus ", die die Nase vorne hat!
Da gerate ich vollends ins Schwanken: Also was jetzt? Der Muskelprotz oder der STINO, wer ist nun "the fittest"?
Liebe Soziobiologen:
Gebt uns klare Antworten und keine Delphischen Orakel!

Re: survival of the fittest

klaser 27.04.2008
Na ja, es wird schon so etwas wie soziale Intelligenz gemeint sein. Ich kann mir keinen Soziobiologen vorstellen, der das Faustrecht befürwortet.

Re: survival of the fittest

Remigius 27.04.2008
Liebe Freunde,

in meiner Soziobiologie-Vorlesung
( das Skript dazu findet ihr auch auf meinen Webseiten )
habe ich die Fitness wie folgt definiert:

"Der anteilige Beitrag eines Gen(om)s zum Genpool der kommenden Generationen."

Diese Definition ist der Mittelweg zwischen 5 exakteren Definitionen,
die Richard Dawkins in "The Extended Phenotype" vorstellt.

Nachdem mir vor 2 Wochen mein zweites Enkelkind geboren wurde
und der JoDo laut Avatar auch voll in dieser Richtung beschäftigt ist,
sind wir ja alle auf dem besten Weg ...

Liebe Grüße -

- Remigius




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.