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nacht am drui ichs nali üba d stallstiaga achi gfloga

System 21.04.2010
Weiß irgendjemand was das heißt?

Also ich bin bis jetzt bis : "Gestern um drei ... gekommen.
Bitte helft mir

Re: nacht am drui ichs nali üba d stallstiaga achi gfloga

Russi [Admin] 26.04.2010
Ich hätte vermutet "Nachts um drei Uhr ist das Nali(?) über die Stallstiege geflogen". Nur ein Versuch

Re: nacht am drui ichs nali üba d stallstiaga achi gfloga

Tauntawaschl 25.06.2010
ich würde das so übersetzen:

Ich bin vor kurzen nachts um drei über die Stallstiege hinuntergefallen

(nali= neulich= vor kurzem)
(achi=abi=abwärts=hinunter)

Soll das eine deutschschweizerische Mundart sein?

System 24.07.2010
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Soll das eine deutschschweizerische Mundart sein?

Bern-Land (ch):

"Lètschddy – z Nacht am Drüü – ìsch ès übèr d Schddauschddägè achè gflogè."

Neulich – in einer Nacht um Drei – fiel es über die Stalltreppe hinunter.

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Re: nacht am drui ichs nali üba d stallstiaga achi gfloga

System 24.07.2010
Ich hätte vermutet "Nachts um drei Uhr ist das Nali(?) über die Stallstiege geflogen". Nur ein Versuch



nachts = in allen Nächten

Re: nacht am drui ichs nali üba d stallstiaga achi gfloga

Weibi 27.07.2010
Beste Bewertung bekommt von mir Russi.

Es ist sicherlich Vorarlberger Dialekt, der ja dem Berner Dütsch sehr ähnlich ist, wobei das Wort "drui" auf die Gegend um Lustenau hindeuten kann.

also, wenn Nali ein Eigenname ist, hätt ich gesagt:

Nachts um drui isch'as Nali üba d`Schtallschtiaga achi gfloga - nachts um drei ist das Nali (ein Mädchen?) die Stallstiege hinuntergefallen.

Oder, wenn nali kein Eigenname ist, dann könnte nali "beinahe/fast" bedeuten, demnach:
Nachts um drei wäre ich fast die Stallstiege hinuntergeflogen. An dieser Version stört mich aber das "ich", denn richtig hätte es heissen müssen "bin ich" bzw. "bin i".

Treppe würde ich nicht sagen, ist für einen Stall zu nobel, odr?

lG, Weibi

Nein, 'nali' ist 'neulich'.

System 05.08.2010
Beste Bewertung bekommt von mir Russi.

Es ist sicherlich Vorarlberger Dialekt, der ja dem Berner Dütsch sehr ähnlich ist, wobei das Wort "drui" auf die Gegend um Lustenau hindeuten kann.

also, wenn Nali ein Eigenname ist, hätt ich gesagt:

Nachts um drui isch'as Nali üba d`Schtallschtiaga achi gfloga - nachts um drei ist das Nali (ein Mädchen?) die Stallstiege hinuntergefallen.

Oder, wenn nali kein Eigenname ist, dann könnte nali "beinahe/fast" bedeuten, demnach:
Nachts um drei wäre ich fast die Stallstiege hinuntergeflogen. An dieser Version stört mich aber das "ich", denn richtig hätte es heissen müssen "bin ich" bzw. "bin i".

Treppe würde ich nicht sagen, ist für einen Stall zu nobel, odr?

lG, Weibi


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Nein, 'nali' ist 'neulich'; berndeutsch: 'leddschdy'.

So weit waren wir doch bereits ...

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Re: nacht am drui ichs nali üba d stallstiaga achi gfloga

nicolai 02.05.2011
Letzte Nacht um drei Uhr morgens stürzte ich beinahe die Leiter des Heubodens (entlang) herab...
...wobei sich "nali" natürlich auch auf "neulich", also "neulich nächtens um Drei...hatt s me achegstessa" beziehen könnte...
...oda sou wos in dera Oat, taat i sogn.

Re: nacht am drui ichs nali üba d stallstiaga achi gfloga

Weibi 04.05.2011
Das Hilfszeitwort fehlt hier aber allemal, man kann es drehen und wenden wie man will. So redet eigentlich keiner, auch nicht im Dialekt. Ich meinerseits geb auf.

Re: nacht am drui ichs nali üba d stallstiaga achi gfloga

nicolai 02.06.2011
Das Hilfszeitwort fehlt hier aber allemal, man kann es drehen und wenden wie man will. So redet eigentlich keiner, auch nicht im Dialekt. Ich meinerseits geb auf.


...nicht unbedingt, wenn man davon ausgeht, daß "ichs" (ich - s) eine Zusammenziehung von "ich" und "is(t)", resp. "bin" darstellen könnte...




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

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Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.