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gschwollen

tacitus2705 28.01.2009
Mich wundert, dass dieser Begriff nicht im Wörterbuch aufscheint
od. redet im Forum niemand geschwollen?
dann soll meine Zunge anschwellen
mein Zeigefinger ist schon gschwollen

Re: gschwollen

Koschutnig 29.01.2009
Da das Substantiv Schwulst und das Adjektiv schwülstig schon vor etlichen Jahrhunderten für geschwollene Redeweise verwendet wurden, darf wohl angenommen werden, dass die Leut auch früher schon recht weit verbreitet
geschwollen (= aufgeblasen) geredet haben. Dass Körperteile gelebentlich anschwollen, dürft' man ja auch bemerkt haben

Aber: als Luther schwulstig verwendet hat (2. Petr. 2, 18), hat man das uns Oberdeutschen noch mit aufgeblasen "verdeutschen" müssen. Luther hat das Wort dann auch nicht mehr verwendet. Offenbar war das Wortfeld von schwellen im Gotischen, Niederdeutschen, Altenglischen und Altnordischen viel verbreiteter als bei den bairischen und alemannischen Stämmen.

Ab der Mitte des 18. Jh. wird Schwulst dann nur mehr als stilkritischer Begriff verwendet ('überladene Fülle des Ausdrucks'); Gottsched, Lessing und Winckelmann haben dafür gesorgt, dass der Begriff in dem Sinn eingebürgert worden ist, während die alte Bedeutung nun durch eine jüngere Form Geschwulst ausgedrückt wurde.



K

Die Redewendung 'geschwollen reden' ist Umgangssprache

System 12.05.2009
.

Das Verb 'schwellen' ist Gemeindeutsch (Standard in at, ch, de).

Die Redewendung 'geschwollen reden' ist nicht Standard- sondern Umgangssprache und abwertend.
Sie bedeutet 'hochgestochen reden' (= ebenfalls Umgangssprache).

Die Aussprache 'gschwollen reden' ist Dialekt.

.




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.