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frage zu vawoadagld -

windfrau 27.03.2010
mein mann und ich diskutieren gerade (ergebnislos, eh kloa!) wo das wort vawoadaglt eigentlich herkommt
nicht örtlich, sondern sprachlich... .

hat jemand eine ahnung?
daß das va- ein "ver" ist, könnten wir uns ja noch erklären.

das "-daglt" könnte was mit dem ausdruck "dagln"= kritzeln; schlecht,schlampig oder schreiben", oder auch mit "tagln", "zu tun haben? ("wia der daglt, des kau jo kana lesn...") oder mit "takeln",...
was uns nicht weiterhilft, weil wir auch da nicht wissen, wo DAS herkommt... bäcker? seemannssprache?

aber dann überhaupt erst das "-woa-" ???

kann uns jemand vielleicht erleuchten?

liebe grüße, die windfrau

Re: frage zu vawoadagld -

Castor 31.03.2010
Liebe Windfrau, der Ausdruck ist mir als gebürtigem Wiener von Kindesbeinen an bekannt. Etymologisch habe ich ihn nie durchleuchtet, aber der Bedeutungsumfang entspricht etwa verdreht, verzerrt, verwackelt, verdorben, wirr, komisch, schlampig, unbeschreiblich und bezieht sich auf Gegenstände, kaum auf Menschen. Ich mutmaße, es handelt sich um ein Wort, das irgendjemand bei irgendeiner Gelegenheit ausstieß, in Ermangelung eines treffenden Ausdrucks, und das von seinen Zeitgenossen aufgegriffen wurde. Eigentlich beschreibt das Wort auch sich selbst, denn es klingt ja vawoadagld - oder etwa nicht?

Re: frage zu vawoadagld -

Tauntawaschl 25.06.2010
das Wort verwoadagld kommt von Werktag

die Bauern haben an Sonn- und Feiertage das gute Gewand angehabt, am Werktag das schlechte

wenn dann einer am Feiertag nicht sein Festtagsgewand angehabt hat, ist er "vawoadagld", also "verwerktäglicht" dahergekommen




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.