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bahrrafen

formica 11.07.2007
Im südlichen Weinviertel (genauer - in Pillichsdorf bei Wolkersdorf) gibt es bei Hochzeiten die Tradition des "Bahrrafens" (Bahr-Raufens). Ich habe keine Ahnung, wie man in diesem Fall bahr/bar/par/pahr/bah/pah/... schreibt. Beim Bahrrafen zieht die gesamte Gemeinde nach der Hochzeit zum Haus der Braut und dann schmeisst die Braut den "bah(r)" aus, um den die wartende Menge "rauft". Das ist ein geflochtener großer Kranz, der von der lokalen Bäckerei aus dem selben "Material" aus dem ein Striezel oder ein Brioche-Kipferl besteht, gefertigt wird. Der Kranz hat einen Aussendurchmesser von etwas mehr als einem halben Meter und die Breite eines geflochtenen Striezels.
Die Braut muss den "Bah(r)" natürlich mit dem Rücken zur Menge auswerfen, damit ja niemand bevorzugt wird. Der "Bahr" wird beim
"bah(r)rafen" somit von der wartenden Menge in der Luft zerrissen & darum gerauft. Die "Kranzeldamen" schmeissen zusätzlich noch Kipferl und Zuckerl aus, sodass jeder von den nicht-geladenen Gästen (wenn er ordentlich gerauft hat) mit einer Süssigkeit nach Hause gehen kann und somit auch was von der Hochzeit zum essen hat. Mich würd' interessieren, woher das Wort "bahr/bah" kommt.

Paarraufen, Brautstraußwerfen

System 26.07.2008
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Offenbar handelt es sich beim 'Paarraufen' (österreichisches Standarddeutsch?) um eine Variante des 'Brautstraußwerfens', welches aus den USA kommt: Die Braut wirft ihre Jungfernschaft weg; Kranz bzw. Strauss enthielten ursprünglich Myrthe, ein Symbol der Jungfräulichkeit.

Der Kranz aus Brot stammt möglicherweise aus Rumänien.

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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.