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Wie wurde die Klitoris zum Jud?

Amalia 07.01.2008
Also eins mal vorweg - mir gefällt das Wort auch nicht, aber darum geht es nicht.

Da jedoch Aufklärung nötig scheint, und Sigis Mutter - welch ein Zufall - Amalia hiess,
muass i mi um den Buam a bissl kümmern.

Wenn wir das Wort Jud verleugnen wollen, müssen wir auch Sigmund Freud und dessen Psychoanalyse verleugnen, denn in seiner Ära wurda das Wort zu dem, was es bedeutet.

Um nicht in den Verdacht zu geraten, dass ich mir das an den Haaren herbeigezogen habe, nachfolgend einige adäquate Seiten, unter anderem eine Dissertation, die mir seriös erscheinen,
um das Thema ausreichend zu belegen.

Auszüge aus den Seiten erklären, warum es zu der Bezeichnung *Jud* kam, und dass
ausgerechnet Mediziner, die in ihrer Studienzeit zumindest ansatzweise mit Freud in Berührung kamen, nun so entsetzt sein sollen, kann ich mir nicht erklären.

http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/paf/13591.html
Auch Freuds Definition der weiblichen Klitoris als verkleinerter männlicher Penis findet seine Analogie im Bezug auf den Antisemitismus. ,,Im Verständnis der geschlechtlichen Homologie zur Zeit der Jahrhundertwende galt dieser verkleinerte Penis nicht als Analogie zum Körper des idealisierten Mannes mit seinem großen, intakten Penis, sondern zum beschnittenen (,,verkleinerten") Penis des jüdischen Mannes. Das zeigt sich an der am Jahrhundertende in Wien gängigen Meinung von der Beziehung zwischen dem Körper des männlichen Juden und dem Körper der Frau. Im Wiener Straßenjargon der damaligen Zeit war die Klitoris simpel unter der Bezeichnung ,,der Jud" bekannt.


http://www.gender-killer.de/ag/home.htm
Dass der Jude mit der Frau gleichgesetzt wurde, hing u.a. mit der Beschneidung zusammen, die in den “wissenschaftlichen“ Theorien des 19. Jahrhunderts oft mit der Kastration verglichen wurde: Als “Beschnittener“ galt der Jude in dieser Theoriebildung als “unvollständiger Mann“, mithin als weiblich. So war im Wien der Jahrhun­dertwende “Jude“ ein gängiger Name für die Klitoris

Davon zeugt, dass zu freuds lebzeiten die klitoris in der wiener mundart als “jud” bezeichnet wurde. Die weibliche masturbation folglich als “mit dem jud spielen”[15]. Damit ist nicht nur der versuch unternommen, weibliche selbstbefriedigung negativ zu konnotieren; die bezeichnung verweist auch auf ein denken in homologien, das die klitoris (den kleinen penis) mit dem beschnitten und eben verkürzten, effeminierten genital des “jüdischen mannes” gleichsetzt.


Willkommen bei Adobe GoLive 5Es sollte nicht überraschen, dass zu lebzeiten sigmund freuds auch von der klitoris als »der jud« gesprochen wurde. Freud selber vermutete in der sich in ...
http://www.copyriot.com/diskus/02_02/04.htm
Im medizinischen diskurs des 19. und beginnenden 20. jahrhunderts rückte der beschnittene und somit verkrüppelte penis in die nähe des weiblichen genitals. Ebenso wie frauen war der jude diesen deutungen zufolge seines intakten geschlechtsteils beraubt, kastriert. Es sollte nicht überraschen, dass zu lebzeiten sigmund freuds auch von der klitoris als »der jud« gesprochen wurde. Freud selber vermutete in der sich in diesen bildern niederschlagenden kastrationsangst die wurzel des antisemitismus

[PDF] BUKO Seminar StaatstheorieDateiformat: PDF/Adobe Acrobat - HTML-Version
mund freuds auch von der klitoris als »der jud« gesprochen wurde. Freud selber vermutete in der sich. in diesen bildern niederschlagenden kastrationsangst ...
http://www.buko.info/dokumentation/pdfs/reader_antisem.pdf

nmz 2000/09 - Medien: Wie Pop-Literatur mit Musik eine Liaison ...... so hieß im Fin-de-Siècle-Wien Freuds die Klitoris „der Jud“ und wenn eine Frau masturbierte, dann spielte sie also mit ihrem Juden. ...
http://www.nmz.de/nmz/nmz2000/nmz09/rumpf/kupo-meinecke-hein.shtml

[PDF] DissertationDateiformat: PDF/Adobe Acrobat
üblich, die Klitoris als „Jud“ zu bezeichnen – die Redewendung „mit dem. Juden spielen“ wurde zur Umschreibung weiblicher Masturbation verwendet. ...
edoc.hu-berlin.de/dissertationen/kuehl-inga-marie-2001-12-19/PDF/Kuehl.pdf


Resümee: lassen wir die Kirche im Dorf, es gibt schlimmere Ausdrücke in Ostarrichi, und Ostarrichi ist kein Kirchenblatt.

Obwohl... wenn ich daran denke, was in deutschen Spielechatts, in denen sich auch Kinder befinden, so alles geschrieben wird, dann ist Ostarrichi samt all seiner manchmal *tiefen* Einträge (Futschlecker, Fickfetzen, Nougatbuchtsegler, Futweib, DAS ALLES HALTE zb ich für unnötig) immer noch eine harmlose Tageszeitung.

Und über das angesprochene Thema kursiert sogar ein Witz.

Wie heisst das Surfbrett für den *J---- Antwort: Splipeinlage..

....ich weiss er ist doof..soo doof wie Blondinenwitze, und Impotentenwitze, und Burgenländerwitze ...und...und.. und.. und...aber irgendeine Zielgruppe hat jeder Witz und ohne die gäb es nix zum lachen.
Und wie kommt man am besten aus einem *soooooooooo schäbigen* Thema wieder raus.. mit einem Witz.

Re: Wie wurde die Klitoris zum Jud?

Tauntawaschl 22.01.2008
...ich glaub all diese Überlegungen sind viel zu kompliziert...
...jud ist der 10. Buchstabe des hebräischen Alphabetes...
...mit ein wenig Phantasie kann man - besonders wenn er in alten Schriften kunstvoll ausgeführt ist - da schon eine Klitoris hineininterpretieren...

Re: Wie wurde die Klitoris zum Jud?

Russi [Admin] 29.01.2008
Also deine Phantasie möchte ich haben - das ist ja nur ein geschwungener Strich, oder?

Re: Wie wurde die Klitoris zum Jud?

Tauntawaschl 30.01.2008
Schau Dir den Buchstaben auf der Seite "http://www.hagalil.com/kovar/kush-j.htm" an.

Und die dortigen Ausführungen zur Symbolik, die diesem Buchstaben innewohnt.

"Manchmal nimmt das Jud an den oberen Welten teil. Das ist das Jud von íéìùåøé JERUSCHALAJIM. Jerusalem, die himmlische Stadt G'ttes. Etwas vom Jud atmet in den unteren Welten. Das ist das Jud von øöé JEZER, Trieb. Die Neigung eines Menschen zur Sünde.

So kommt es, daß das Jud zwischen beiden hin und her fliegt und für eine Vereinigung ãåçé JICHUD der oberen und der unteren Welten sorgen kann."

Ich glaube daher nicht, dass meine Erklärung so abwegig ist.

Re: Wie wurde die Klitoris zum Jud?

Russi [Admin] 30.01.2008
Ich bin begeistert was ich hier alles lerne. Der Buchstabe auf der genannten Seite ist damit ähnlich wie das Verwirr-Bild "alte Frau oder junge Dame".

Gruß
Russi




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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

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