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Vorschlag: Zweite Form der Beurteilung

Brezi 16.06.2007
Dieser mein sehr kaprizierter Wunsch richtet sich natürlich wieder einmal an den ohnehin schon so geplagten Admin und ich weiß, dass er nicht unerheblichen programmiererischen Aufwand bedeuten würde, sollte er in die Tat umgesetzt werden. Es geht um Folgendes:

Unsere "Fachleute", d. h. die, die die Qualität eines Eintrages dank ihrer guten Dialektkenntnisse (zumindest ihrer Region) und (hoffentlch auch) guter allgemeiner Sprachbeherrschung und -sicherheit kompetent beurteilen können, haben mit dem grünen Plusminuszeichen ein wichtiges Instrument in der Hand, um Bekanntheitsgrad und Güte eines Stichwortes zu dokumentieren.

Was aber mit den vielen (auch gar nicht eingeloggten) Nutzern unserer Seite, die einfach z. B. wissen wollen, was ein Dampfl ist, wie die vielen Varianten von Kaffee heißen, die man bei uns im Kaffeehaus bekommt, oder wie man bei uns statt "Schnute" sagt? Sie sollten (auch als wichtiges Feedback für den jeweiligen Eintrager) eine Möglichkeit bekommen, zu sagen: Note 10, den Eintrag fand ich sehr informativ. Hier habe ich eine tolle, mir gänzlich neue Vokabel kennen gelernt und mein Wissen über Österreichisch um ein wichtiges Stück erweitert. Note 6: Danke für die Auskunft. Das hat mir toll weitergeholfen. Note 0, das half mir überhaupt nicht weiter oder ist aus sonst einem Grund Schrott.

Nebenbei: ich habe selbst nicht gewusst was ein Dampfl ist (konnte den Eintrag daher nicht beurteilen, auch wenn ich technisch dazu berechtigt gewesen wäre), hätte aber gerne ein Feedback angebracht: "Super Eintrag, hat ganz toll eine Bildungslücke von mir geschlossen".

Meine unverschämte Bitte daher an den armen, ohnehin so emsigen Russi: lässt sich so etwas langfristig einrichten? Mir ist dabei klar, dass ein boshafter Mensch (da diese Art Rückmeldung ja auch anonym funktonieren muss) Missbrauch betreiben und mehrere Benotungen zum selben Wort absetzen kann. Aber so viele, die daran eine perverse Freude haben, wird es meiner Einschätzung nach nicht geben.

Und noch einen Vorteil hätte dieses Zusatzsystem: Es würde unterscheiden helfen zwischen bloßem Nachschauen mancher "Dialektliebhaber", die nur wissen wollen, ob die offenbaren Klassiker (siehe Suchwortstatistik) "eh auch drinnen stehen" und sich danach befriedigt wieder vertschüssen, und dem echten Nachschauen aus Wissbegierde, denn ich garantiere, dass nur die eine Note hinterlassen, die aus letzterem Motiv nachschauen.

Wenn ich als Host-Programmierer (der auf dem Level der Second- und Third-Generation-Languages zwar gut, aber dann stecken geblieben ist) nur ein bisschen Ahnung von PC-Programmierung hätte, würde ich dir dabei helfen. So kann ich es leider nicht und nur meine Bitte deponieren, mit dem Zusatz: Hudeln nicht notwendig, irgendwann ist auch einmal.

Wie steht der Admin, wie stehen die anderen dazu?

Herzlich Euer

Brezi

I

Jeder Vorschlag ist willkommen ...

Russi [Admin] 16.06.2007
... und deiner spricht einen wichtigen Punkt an. Wir können darüber auch gerne noch diskutieren aber ich bin (fast) absolut gegen anonyme Einträge.

Diese anonymen Einträge haben das Verwalten des Forums zur Hölle gemacht (und sogar jetzt kommt noch manchmal einer durch) und Bewertungen bzw. Kommentare verlieren meist ihre Nützlichkeit wenn man anonym ist.

Das ist zwar eine traurige Wahrheit aber aus einigen Projekten habe ich inzwischen gelernt, dass "Werbemacher", "Seitenoptimierer" und "Spassvögel" bzw. "Seitenablehner" sehr schnell ein paar Skripte gemacht haben, die öffentliche Bewertungs-/Kommenatar-/Foreneinträge dazu nutzen ihre Links zu platzieren (welche selbstredend nicht positiv für die Seite sind).

Dummerweise reicht es meist wenn du nur eine einzige Nervensäge dabei hast um stundenlange Zusatzschichten zu schieben um den Müll wieder raus zu bekommen und die Person wirksam zu blocken (wenn das denn überhaupt geht).

Also prinzipiell finde ich den Vorschlag gut aber eine solche Erweiterung müssen wir irgendwie schützen können. Übrigens waren ganz zu Beginn die Kommentare auch mal frei, wodurch ich schnell 100 Kommentare hatte (darüber freut man sich zu Beginn). Allerdings waren davon ca. 90% Werbung für die üblichen Verdächtigen - Leute die sich für Österreich und die Sprache interessieren kommen halt leider weniger vorbei als Leute die irgendwas bewerben wollen

Ich könnte die Seite auf eine AS400 portieren, dann könntest du mir helfen, richtig ? - aber du bist als Teilnehmer und Moderator eine viel grössere Hilfe als du dir vermutlich vorstellst. Wie sagt man neudeutsch "Content ist King".

Gruss Russi

Nachtrag: Vielleicht kann sich noch jemand an den Auftritt des öffentlichen Chats erinnern - das war eine schöne Sammlung von Schimpfwörtern

Dann natürlich ohne Anonymität

Brezi 17.06.2007
Lieber Russi!

Die von dir berichteten Erfahrungen mit anonymen Teilnehmern haben mich überzeugt, dass dieser Teil meines Vorschlages nicht so gut war. Dass dir der Rest prinzipiell gefällt, finde ich gut. AS400 käme der Sache schon entgegen. Wir haben etwas noch Größeres in der Firma stehen (d. h. eigentlich nicht mehr in der Firma, denn man hat uns "dezentralisiert" und unsere schöne 390er-Maschine weggenommen und unsere Daten, Programme inklusive, stehen jetzt im Ausland auf einem Megarechner für mehrere Länder, wo wir Speicherplatz- und CPU-Kosten dafür bezahlen dürfen, dass wir arbeiten. Das ist eben modernes unternehmerisches Denken. Wie hieß es in einer meiner früheren Signaturen so schön? Wenn modernes Management durch nichts ersetzt werden kann - warum hat es dann noch keiner getan?

Wenn ich aber eh, wie du meinst, mich hier auf andere Weise nützlich machen kann, dann werde ich geduldig warten, bis du eine gangbare Version meines Vorschlages entworfen und realisiert hast. Ich freue mich schon darauf.

Einen schönen Sonntag wünscht dir

Brezi

Re: Dann natürlich ohne Anonymität

Russi [Admin] 17.06.2007
Eine andere Variante wäre, dass Kommentare auch anonym möglich sind, allerdings nicht angezeigt werden.

Solche Kommentare sehen dann nur Moderatoren und diese dürfen die Kommentare freigeben oder löschen. Heisst natürlich auch Mehraufwand für die Moderatoren. Andererseits ist der Aufwand relativ gering, da man nach dem Lesen einfach auf "ok" oder "weg" klickt (oder gar nix macht).

Gruss Russi

Wäre natürlich auch eine Variante

Brezi 17.06.2007
Ja, wenn das für dich keinen unmenschlichen programmiererischen Aufwand bedeutet, wäre das sicher auch eine Diskussion wert. Ich würde dabei sicher gerne mitmachen. Aber um Kommentare ging es mir eigentlich weniger, viel mehr um die Möglichkeit für einen, der am Wörterverzeichnis nicht aktiv mitmacht, sondern nur einen unbekannten Begriff nachschlägt, die Möglickeit zu geben, diesen als "sehr hilfreich" bis "Müll" zu benoten, und zwar mit reinen Zahlen. Das gibt dem "Wortschöpfer" einen besseren Überblick darüber, was sein Wort "wert" ist, als wenn er sich durch einen Wald voll Kommentaren lesen muss.

Die Kommentare der "Fachleute", die als Kenner(innen) des Begriffes einen Kommentar oder eine ergänzende Erläuterung dazu abgeben wollen, sollen davon natürlich nicht betroffen sein, sondern in der jetzigen, optimalen Form belassen werden .

Dass ich deine Meinung über "knotzen" falsch eingeschätzt habe, tut mir leid.

LG Brezi




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

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Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.