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Tipps und Tricks

HeleneT 11.09.2006
Hi!

So. Ich oute jetzt mal einige meiner Blödheiten hier und Strategien um diese zu vermeiden. Vielleicht hilfts ja anderen auch.

Doppeleinträge
Da gibt es bei der gleichen Schreibweise ja schon eine Riegelvorschiebung. Aber, wenn man ein Wort etwas anders schreibt, es wird ja in unterschiedlichen Regionen anders ausgesprochen, dann kann es dann trotzdem passieren, dass das gleiche Wort mit der gleichen Bedeutung... auch ja, ihr wisst schon.
Ich nehme dann von dem Wort eine Buchstabenkombination heraus, die in anderer Aussprache sehr wahrscheinlich auch vorkommt.
Beispiel: [u:2v32c2sv]Uhackerl [/u:2v32c2sv]
das ck wird sehr wahrscheinlich so nicht ausgesprochen, aber der eindeutiger Kern ist [u:2v32c2sv]uha[/u:2v32c2sv], und siehe da, doc hat schon zugeschlagen mit [u:2v32c2sv]Uhagerl[/u:2v32c2sv]. Also kommt nur noch, wenn man mag, eine entsprechende Ergänzung beim Kommentar rein, Bewertung machen und fertig.
Beispiel: [u:2v32c2sv]togatzn [/u:2v32c2sv]
Manche Wörter können sehr viele verschiedene Schreibweisen haben wie: togatzn, tougazn, togazn. Aber mit der Übersetzung, irgendwie was mit [u:2v32c2sv]Schmerz[/u:2v32c2sv], lässt sich die Sache schon besser einkreisen.
Also suche: Schmerz – und siehe da, man wird fündig.

Redensarten
Es gibt Redensarten, die sind uns so vertraut, dass sie auch schon mal für einen typischen Ausdruck aus dem Dialekt gehalten werden können.
[u:2v32c2sv]Bei dir is wirkli Hopfn und Moiz valorn! [/u:2v32c2sv]
mag zwar von Herzen richtig sein, gibt es aber in der hochsprachlichen Variante [u:2v32c2sv]Hopfen und Malz verloren[/u:2v32c2sv] im gesamten deutschsprachigen Raum. Eine einfache Suche bei Google kann das nachhaltig klären.

Ist man schon Forumsüchtig, empfiehlt es sich jederzeit eine Notizmöglichkeit zur Hand zu haben, wenn einem gerade DER Dialektausdruck einfällt oder man hört ihn gerade. Mache ich auch, überprüfe ihn und siehe da, pedrito hat sehr wahrscheinlich schon zugeschlagen

Und ganz wichtig: keine Bewertungen vornehmen, wenn man sich gerade furchtbar geärgert hat. Man ärgert sich dann nachher auch noch über die eigenen Bewertungen.

Sonst noch Tipps?

Re: Tipps und Tricks

System 12.09.2006
Beispiel: togatzn
Manche Wörter können sehr viele verschiedene Schreibweisen haben wie: togatzn, tougazn, togazn. Aber mit der Übersetzung, irgendwie was mit Schmerz, lässt sich die Sache schon besser einkreisen.
Also suche: Schmerz – und siehe da, man wird fündig


Also meiner Meinung nach kann man *togatzn* nicht mit Schmerz im allgemeinen erklären, togatzn ist punktuell (z.b. Zahn), muss auch nicht unbedingt immer Schmerz bedeuten ( mei Nosn togatzt, i kriag an Schnupfn) oder wenn ein Körperteil eingeschlafen ist und dann bewegt wird, sagt man auch : das togatzt....Schmerz allgemein würde implizieren, dass togatzn eine ganzkörperliche Erkrankung ist...aber für mich hat es eine Bedeutung von unangenehm bis zum Höllenschmerz....schreibt die tish

Re: Tipps und Tricks

HeleneT 12.09.2006
Also meiner Meinung nach kann man *togatzn* nicht mit Schmerz im allgemeinen erklären

Es war ein Beispiel wie man vorgehen kann um Doubletten zu vermeiden. Mehr nicht.




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.