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Tierkreiszeichen

bessawissa 04.05.2007
Weiß jemand, woher der Begriff "Tierkreiszeichen" stammt? Warum ich frage? Weil nicht alle der sogenannten Tierkreiszeichen auf Tiere rückführbar sind, darum.

Anmerkung: über gewissen Dinge nachzudenken, macht ohne Googlen viel mehr Spaß. Bei einem Krimi liest man ja auch nicht zuerst mal die letzte Seite durch, oder?

bessawissa 10.05.2007
Dann bleiben noch die Tierkreiszeichen......erstaunlich lange ungeklärt!

Leider, leider

Brezi 14.05.2007
Lieber bessawissa!

Ich habe über diesen Beitrag lange nachgedacht und bin zu keiner Lösung gekommen. Was mir dazu eingefallen ist (etwa, dass der Zodiacus jene Sternbilder, die auf der scheinbaren jährlichen Sonnenbahn liegen, von den übrigen abgrenzen soll), ist zwar zutreffend, erklärt aber wieder nicht, warum es "Tierkreis" heißt. Auch mein Versuch, das "Zo-" auf zoe = Leben umzudeuten, bringt keine echte Lösung, denn auf der im Altertum bekannten nördlichen Himmelshalbkugel [1] "krebsen" auch außerhalb des Tierkreises fast lauter Lebewesen (bzw. mythologische Gestalten) herum: 2 Bären, eine Giraffe, ein Drache, Perseus, Orion, ...) und nur wenige unbelebte Dinge (Dreieck, ...).

Also: leider. Ich schreibe nur, damit du nicht glaubst, es hätte keinen interessiert.

HG -bs-

[1] Für Spitzfindige: natürlich stimmt "Halbkugel" nicht genau, denn im Laufe eines Jahres sieht man von Europa und dem Nahen Osten aus mehr als eine Halbkugel. Auch die Hälfte der Ekliptik liegt ja südlich des Himmelsäquators.

bessawissa 14.05.2007
Boa, echt ein tiefschürfender Versuch. Zur Belohnung ein Hinweis: Die germanische Mythologie umgibt uns - auch heutzutage - nicht nur tagtäglich (!), sondern kann auch hier helfen. Speziell zwischen den beiden Tagen, die sozusagen einem, äh, nun ja, "Trabi" einerseits und dem Göttervater andererseits gewidmet sind, wäre ein Engländer bei der Lösung der Aufgabe krass im Vorteil.

Brezi 14.05.2007
Ziu-Diacus? Leider fällt auf diesem Terrain mein Navigator völlig aus. Ich kann mich nur noch torkelnd und tastend auf die Suche machen. Und was zum Kuckuck hat dieser Gott mit den 12 Viecherln bzw. mit der Ekliptik zu tun (wenn er's überhaupt ist). Da sind mir schon zu viele Unbekannte im Gleichungssystem, als dass ich noch Vernünftiges hervorbrächte. Aber mein Jagdinstinkt ist jetzt geweckt. Vorher habe ich nur eine Antwort gepostet, weil ich keine Ahnung habe, dass du uns schon wieder berätselst. Ich wollte dir vielmehr signalisieren, dass jemand deine Frage wohl gelesen hat und du nicht in der Luft hängen gelassen wirst. Andernfalls hätte ich mich mit diesem mageren Rechergeergebnis nicht zu melden getraut. Aber da ich nun schon einmal unter die Schweißhunde gegangen bin: stimmt wengstens meine Richtung so halbwegs?

LG -bs-

Brezi 14.05.2007
Ein Leer-Posting. perdon (um es frei nach elnst jandr auszurdücken).

bessawissa 14.05.2007
Besser wäre ein Lehr-Posting

bessawissa 14.05.2007
Zur Sache: Du bist verdammt knapp dran, knapper als Du glaubst, aber wie es aussieht, könnte das auch zufällig sein. In Mathematik sagte man: bitte Rechenvorgang festhalten, damit die Konkludenz des Resultates gegeben ist.

Brezi 14.05.2007
Ad 1) Ich bin eh so oft belehrend. Also tut ein Zwischenraum gut.

Ad 2) Rechenvorgang war: Trabant = Mond, also Montag. Göttervater = Wotan also Wednesday (da hab ich nachspechtln müssen, ob der das wirklich ist): siehe auch: Woensdag, Onsdag etc. (da hab ich nicht nachspechtln müssen); bei uns heißt er Mittwoch, also habens die Engländer leichter. Dazwischen der Dienstag (der alemannisch noch Zyschtig, Ziischtaa etc. heißt). Kommt (kram, kram) von irgend so einem Ziu oder Tiu oder was weiß ich. Dadurch dass jedes bessere Volk in Europa sich eine ganze Heerschaar Götter hielt, bin ich da hoffnungslos überfordert. Ich bin schon froh dass mir aus dem Schachterl der Griechen keiner ins Römerschachterl hupft und umgekehrt.

Jetzt mag ich nur noch eins wissen: bin ich zufällig oder deterministisch nahe an der (Er-)Lösung? Bitte spiel Assinger und sag: total super überlegt!

Macht noch immer Spaß. Würde mehr Spaß machen, wenn mehr mittäten.

LG -bs-

bessawissa 14.05.2007
Nein, nicht zufällig. Ganz toll unterwegs. Liegt nur mehr ein Schlampigkeitsfehler zwischen Dir und der Lösung. Auch hast Du den "englischen" Vorteil nur zu 80 Prozent zu Ende gedacht. Der verbleibende Schritt ist nicht mehr groß.....

bessawissa 14.05.2007
Wußte ich von den Alemannen gar nicht, daß die auch im Vorteil gewesen wären.....

Die folgende Grübelung wird länger dauern ...

Brezi 14.05.2007
Spätestens seit der Mondlandung weiß man ja, dass auch ein Schritt verdammt viel sein kann. Und da ich annehme, dass du mit Schlampigkeitsfehler nicht das eine a zuviel in der Heerschar gemeint hast, werde ich mich auf die Suche nach den restlichen 20 % Engländervorteil machen. Du liest von mir.

bessawissa 14.05.2007
Wie das mit den Schritten so ist. Gestern standen wir noch am Rande des Abgrundes, heute sind wir schon einen Schritt weiter

Brezi 15.05.2007
Wenn die Lösung TYR ist, dann war's kein Schlampigkeitsfehler. Das musste ich wirklich erst in einem (papere(r)nen) Lexikon nachschlagen. Mir waren nur TIU und ZIU geläufig. Aber egal wie der nun heißt, das ist doch der Kriegsgott (so wie der Mars aus "Mardi", "Martedì" etc.). Warum ist nach ihm ein Kreis benannt? Näher komme ich der Lösung jedenfalls nicht. Abgrund oder Lorbeer?

Sofern nicht noch andere mitmachen wollen, bitte um die finale Lösung. Und danke für das auflockernde Rätsel.

LORBEER!!!

bessawissa 15.05.2007
Viiiiiel Lorbeer.

Wie schon per pm mitgeteilt, weiß ich nicht, warum der Tierkreis nach dem germanischen Kriegsgott Ziu-Tyr benannt ist, aber ich weiß eben, und das ist m. E. originell genug, daß die Tierkreiszeichen eben irgendwann einmal Tyr-Kreis-Zeichen hießen und - wahrscheinlich im Rahmen der Christianisierung, wo sich die Kirche ja eine Menge Namen (Maria Lichtmeß!) und Termine (Nikolo, Weihnacht, Allerheiligen u. v. a. m.) "einnähte".
Die Hilfestellung, die gar nicht notwendig war, wäre der englische Dienstag, Tuesday, benannt nach eben diesem Ziu (-Tyr), gewesen. Immerhin hast ja auch den Wednesday, den Wodanstag, geknackt, alle Achtung.

Ich finde es so witzig, daß wir im Raumzeitalter ganz stolz auf unsere Errungenschaften sind, daß die Germanen bis vor kurzem für die Wissenschaft noch auf den Bäumen hockten und alles Gescheite aus dem Morgenland kam (ex oriente lux => Orientierung), was erst mit der Himmelsscheibe von Nebra endgültig überwunden wurde, daß aber diese ganze fortschrittsversessene Menschheit, naja, zumindest überwiegend, fast alle ihre Wochentage nach germanischen Gottheiten/Kategorien benennt und auch - nur so nebenbei erwähnt - einen beträchtlichen Teil der Monatsnamen absolut schwachsinnig und falsch nach archaischen Prinzipien der Zeitenwende benannt läßt. Kann (neues, aber kleines und leichtes Nebenrätsel im letzten Satz) mir dabei jemand folgen?

BUMM!

JoDo 15.05.2007
Deswegen habe ich auch nicht mitgemacht...
Keine blasse Ahnung.
... Und da steh ich dann wie eine Pyramide davor (Altgermane Gerhard Polt) ...
Schön, dass Ihr beide das so fein aufgebreitet habt! War echt spannend.

Danke!

Brezi 15.05.2007
Der Sieger (weil einzige Teilnehmer) des Wettbewerbs dankt für Lorbeer aus so berufenem Munde. Ich bin leider etwas erschöpft (nicht vom Rätsel) und werde es die nächsten Tage wohl auch bleiben. Daher nehme ich jetzt nicht Bezug auf deinen neugierig machenden Epilog. Tun wir das ein andermal. Dies sei auch gleich die Ankündigung einer weiteren eher inerten Phase hier auf Ostarrichi.

Machzas gut inzwischen und bis demnächst.

-bs-

Nicht so dringend, bloß zur Erinnerung

bessawissa 18.05.2007
(Edit: Habe Deine unbestimmte und sehr berechtigte Fristsetzung erst jetzt im Nachhinein gesehen, da es aber ohne Dich hier überhaupt nicht geht, warten wir ein wenig. Nach 2000 Jahren kommt es auf eine Woche mehr oder weniger nicht so richtig an)

Da war doch noch was, oda?

Ich erlaube mir, in Erinnerung zu rufen:


......und auch - nur so nebenbei erwähnt - einen beträchtlichen Teil der Monatsnamen absolut schwachsinnig und falsch nach archaischen Prinzipien der Zeitenwende benannt läßt. Kann (neues, aber kleines und leichtes Nebenrätsel im letzten Satz) mir dabei jemand folgen?

Nicht daß ich mir einbilde, besonders geistreich zu sein und ein außerordentlich schwieriges Problem geortet zu haben, aber mich fasziniert das Paradoxon sosehr, daß ich damit schon ganz gern andere anstecken möchte. Wer ist mit dabei?

Nachsatz: schade, daß das Forum auf dieser Seite irgendwie ein so unverdientes Schattendasein führt, zumal man sich gerade hier so schön austoben kann.

Hab auch nicht vergessen.

Brezi 18.05.2007
Mein Hirn raucht trotz selbstverordneter Teilabstinenz noch immer viel zu sehr wegen der Frage, an die du mich nicht hättes erinnern dürfen. Im übrigen würde ich nicht sagen, dass sich diese Forumsseite nicht großer Beliebtheit erfreut. Nur weil ich der Einzige war, der sich bei dieser wirklich schwierigen Frage etwas hinzuschreiben getraut hat, heißt das nicht, dass (siehe JoDo) nicht auch andere mitgerätselt haben. Für dich vielleicht wenig spannend, für mich ein zu leicht verdienter Lorbeer So gesehen hast recht und daher bitte ich die anderen, auch einmal ein bisschen "genial daneben" zu spielen wie ich.

Mir fallen aus dem Stand die allerseltsamsten Dinge ein, aber damit rücke ich (bis auf eine Ausnahme) noch nicht heraus. Zu wenige Monatsbezeichnung scheinen mir "zeitlich verschoben", falls das überhaupt die Spur ist, auf die du unsere Nasen stoßen wolltest. Bitte um Auszeit. Und ohne mich geht sehr viel. Ich war nur (wie auch beim Selbstvorstellen) wieder einmal einer der Ersten, die bei etwas mitmachten.

Was sagt dir Pluto Februus? Hat es damit was zu tun? Das ist die aus dem Stand gekommene Idee. Ich habe einmal darüber gelesen und jetzt fiel es mir wieder ein, weil ich den Namen noch immer so lustig finde. Mehr nach der Auszeit. HG BS

bessawissa 19.05.2007
Schiebung! Die Spur ist heiß, zumindest was meine persönliche Intention, meine Frage betrifft. Wer spinnt (sie) hier weiter?

Zeitenwende

JoDo 19.05.2007
Da bin ich eine Weile in die Irre gegangen,
weil ich zuerrst an die epochalen Zeitenwenden und die damit verbundenen Kalender gedacht habe
(seit "Erschaffung der Welt" 3761 v., "ab urbe condita" 753 v., "Anno Domini", "Hedschra" 15. Juli 622,...)
bin ich nicht gleich draufgekommen, dass "bessawissa" hier den Beginn des jeweiligen Kalenderjahres gemeint hat.
Im alten Rom begann das Kalenderjahr im März mit dem Frühligsäquinoktium, daher die nun "falschen" Monate September, Oktober, November, Dezember.
Wann sich dann der Jahresbeginn auf die Oktav von "sol invictus" verlegt hat, weiss ich (noch) nicht und muss noch nachschauen.
Da is´s:
Im römischen Kalender war der Januar bzw. Jänner ursprünglich der elfte Monat. Mit der Umstellung des Jahresbeginns vom 1. März auf den 1. Januar im Jahre 153 v. Chr. wurde der Januar nach dem Gott Ianus, dem doppelgesichtigen Gott des Anfangs und des Endes, benannt.

Erst in der Französischen Revolution wurde der Versuch einer massiven Kalenderreform gemacht, der mit dem Herbstäquinoktium begann, und das Jahr in 12 Monate mit 30 Tagen zu jeweils 3 Dekaden (statt Wochen) zu 10 Tagen und ein paar zgwetschten am Jahresende einteilte.
Na - hat sich auch nicht g´halten...

Weil´s überhaupt nicht hierhergehört:

JoDo 19.05.2007
Ich habe ein ausgesprochen gespanntes Verhältnis zur Zeiteinteilung!
Das gnadenlos gleichmäßige Verstreichen der Zeit in Sekundenschlägen hat mich immer schon verunsichert.
Und siehe da: Die Zeitmessung, wie wir sie betreiben ist eine ausgesprochen unnatürliche Angelegenheit.
Betrachtet man sich den Verlauf des Sonnenganges, der ja eigentlich die Grundlage unserer Zeitnehmung bildet, dann sehen wir, dass die gute Sonne nicht nur täglich zu anderen Zeiten auf- und untergeht, es ist auch so, dass die Winkelgeschwindigkeit der scheinbaren Sonnenbahn mit unserer Uhr nicht synchron ist. Das tröstet mich enorm!
Da ja die Umlaufbahn der Erde um die Sonne im Laufe eines Jahres kein Kreis, sondern eine Ellipse ist, resultiert daraus, dass die Erde im Winter, wo sie der Sonne näher ist, sich schneller fortbewegt, als im Sommer. Daraus ergibt sich - grob gesprochen - eine sinusförmige Verschiebung der Position der Sonne am Himmel, mit der Neigung der Erdachse kombiniert, ein Achter.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0b/Zeitgleichung.png/800px-Zeitgleichung.png
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/4/4f/Analemma_300dpi.png/401px-Analemma_300dpi.png
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/c/c6/Fruehester_Sonnenuntergang_MUC.png
Oh wie schön!
Nach diesem Verlauf eine Uhr zu bauen wäre unmöglich oder unpraktikabel, aber bestätigt mich im meiner subjektiven Zeitwahrnehmung und so fordere ich alle auf:
Lasst Euch nicht vom Chronometer tyrannisieren!

bessawissa 19.05.2007
Deine Beobachtungen sind wie von einer anderen Welt. Wieso ist die Erde im Winter der Sonne am nächsten und im Sommer - also auf der "Gegenfahrbahn", wenn unsere Antipoden frieren - nicht so sehr? Und was ist, wenn der Winter - so wie heuer - keiner mehr ist, wo simma dann? Haben wir womöglich das Feinstaubproblem im All unterschätzt? Sollten wir vielleicht den Van-Allen-Gürtel enger schnallen?

Abgesehen davon stimmt da überhaupt etwas nicht, denn das habe ich schon als Kind bemerkt: Im Winter war es immer ewig kalt und die die Sommerferien waren vorbei, kaum daß sie angefangen hatten.

Und nun verrate ich Euch auch, warum nichts so ist, wie es sein soll, warum früher - in der guten alten Zeit - alles besser war: an allem ist das Atom schuld. Begründung: weil's überall drin ist. Darum MUSS es am Atom liegen, sag ich Euch.

Feinstaubproblem im All

JoDo 19.05.2007
„Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom“ - Albert Einstein

Was soll ich nun dazu sagen?

Die subjektive Zeitempfindung hast Du ja eindrucksvoll bestätigt, und dass es noch nie einen "so kalten Winter, wie den heurigen Sommer" gegeben haben soll ist auch nicht mehr ganz neu.

Grübel, grübel und studier´, was meinst Du mit dem Atom?
Das scharfe vom Demokrit oder das unscharfe vom Heisenberg, oder ...

und dann Pluto Februus
Februus war es, der zu dieser Zeit die Macht hatte, die Gespenster und Plagegeister in ihre unterirdischen Höhlen einzuschliessen.
das geht noch nicht wirklich zusammen.

Also wirklich: Alles anschnallen, den Van-Allen-Gürtel besonders fest und noch ein paar Runden auf die Umlaufbahn!

Zeitenwende

JoDo 19.05.2007
Also, wenn´s am Atom liegt, dann sicher an der atomaren Bedrohung, einem neuerlichen Supergau, dem bevorstehenden (Atom)krieg gegen den Iran und überhaupt. Dazu ein Buchtipp:

Wege zur ökologischen Zeitenwende (Taschenbuch)
von Franz Alt (Autor), Rudolf Bahro (Autor), Marko Ferst (Autor)
# Taschenbuch: 339 Seiten
# Verlag: Books on Demand GmbH (Mai 2002)
# ISBN-10: 3831134197
# ISBN-13: 978-3831134199
# Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 17 x 2,4 cm
# Durchschnittliche Kundenbewertung: basierend auf 3 Rezensionen.

Gefunden auf der
http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=19&article:oid=a725&template=article_detail.html&flash=true

und:
"Die Erde ist eine Scheibe" von Hansruedi Ramsauer
http://www.zeitenwende.ch/page/index.cfm?SelNavID=350&NewsInstanceID=1&NewsID=1190&StartRow=41

bessawissa 19.05.2007
Nein, nein, nein, meine Hintergründigkeit ist nicht mehr beabsichtigt, objektiv ist sie jedenfalls spätestens jetzt einfach nicht mehr gegeben, mein kleines Rätselchen ist gelöst. Empfinde wirklich nur ich das Paradoxon, daß die gesamte denkende erste Welt ungerührt seit über 2000 Jahren zum 9. Monat siebenter, zum 10. Monat achter und so fort sagt (die verschiedenen römischen Gottheiten im Kalender sind da nur eine kleine Zuwaag)? Mir kommt das so lachhaft vor, weil ja sonst alles so fürchterlich vernünftig zuzugehen hat.

Das mit dem Atom war nur ein Scherz.

Aber zum Ausbau oder - angesichts meines Alters - besser gesagt zum Erhalt meiner Allgemeinbildung: warum soll die Erde wirklich in unserem Winter der Erde näher sein als im Sommer, der ja der Winter der ach so warmen Südsee ist? Oder war der heurige Winter eine galaktische Ausnahme, daß wir ganz offensichtlich wirklich ganz besonders nah dran an der Sonne waren?

Wegen der Schärfe....alles eine Frage der Distanz, wenn man kleine Buben und fette Männer so leichtfertig aus dem Haus läßt.

Grad´wollte ich aufhören...

JoDo 20.05.2007
aber nur ganz kurz:
Mich "stört" mittlerweile die Unlogik in DIESEN Dingen weniger, als dort, wo sie tatsächlich Schaden anrichtet (darüber haben wir uns schon einmal unterhalten).
Die diversen verschiedenen Jahresanfänge habe ich auch erst nach und nach mitbekommen und finde es amüsant, vor allem wenn es darüber dann Gschichtln zu erzählen gibt, wie zum Bleistift diese:
Augustus reklamierte auch einen Monat für sich, nach dem Julius. Dieser Monat, der ursprüngliche Sextus (oder Sextember?) musste aber auch 31 Tage aufweisen, daraufhin wurde die Abfolge 30/31 einfach umgedreht und der eine Tag der dann endgültig zuviel war im Kalender dem Februar - dem armen - abgezwackt.
Weil Du aber auch vom Pluto Februarius gesprochen hast (und von Mariä Lichtmess): auch das war einmal ein Jahresanfang.
Der liturgische Jahresanfang ist dann am ersten Advent, das Bilanzjahr beginnt (?), das Schuljahr - wissen wir -
Es gibt mehr Jahresanfänge zwischen Himmel und Erde, als sich unsere Schulweisheit träumt.
P.S.: "Das Perihel ist der sonnennächste, das Aphel der sonnenfernste Punkt einer Planetenbahn. Die Erde hat ihren Perihel-Durchgang um den 3. Januar (2.–4. Jan.) bei 147,099 Mio. km und ihren Aphel-Durchgang um den 5. Juli (3.–6. Juli) bei 152,096 Mio. km", das weiß´t ja eh und hast halt ein wengerl herumgealbert...
Ich begebe mich jetzt auf meine alltägliche Zeitenwende!

Re: Grad´wollte ich aufhören...

bessawissa 23.05.2007

Es gibt mehr Jahresanfänge zwischen Himmel und Erde, als sich unsere Schulweisheit träumt.


Will ja nicht pingelig sein, aber auch wenn ich mich als amtlich beleidigten Kulturbanausen bezeichnen darf, glaube ich doch zu wissen, daß es heißt: "...als sich unsere Schulweisheit erträumen läßt(, Horatio)."


P.S.: "Das Perihel ist der sonnennächste, das Aphel der sonnenfernste Punkt einer Planetenbahn. Die Erde hat ihren Perihel-Durchgang um den 3. Januar (2.–4. Jan.) bei 147,099 Mio. km und ihren Aphel-Durchgang um den 5. Juli (3.–6. Juli) bei 152,096 Mio. km", das weiß´t ja eh und hast halt ein wengerl herumgealbert...
Ich begebe mich jetzt auf meine alltägliche Zeitenwende!


Ja, äh, gealbert, klar, was sonst, was kann ich dafür, daß die Sonne so unrund läuft Wenn ich auch zugeben muß, daß ich bei der dritten Dezimalstelle nicht mehr auf dem Laufenden war, so spielen doch gerade in Zeiten wie diesen ein paar Millionen auf oder ab wirklich keine Rolle.

Freut mich

JoDo 23.05.2007
dass Du die Sache so locker siehst (ein paar Millionen mehr oder weniger) - wobei mir "mehr" eindeutig lieber wären.

Das Zitat aus Deiner Feder ist sicher richtig, ich hab da beim Schreiben nicht nachgeschaut.

Aber das Geniale am Herumwuchteln unserer Erde im Sonnensystem ist dieses kleine, feine Vor und Zurück im Zeitlauf, was mich so fasziniert.

So sind wir Ende Dezember mit der mittleren Ortszeit gleichauf, Mitte Februar eine Viertelstunde zu früh, Mitte April wieder auf Null, Mitte Mai um vier Minuten hinten, Mitte Juni gleichauf, Ende Juli sieben Minuten vor, Anfang September auf Null, Anfang November 17 Minuten hinten, und Ende Dezember...siehe oben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitgleichung

Wahrscheinlich ist das "Loch" zwischen September und Dezember besonders deutlich zu spüren.




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.