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Schmand

Josef 14.12.2007
In Altbayern gibt es das Wort, das in der Überschrift steht: Schmand. Das ist (so empfinde ich es) ein Mittelding zwischen Rahm (Ö: Obers) und Sauerrahm. Es entspricht so ungefähr der "Creme fraiche".

Weil man dieses Wort nur in Bayern, nicht aber im restlichen Deutschland kennt, würde es mich interessieren, ob es auch in Österreich bekannt ist!

Josef

Eine Ergänzung

Josef 14.12.2007
Es gibt dazu auch das Eigenschaftswort "schmàntig" (helles a!) = rahmig, wohlschmeckend - oder im übertragenen Sinn: attraktiv, begehrenswert (Frau, Mädchen). Schmand ist ein Lehnwort aus dem Slawischen (vergleiche tschechisch smetana = Rahm.

Josef

Nachtrag zum Nachtrag: Grad fällt mir en, dass ich in Österreich schon das Wort "Schmetten" oder "Schmettn" gehört habe - kann das sein? Im Wörterbuch finde ich nichts dazu.

Dass ii des ned g´wusst hab!

JoDo 15.12.2007
Erst durch die Erwähnung und Erklärung Josefs ist mir dieses Wort ins Bewusstsein eingedrungen, obwohl mir die angebotene österreichische Variante "Schmetten" schon irgendwie begegnet sein muss, weiss aber nimmer genau, wo.
Aber der Umweg übers Ausländische ist sehr aufschlussreich:
Rahm heißt auch auf rumänisch, einer an sich romanischen Sprache, "smântână" (Aussprache: Smüntüna). Wohl ein Merkmal des "Balkansprachbundes"
Nur auf Deutsch kenn ich´s ned, na sowas!

Noch was:

JoDo 15.12.2007
http://www.lebensmittellexikon.de/sch00390.php

schreibt:

Schmetten ist eine ostdeutsche und österreichische Bezeichnung für Sahne.

Sehr interessant!

Und:

http://www.lebensmittellexikon.de/sch00140.php

Schmand ist eine durch Milchsäurebakterien gesäuerte, frische Sahne, mit löffelfester Konsistenz. Also eine Sonderform des Sauerrahms. Der Fettgehalt muss mindestens 20% betragen. Schmand ist eine alte bäuerliche Bezeichnung für Sahne. In einigen Gegenden Deutschlands versteht man unter Schmand auch süße Kaffeesahne.

Danke - und gleich noch ein Nachtrag!

Josef 15.12.2007
Servus JoDo!

Dankschön für Deine Nachforschungen! Zu spät - d.h. nachdem ich bereits alles geschrieben hatte - bin ich draufgekommen, dass "Schmettn" auch in Altbayern gebraucht wird - bzw. wurde, denn das Wort ist fast ausgestorben!

Und noch etwas: Die Wurzel dieses Wortes ist dieselbe wie bei "Schmand"! Nämlich smetana.

Das Wort "Schmetterling" steht auch damit in Verbindung.

Sollte man Schmand, bzw. Schmetten nicht ins österreichische Wörterbuch aufnehmen? Ich will das nicht entscheiden, da ich ja Ausländer bin !

Liebe Grüße!
Josef

Sixd!

JoDo 15.12.2007
Deswegen is des aa aso wichtig, dass do aa "Ausländer" mitreden!

Selber kamat i auf so was nie drauf!

Schönen Abend

Hannes

sweet16 15.12.2007
Also wenn ich die malerisch im Raum schwebende Frage ganz naiv beantworten dürfte: wir nehmen's herein, wenn man irgendwo in Österreich dazu so sagt. Das ging nämlich aus allem, was hier in diesem Thread gesagt wurde, bislang noch nicht hervor. Warten wir also, bis sich jemand hier meldet, der schreibt: bei uns in X sagt man Schmand. Oder: bei uns in Y sagt man Schmetten. Sobald sich jemand in diesem Sinn meldet (oder eine andere Ortschaft nennen kann, wo sie's sagen), dann nehm ma's rein. Denn dann (und zwar genau dann) ist es ein österreichisches Wort. Einverstanden?

Ich weiß, ich bin blond, aber vielleicht ist das doch so was wie ein Denkansatz, hmmmm?

-sw16-

sweet little sixteen!

JoDo 15.12.2007
Sooo blond kannst Du gar nicht sein, für das, was Du da schreibst!
Lass Dich "briefen":

http://tinyurl.com/dxk96p

Schmetten, der
Wortart: Substantiv
Wortbildung: Simplex
Bedeutung: fetthältiger Teil der Milch

AT - Kaernten kärnterisch der Rahm
AT - Niederoesterreich mir persönlich bekannt, würde in meiner näheren Umgebung kaum verstanden
AT - Niederoesterreich veraltet
AT - Oberoesterreich böhmisch / egerländisch
AT - Oberoesterreich Rahm
AT - Steiermark auch Schmant, oder Schotten
AT - Tirol Rahm
AT - Tirol veraltet
DE - Bayern Schmand
DE - Niedersachsen bei uns heißt das Rahm
DE - Nordrhein-Westfalen = der Schmand
DE - Nordrhein-Westfalen auch brünnerisch

Belegstellen

Schmetten der (ostmitteld. für Sahne) DUR20

Schmetten der; -s [tschech. smetana] (ostmd.): Sahne. DUW94

Schmetten (österr. schles.) Sahne, Rahm Wahrig97

Schmetten der (ostmd.): Sahne WdS

Schmetten Rahm, Obers Wintersberger95

Nachtrag:

JoDo 15.12.2007
Habe folgendes gefunden:

Rahmschotten/Mascarino:
Diese Rahmspezialität ist wohl besser unter der Bezeichnung „Mascarino“ oder aber auch „Tiramisu-Käse“ bekannt. Der Fettgehalt in der Trockenmasse beträgt 80 Prozent. Der absolute (tatsächliche) Fettgehalt des Produktes liegt aber wesentlich unter diesem Wert, nämlich bei 40 bis 45 Prozent.

http://www.handelszeitung.at/ireds-227.html

sweet16 15.12.2007
Na bitte! So schnell kann das gehen. Beleg da - Wort rein.
Machst du's bitte, JoDo? Ich gehör' da als bloße Gästin eines Members nicht wirklich zu eurer illustren Gesellschaft. Danke jedenfalls.

Wieso little? I bin aansdreianeinzg.

Spaß beiseite, liebe sw16

JoDo 15.12.2007
Trage ich mit großem Vergnügen ein, und zwar Schmetten, obwohl ich nicht genau weiß, welcher Region in Ö das zuzuordnen wäre!

Schlaf süß!
JoDo

Noch einmal mein Senf dazu

Josef 15.12.2007
An JoDo und sweet16!

Ich habe weitere Nachforschungen angestellt und bin dabei, was die landschaftliche Zugehörigkeit der beiden Wörter Schmand und Schmetten angeht, auf ein paar Widersprüche gestoßen.

1. Im Duden werden beide Wörter (geschrieben der Schmant und der Schmetten) geführt, was ja an sich schon bemerkenswert ist. Sie werden beide als ostmitteldeutsch (!) bezeichnet, ihre Bedeutung wird mit Sahne angegeben. Ich trau dem Duden aber sowieso nicht über den Weg, was die landschaftliche Zuordnung von Wörtern angeht!

2. Nach Ludwig Zehetner (Bairisches Deutsch, 2005) gehört der Schmant zur bairischen Hochsprache – was ja auch meiner Erfahrung entspricht – und bedeutet „Rahm, Milchfett“. Der Schmetten wird dort als veraltet bezeichnet, Bedeutung „Speisefett“

3. Bei Johann Andreas Schmeller (Bayerisches Wörterbuch, 1877) ist zu finden: Der Schmand – „dicke Milch, Rahm“ und die Schmete = „Schmand“

Schmeller bezeichnet also beide Wörter als der bairischen (damals bei ihm der bayerischen) Sprache zugehörig, dies steht in gewissem Widerspruch zu der Aussage im Duden.

Aber gerade wegen dieser Widersprüche hat es mich interessiert zu erfahren, ob diese Wörter in Österreich verwendet werden oder wurden, und ob sie als zum österreichischen Wortschatz gehörig betrachtet werden können.

Auf jeden Fall aber: Danke Euch beiden für die Diskussion! Vielleicht melden sich noch andere Leser.

Liebe Grüße!
Josef

Das Lesen hat viel Zeit gekostet

JoDo 16.12.2007
... war aber köstlich amüsant, und abgesehen davon, dass die blöden Ösis wieder keine Ahnung von nix haben, is des schon interessant, dass das Wort nur eine so eingeschränkte Verbreitung hat!

Danke für den link
JoDo

Meli hat narürlich recht!

sweet16 16.12.2007
Ich muss mich bei euch allen entschuldigen!!!

Meli hat recht . Oder wenn ich es grammatikalisch nicht ganz zimmerrein formulieren darf: Meli hat von uns allen am rechtesten.

Ich bin eben doch blond.

wir nehmen's herein, wenn man irgendwo in Österreich dazu so sagt. Denn dann (und zwar genau dann) ist es ein österreichisches Wort. Einverstanden?


Das war schlicht und ergreifend Schwachsinn von mir! Denn daraus würde folgen, dass 'Klavier', 'Handschuh', 'Königin' und 'Wasserfall' auch "österreichische" Wörter sind, weil sie ja in Österreich auch jemand verwendet.

Meli, bitte entschuldige meine Blödheit. Ich hätte mich, meinem Vorsatz folgend, hier gar nicht mehr rein melden sollen und sollte auch in den Winterschlaf gehen, damit mein ramponiertes Gehirn sich vielleicht wieder erholt.

Ich wollte helfen und habe nur alle noch mehr irritiert, sekkiert, verwiert und vor allem euch alle sehr von oben herab behandelt, woraus folgt: sweet16 ist selbst das größte Jödittl aller Zeiten.

Unqualifizierte Äußerungen lassen sich leider nicht zurücknehmen. Aber vielleicht nehmt ihr, Meli, JoDo und Josef, meine Entschuldigun an. ?

Tut mir leid. Es wird so schnell nicht wieder vorkommen.

Frohe Weihnachten!

Marga

Post scriptum: Meine Strafe vom Himmel habe ich schon erhalten. Ich konnte nicht schlafen und weiß jetzt, warum. Wer Fachfrau für Pressbirken ist, soll über Rahm nicht schreiben. Und über Kabelwerke auch nicht. Meine Zerknirschung ist echt!

Re: Schmand

hertaleis(at)sonnenkinder.org 04.01.2008
Schmand ist die deutsche Creme fraiche. Ich habe es von meinen österreichischen Vorfahren nie gehört. Hier in DE erst 1987, als plötzlich alle Geschäfte voll von diesem Schmand waren. Zwei Kolleginnen, die einst Flüchtlingskinder aus dem Nord-Osten Deutschlands waren, kannten den Ausdruck bereits. Schmand ist fetter (ca. 20-23 %)als Saurer Rahm (ca. 10 %).

Re: Schmand

Koschutnig 07.06.2008
Noch was u. a. zum Schmand:

Kürzlich gesehen als Bestandteil mehrerer Produkte einer Lebensmittelkette mit deutscher Herkunft. Falls ich sie wiederfinde, nenn ich sie hier.

Das Wort ist verwandt mit engl.smooth- so wie der Zahnt (Zahn)mit tooth, ein german. Wort. Nur zufällig lautet es gleich an wie das aus dem Slawischen entlehnte 'Schmetten'.

Zur Verbreitung von Schmant - Rahm - Obers - Schmetten - Sahne gibt's Interessantes im Deutschen Wortatlas von Mitzka-Schmitt, Bd. 5. Schmand gibt's in vielen deutschsprachigen Gegenden, auch im Elsass und ebenfalls in den Niederlanden, wo er aber offiziell room heißt.

Sahne war vor 80 Jahren übrigens noch ein nord- und mitteldeutsches Regionalwort! Das Deutsche Milchgesetz vom 31.Juli 1930 definiert den Rahm, nicht die Sahne, schreibt vor, dass 'Schlagrahm' mindestens 28% Fett haben müsse und verbietet die Herstellung von 'Kunstrahm' aus Magermilch und Kokosfett.) Der 20-bd. Gr. Brockhaus 1928-1935 schreibt "Rahmstationen: Molkereien, von denen nicht die Milch, sondern der Rahm gesammelt wird" und erklärt "Schlagrahm in saurer Form [u:2zm5ljt3]Tunken[/u:2zm5ljt3]bestandteil" - und da singt dann ein Kärntener "Aber mit S a h n e ,bitte"!

Rahm von mhd. roum müsste hochsprachlich eigentlich korrekterweise "Raum" heißen. Es ist Mundartausprache wie [ba:m] zu Baum. "Raum" gab es neuhochdeutsch zwar, es hat sich aber nicht durchgesetzt. Das -h- in 'Rahm' ist historisch falsch. Es wurde wie beim 'Zahn' als Längezeichen in viele Wörter eingefügt, nachdem das sprachgeschichtlich echte 'h'[ch] vielerorts unter Ersatzdehnung des vorhergehenden Vokals verstummt war, man denke an "Vieh", wo das -h- richtig, aber das -e- ein solches, historisch ebenfalls falsches Dehnungszeichen ist. Die Probe kann immer mit unsrerer Mundartaussprache gemacht werden: Vieh [fi:x] - h- korrekt, -e- falsch; ziehen [tsiagn]-e- und -h- korrekt, liegen[li:gn] -e- falsch; lieb[liap] -e- korrekt.

In Wien kam 'Obers' auf , und wegen der nunmehrigen Redundanz von 'Rahm' fand man dafür eine neue Bedeutung: In allen Wiener Kochbüchern steht 'Rahm' für Sauerrahm.

Ganz das Gleiche ist ja jetzt auch dem Schmand zugestoßen, der süßer Rahm war und jetzt, wie JoDo vom Deutschen Lebensmittellexikon.de berichtet, "gesäuerte frische Sahne" werden musste.

Gleiches passiert ja oft:
'senkrecht' vom Senkblei sei nicht dasselbe wie 'lotrecht' wird gelehrt, senkrecht sei im rechten Winkel gegen eine Unterlage, lotrecht aber hin zum Erdmittelpunkt, obwohl Lot=Blei; und gar mancher ist überzeugt, einen Unterschied zwischen Herrn- und Steinpilz zu wissen und kann ihn sogar erklären. Die Pampelmuse (ein tamilisches Wort) ist im Holländischen immer noch die Grapefruit und auch in den neuen dt. Bundesländern, wo man keinen Zugang zur amerikanischen Grapefruit hatte. Im Westen und bei uns gibt's aber jetzt beide als verschiedenes Obst. Die Pomeranze (ein "kress"-farbener "Apfel") ist bei Polen und Russen einfach die Orange, bei uns aber ist sie nur die Bitterorange ( engl. Seville orange) - ich kannte aus einem uralten Märchenbuch aber noch das "Märchen von den drei Pomeranzen", und da waren keine Bitterorangen gemeint.

Re: Schmand

Padme 19.07.2008
Guten Morgen!

Also, alle Achtung, da sind ja wirklich Leut hier die sich auskennen. Also, ich ghör ned zu denen.
Aber trotzdem muss ich da zum Thema Schmand was loswerden. Also, ich wohn in Österreich an der Grenze zu Bayern. Und obwohl sich der Dialekt in Oberösterreich meiner Meinung nach erhelblich von dem im angrenzenden Niederbayern unterscheidet (ja, ja es ist halt so, dass uns sehr viel mehr trennt als nur der Inn), kann man gewisse Affinitäten nicht leugnen. "Herendt und Drendt" gibt es so manches Wort, das sich der eine vom anderen "gefladert" hat. Aber Schmand gehört nicht dazu. Bei uns wird das nicht verwendet. Kein Oberösterreicher älteren Semesters verwendet es. Und da ich sehr gern koche und auch des öfteren Rezepte weitergeb, hab ich festgestellt, dass den Schmand bei uns auch so gut wie niemand kennt. Aber kaum bist über der Grenz nach Deutschland ist das allen ein Begriff. Meine Oma ist aus Bayern. Obers ist für sie Sahne, Schlagobers ist Schlagrahm, (Sauer)rahm ist für sie Saure Sahne und Creme Fraiche bezeichnet sie als Schmand (ja ja, ich weiß schon dass der Fettgehalt ein anderer ist, aber so an alten Menschen hält das nicht ab. ). Da ich des öfteren mit dieser Oma gekocht hab, hat das anfangs bei mir zu einiger Verwirrung geführt. Besonders, da ich auch mit meiner anderen Oma viel gekocht hab, die aus dem Salzkammergut ist.
So ging neben dem Kochen immer ganz schön viel Zeit zur "Begriffserklärung" drauf.
Meine Oma ausm Salzkammergut kannte nämlich keinen Schmand, ja der war sogar der Begriff Creme Fraiche fremd. "Ahso, an Schottn moanst" Schottn ist der fetthaltige, gestockte Teil der sich bei frischer Milch nach einiger Zeit oben absetzt. Vergleichbar mit Schmand (wenn auch vom Fettgehalt etwas anders).
Also, der Begriff Schmand, oder besser gesagt das Produkt mit der Bezeichnung Schmand gibts bei uns erst seit na ja, ca. Ende der 80er Jahre.
Meine Freundin fragte mich beim Kochen: "Und was soi des da sei? Schmand?" Als ich es ihr erklärt hatte, sagte sie:"Aso, irgendso a bayrisches Gfrast, versteh scho. Wos kaufst denn ned einfach a Creme Fraiche?"
Also, ich sprech jetzt nur für Oberösterreich, vielleicht nur fürs Innviertel. Koana sagt bei uns Schmand ohne zu wissen, dass das a deutsche (bayrische) Bezeichnung ist. Des Wort is "importiert".

OK. Also, das sollte jetzt nur eher anektotenhaft sein, keine sprachwissenschaftliche Dissertation, weil dafür bin i zu ungebildet. Also, bitte ned steinigen....

Also, meiner Erfahrung ist die Bezeichnung Schmand dem bayrischen Dialekt zuzuschreiben, alteingesessene Oberösterreicher kennen sie nicht mal. Aber sie hat sich mitlerweilen eingebürgert. Bleibt die Frage, ob Schmand also nun "a unsriges" Wort ist, weil wir es jetzt schon über 20 Jahr benutzen. Was wiederum die Frage aufwirft ob es dann überhaupt "unsrige Wörter" geben kann, ja ob man überhaupt das Monopol auf gewisse Wörter und Ausdrücke haben kann, bzw. ob man überhaupt a jedes Wort einer Region zuordnen kann. Sprache an sich ist doch ständigen Veränderungen unterworfen, fließend sozusagen, man kann nur versuchen sie zeitweilig in Büchern festzuhalten....

Z.B. Der "Szene-Ausdruck" Geil. Meine Oma verwendet das Wort auch, aber in ganz anderem Sinn. Sie sagt:"Da Guglhupf is zu geil worn". Also ein zu übppig geratener Kuchen.

Jaa...alles is möglich aber nix is fix.

Gruß P.

Sahne – Standarddeutsch und in Dialekten

System 23.07.2008
.

Standarddeutsch:

der Obers (at); 25 bis 29 % Fet
der Rahm (ch); 25 bis 29 % Fet
die Sahne (de); 25 bis 29 % Fett
der Schlag (at)
der Schmand (de); 20 bis 29 % Fett

der Schlagobers (at)
der Schlagrahm (ch); 30 bis 35 % Fett
die Schlagsahne (de); 30 bis 35 % Fett

(z. T. nach Variantenwörterbuch des Deutschen)
http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/lexikon/milch/schmand.htm


In Dialekten:

d Nydlè (Bern, ch)
dèr Nydèl (Ostschweiz)

der Rahm (Bayern, de)

der Schmand (Bayern, de); 20 bis 29 % Fett
der Schmant (de)
der Schmetten (WIen, at)

.

Re: Schmand

wuppl 29.12.2008
irgendwann war da doch noch was mit dem schmand.

ich kenne den schmand aus österreich definitiv nicht, dafür war meine kochwissenschaftliche verwirrung ium saarland und in hessen perfekt, als ich derartiges gehört habe.

mir will dieser begriff eher "germanisch" denn "alpenslawisch" scheinen.

lg und guten rutsch

wuppl




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.