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Remasuri

evemax 12.05.2006
wer kennt das Wort Remasuri. Scheint aus dem alten Wien zu stammen.
Ich erinnere mich an einen Zweizeiler aus meienr Kindheit

droben auf der Türkenschanz gibts a Remasuri
's tanzt der Herr von Petersil mit der Madam Puri (porree)

Remasuri

Sparifunkerl 21.05.2006
Es könnte
Durcheinander, Chaos, Getöse, Tumult etc.
bedeuten.

Gruß vom
Sparifunkerl

Remasuri

JoDo 30.06.2006
Datenbank zur deutschen Sprache in Österreich http://oewb.retti.info/
http://oewb.retti.info/oewb-public/show.cgi?lexnr=c3w9iHYkIpDWo1bVzsBRziv5E%5CDM4iZ63IvYR2L1I0ibfo4nfNU9zA==&pgm_stat=show

12.07. - 19.08. WIENER OPERETTENSOMMER 2006 „Remasuri auf der Wieden“

Der Wiener Operettensommer 2006 feiert heuer seine 4. Saison. Die einzigartige Wiener Operettenrevue Remasuri auf der Wieden bietet ein Potpourri der größten Welterfolge von Franz Lehar über Robert Stolz bis hin zu Johann Strauß.

Unter dem Motto Sommer in Wien - Operette in Wien werden wunderbare und unvergessene Operetten-Melodien (wie etwa Heut geh ich zu Maxim, Dein ist mein ganzes Herz oder Freunde, das Leben ist lebenswert), Wiener Klassiker (von der Tritsch Tratsch Polka bis zu den Geschichten aus dem Wienerwald) und frivoler französischer Esprit (mit dem Can Can von Jacques Offenbach) zu einer bunten Revue zusammengefasst. Ein 2-stündiges Feuerwerk der Goldenen und Silbernen Operettenära. Nähere Details zum Programm erhalten Sie auf der Webseite des "Theater Akzent" (siehe Link in der Infobox!).

Theater: Remasuri

von Felix Dvorak nach Georges Feydeau

Der tollpatschige Freizeitlibrettist Oskar Jelinek löst Verwirrungen im Haus einer Operettensoubrette aus und alles endet in einem riesigen Remasuri.

(MIT: Andrea Kunesch, Inge Maux, Jutta Rudle, Felix Dvorak, Rudolf Pfister u.a.)
Lucette Walter ist eine umschwärmte Wiener Sängerin und hat mit dem Kümmerer Stengel ein Kind, das in einem Internat auswächst.
Lucette wird von einem russischen Grafen umworben, während ihr Geliebter, Graf Waldberg die eifersüchtige Künstlerin ohne Schaden verlassen möchte, weil er die Tochter einer reichen Baronesse zu heiraten plant.
Als in dieses Durcheinander der Freizeitlibrettist Oskar Jelinek platzt, nimmt das Verhängnis seinen Lauf.
Infos:
Regie Felix Dvorak

http://www.remasuri.at/remasuri.php

http://www.grande-remasuri.de/

Übersetzung

JoDo 03.09.2006
Jetzt fehlt nur noch die Übersetzung:

Remasuri - (neudeutsch) Event!

HeleneT 03.09.2006
Der Wiener sagt dazu heute eher: a Festl

Wortverwandt?

Hexenkraut 05.09.2006
Deckt sich die Bedeutung mit RAMASURI? kenn ich als Wort für Chaos., unordentliches Zimmer.

Hexenkraut

Re: Wortverwandt?

JoDo 05.09.2006
Deckt sich die Bedeutung mit RAMASURI? kenn ich als Wort für Chaos., unordentliches Zimmer.

Hexenkraut


Das kann ohenweiteres sein, jedoch ist im Wiener Raum speziell im 19. Jh. das Wort - mit a oder e ist wurscht - für eine Veranstaltung, Fest, umtriebiges Geschehen,... verwendet worden. (Operette Wiener Blut/J.Strauß: Drauß´d in Hietzing is´a Remasuri...)

vlG
JoDo

...a schöne Remasuri!

Halawachl 16.08.2007
...kenne Remasuri aber schon auch aus Wien in der Bedeutung von Durcheinander:
,,....No servus. Das is' a schöne Remasuri ! / Ihr hab'ts da a schöne Remasuri !"

Brezi 16.08.2007
Ohne es gerichtstauglich beweisen zu können, würde ich behaupten, dass das Wort Remasuri ursprünglich das bedeutete, was JoDo angegeben hat, nämlich svw. (Event). Eventuell könnte man auch Remmidemmi oder Mulatschag (ungar. Fw, von 'mulatság' mit ähnlicher Bedeutung) sagen. Im übertragenen Sinn verwenden es heute manche auch für Wirbel im Sinne von Durcheinander. Das alles ist aber nur meine subjektive Vermutung, die für mich bestenfalls durch den Liedtext "draußt in Hietzing gibt's a Remasuri" utermauert ist (wenn man einmal unterstellt, dass der Dichter dieser Worte kein heilloses Durcheinander beschreiben wollte, sondern eher Volksfeststimmung. Hoffe, zur allgemeinen Verwirrung beigetragen zu haben.

LG Brezi

P. S. Mich würde aber noch mehr die Herkunft dieses Wortes interessieren. Das Wort hat zwar einen leicht romanischen Klang, aber ich assoziiere dabei kein mir bekanntes Wort aus dieser Sprachfamilie.

P. P. S.: Wenn meine Vermutung richtig ist, dann hätte das Wort 'Remasuri" eine gleiche Entwicklung durchgemacht wie 'Bescherung' (vgl. Weihnachsbescherung > 'schöne Bescherung')

Der gute alte Duden

Russi [Admin] 16.08.2007
So ein kurzer Blick in den Duden hilft doch immer wieder mal:

Ra|ma|su|ri, auch Remasuri die; - <wohl aus rumän. mdal. ramasuri "Durcheinander, Allerlei">: (österr. ugs.) großes Durcheinander, Wirbel

Gruss Russi

Danke, Russi!

Brezi 16.08.2007
Vielen Dank fürs Nachschau'n!

Nie hätte ich gedacht, dass man zu diesem Wort gerade im Duden fündig wird. Das war mein erster Irrtum. Mein zweiter: nun, meine Vermutung, 'Remmidemmi' wäre die ursprüngliche und 'Durcheinander' die sekundäre Bedeutung gewesen, ist damit als falsch vom Tisch. Aber jetzt weiß ich wenigstens, aus welcher Sprache das Wort kommt (und dass es mir zu Recht so romanisch vorgekommen ist). Somit hat mich Russi mit seinem Wenigzeiler gleich um drei Erkenntnisse reicher gemacht. Das nenne ich kompakt!

LG Brezi

Stimmt so!

JoDo 16.08.2007
Klingt allerdings aus dem Mund meiner Gattin ( * rom.) ungefähr:
Ramaßuur - so ein Schluss-i ist immer stumm! - und meint Chaos.
Da hat sich schon ein kleiner Bedeutungswandel eingestellt.

Brezi 16.08.2007
Das kann ich mir lebhaft vorstellen. Für mich ist rumänische Aussprache "ein böhmisches Dorf mit sieben Siegeln" (klassische Kontamination, sixtas!). Kenn nur drei rumänische Wörter auf -i, und die sind wirklich alle stumm: Bucure?ti - aici - cinci. Fois mas so schreibt. Habe früher (so um 1971) öfter Deutsche Welle auf Rumänisch gehört. Damals ist es mir dem Lateinischen sehr ähnlich vorgekommen. Aber damals war ich auch ein realitätsferner Romantiker, während ich heute eher so ein bissl romantisch und realitätsfern bin (der Witz war jetzt eindeutig nach Kishons Strickmuster). Auf jeden Fall: Ausspracheregeln im Slawischen erscheinen mir gegenüber Rumänisch babyleicht (nur Irisch-Gälisch ist noch verflixter). Du musst mir allein schon einmal erklären, was die Dacherln (circonflexes) auf dem a und i für eine Bedeutung haben. Ich meine zu glauben, dass man  und Î ganz anders ausspricht, als es der gutgläubige Laie erwarten würde. Aber das hat an einem anderen Tag Zeit. Für heute ist jede weitere Präsenz von mir am Bildschirm total kontraindiziert. Servus allen und eine gute Nacht!

Rumänische Aussprache

JoDo 17.08.2007
Also:

Das a mit Cirkumflex (â Â) ist ganz leicht auszusprechen! Wie ein "fallengelassenes" ü.
Du sprichst ein ü aus, während Du Dir die Nase zuhältst und die Kehle würgst! Ganz einfach, wie gesagt.
Damit nicht genug: Den Buchstaben gibt es in zweifacher Ausführung: mit a oder i geschrieben. Î wird meistens am Wortanfang verwendet (Beispiel: început, Anfang. Aussprache: Üntscheput). Wird aber oft nicht viel anders als ein i ausgesprochen. Im Wortinneren schreibt man es dann mit â (România, Rumänien. Aussprache: Romünia, Betonung auf i).

Das a mit brevis (? ?) ist ein leichteres a, ein bisserl ins ä oder å hinein, aber nicht viel und dient hauptsächlich zur Markierung eines unbestimmten Artikels: scara: die Stiege, scar?: eine Stiege.

Weitere Schmankelrn:

Das s mit tiefgestelltem Komma (obwohl das typografisch auch in die Kategorie "cedille" fällt, schaut es doch anders aus) ? ?. Aussprache: Sch. Da gibt´s eigentlich nix bemerkenswertes.

Das t mit tiefgestelltem Komma ? ? ist ein z oder tz (das z ist da nach unten gerutscht),während
!aufpassen!
ein geschriebenes z immer wie ein gesummtes s auszusprechen ist und ein geschriebenes s wie ein scharfes oder doppel s (Ich sag´s z.B. immer falsch in univer"ss"itate?. Neulich falsch geschrieben: " Ich schicke Dir einige Fotos: Î?i trimit ni?te poze, Aussprache: Ütz trimit nischte pose, habe ich doch glatt mit s geschrieben, eine Posse!).

Ein j wird wie ein weiches sch ausgesprochen: Jandarmerie (kein Witz, das schreibt man so!).

Ein g, das wie ein g klingen soll braucht ein stummes h hinterher, sonst klingts wie ein englisches oder französisches dsch: Gheorghe (Zamfir): George, während George: Dschordsch. Gibt´s beides im Rumänischen und wird auch so ausgesprochen. (Giurgiu: Dschurdschu).

Beim c ist es wie in manchen anderen Sprachen auch: mit e oder i verbunden, wirds zum tsch, sonst ist es ein k (cinci: tschintsch, fünf; Ce faci? Tsche fatsch? Was machst du?, Cam a?a! Kamm ascha! So auf diese Art!).

Wie schon richtig bemerkt, ist das Schluß-i stumm. Ich muss mich immer ärgern, wenn die Chris Lohner am Westbahnhof den Dacia-Express nach BUKURESST[u:sdornli9]I[/u:sdornli9] statt nach Bukurescht ansagt.

Jetzt falltma auf die gache nix mehr ein. Wenn Euch mit meinen bisherigen Ausführungen gedient ist, dann freut es mich, falls ich noch weitere Klarheiten beseitigen kann, gerne.

Etwas Technisches

Brezi 17.08.2007
Für JoDos interessante Erklärungen habe ich mich eh schon persönlich bedankt. Noch einmal danke!

Jetzt will ich hier zu etwas anderem Stellung nehmen: mein letztes Posting weiter oben ließ sich nämlich gestern nicht absenden, sondern ich landete in einer ziemlich chinesisch anmutenden Seite mit dem Hinweis ("debugging mode"). Russi: hast du gestern gegen 21 Uhr online experimentiert? Doppelt interessant, dass meine Nachricht nunmehr vollständig in diesem Beitrag aufscheint.

Alles Liebe!

Brezi!

Mehr noch, Brezi

JoDo 17.08.2007
der Beitrag war gleich doppelt drin, habe einen (tschuing ascho) rausgelöscht. Die debug mode Meldung habe ich auch heute Vormittag bekommen und Russi gemailt, vielleicht weiß der was damit anzufangen. Möglicherweise ist das Programm mit UTF-8 doch überfordert, es kann ja mit den Sonderzeichen in Zusammenhang stehen. Übrigens sind die Zeichen in der Vorschauseite ganz korrekt dargestellt.

Brezi 17.08.2007
Also hat die Edit-Erlaubnis für Fremde doch ihre Berechtigung. Danke! An den Sonderzeichen könnte es natürlich liegen. Ich habe die typisch rumänischen Buchstaben noch nie hier verwendet, wohl aber die mit Hatschek (und die funktionierten).

Übrigens dürfte es doch nicht an Helvetica liegen, dass gewisse Buchstaben in meiner privaten Mailbox nicht richtig angkommen. Hast du beim Senden die Optionsmöglichkeit "als Unicode senden"?Falls ja, probier es beim nächsten mal damit. Aus Erfahrung weiß ich, dass so das meiste unverändert rüber kommt.

Liebe Grüße und nochmals danke!

Brezi!

Unicode

Russi [Admin] 17.08.2007
Hallo Leute,

verzeiht mir bitte wenn Unicode im Forum noch nicht so 100%ig funktioniert, da ich noch auf das nächste Update der Forum Software warten will. Allerdings sollten die meisten alltäglichen Dinge problemlos klappen.

Übrigens: Ihr seid ja mit unterschiedlichsten Sprachen bekannt, deshalb hier mal eine Frage. Gibt es eine vernüftige Seite (so wie die hier ) auf welcher die wichtigsten Wörter sehr vieler Sprachen zu finden sind? So eine Art Weltwörterbuch? Kennt hier jemand etwas?

@JoDo: Danke für den Screenshot, ich vermute es liegt ein ein paar der Sonderzeichen möchte das aber derzeit nicht weiter verfolgen da ein Update der Forum Software nicht mehr zu lange dauern sollte.

Gruss Russi

Brezi 17.08.2007
Russi, leider! Ich kann dir (da ich doch einige Sprachen über deren Namen hinaus kenne) bestenfalls anbieten, dir ein wenig über Alfabete und deren Aussprache von einigen europäischen Sprachen zu liefern, wenn du konkrete Fragen hast. Ein Universalwörterbuch, das vermutlich für dich die beste Lösung wäre, kann ich leider nicht dienen. Das googelst du dir wahrscheinlich schneller zusammen als ich es kann.

Danke für deine Bemühungen. Außerdem will ich mich noch einmal dafür bedanken, wie schnell der Chatroom optisch und funktional Gestalt angenommen hat. Ich glaube, die Dauergäste unter uns werden schnell daran Gefallen finden und dann können wir endlich auch direkt kommunizieren anstatt einander nur Kommentare "auszurichten". Ich habe es gestern bereits länger ausprobiert und obwohl ich sonst nicht chatte hat mir das viel Spaß gemacht. Danke, du guter Geist!

LGW

Weltwörterbuch

Russi [Admin] 17.08.2007
Die Frage zielte weniger in die Richtung, dass ich spezielle Wörter suche - das geht recht gut in den gängigen Sprachen.

Die Frage war eher so gemeint, dass ich mir dachte "es wäre doch schön mal zu sehen was heisst xyz in allen möglichen Sprachen". Also so ähnlich wie die Seite hier aber nicht mit dem Ziel eine Sprache zu fördern (bzw. einen Dialekt) sondern ein Forum für alle Sprachen und deren Ausformungen zu bieten. Sozusagen Ostarrichi global. Ich werde mal suchen ob es da was gibt ... sonst muss ich mir da mal ein paar weitere Gedanken machen - nachdem UTF8 auch so langsam Form annimmt ... සිංහල

Übrigens war der "debug" Fehler wirklich durch Sonderzeicher verursacht und sollte (hoffentlich) nicht mehr auftreten.

Gruss Russi

Re: Weltwörterbuch

Zaglbauer 18.08.2007
Die Frage zielte weniger in die Richtung, dass ich spezielle Wörter suche - das geht recht gut in den gängigen Sprachen.


Zu gewissen, häufigen Wörtern gibt es auf wiktionary eine reiche Auswahl an Übersetzungen:
z.B.
http://de.wiktionary.org/wiki/Wasser
Ich hoffe, es hilft Dir.

Herzliche Grüße
Zaglbauer

Amalia 19.08.2007
JODO VORSICHT

Das a mit Cirkumflex (â Â) ist ganz leicht auszusprechen! Wie ein "fallengelassenes" ü.
Du sprichst ein ü aus, während Du Dir die Nase zuhältst und die Kehle würgst! Ganz einfach, wie gesagt.

wenn Gottschalk sowas im Fernsehn bringt, sagt er immer Kinder bitte nicht nachmachen

ich aber, natürlich hirnlos wie ich bin, sofort die Nase zugehalten, mich gewürgt und üüüüüüüüüü gesagt

ergebnis: ÜÜRCKCHCKückcküchrröchelckkküüühhiiiiluftschnapp grade nochgerettet

Amalia: Sehr gut geübt!

JoDo 19.08.2007
Du kannst die Hände wieder von der Gurgel herunternehmen.
Außerdem bin ich bei einem Selbstversuch (überlebt!) draufgekommen: Es geht auch ohne Würgen.

NAAA!

Herrschaften! Mit dieser Erläuterung wollte ich nur ausführen, dass es Laute gibt, mit denen sich unsere Kehlen halt ein bisserl schwerer tun, als es uns die Sprachführer weismachen wollen, die oft auch Laute für Norddeutsche erklären, wenn wir das nach deren Angabe ausführen, geht´s garantiert daneben.

Lob an Amalia, die so brav mitgemacht hat!

Re: Remasuri

System 03.11.2007
Remasuri, auch Rammasuri, die
ugs. für großes Durcheinander, Wirbel. Wird vorwiegend in Wien verwendet.


wer kennt das Wort Remasuri. Scheint aus dem alten Wien zu stammen.
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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.