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Wien’s muffiger Underground

Weibi 16.08.2011
Jedem Kanalratz, der sich für längere Zeit in Wien einzunisten gedenkt, ist es sehr zu empfehlen, die Spuren Harry’s bei einer “3. Mann-Tour” zu verfolgen. Gebucht werden kann diese feucht-fröhliche, muffig-süßeliche Eskapade bei https://www.wien.gv.at/umwelt/kanal/dritte-mann-tour.html.

Bereits 1949 unvergeßlich verewigt mit edler Besetzung: Orson Welles alias Harry Schleim (englisch: Slime). Wenn Sie Schleim nicht mögen: Bitte machen Sie diese Tour nicht! Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede. Da helfen auch alle, von den Veranstaltern so freundlich zur Verfügung gestellte Gummibonbons nichts.

Auch Joseph Cotton war mit von der Partie. Sollten Sie, und entgegen meiner Warnung, sich doch dafür entscheiden, so kann man Cotton übrigens gut gebrauchen. Stecken Sie unbedingt ein paar Bällchen ein. Aber Vorsicht, stopfen sie Sie in den richtigen Ort. In die Nasenlöcher nämlich!

Immerhin wurde die letzte Leich’ vor ca. 100 Jahren angeschwemmt.
Statt Schiebern (heute: Dealern) schleichen sich jetzt Grafitti-Maler im 14 km überwölbten Wien-Fluß herum. Und schon wieder ist Vorsicht geboten: Was immer auch Sie dazu bewegt, es den Grafitti-Malern gleich zu tun, tun Sie es nicht bei Schlechtwetter. Mit dem Wien-Fluß ist nicht zu spassen. In Minutenschnelle schwillt dieses harmlos erscheinende Flüßchen um das 2000-fache an, und dann lautet die erste und einzige Parole: Nix wie raus!

Ein Kuriosum: Heute malt man an dieser Stelle “underground”. An der Oberfläche, nur wenige Meter vom Einstieg entfernt, wurde 1898 das Ausstellungshaus der Wiener Secession gebaut, der u.A. Gustav Klimt, Koloman Moser und Josef Hoffmann angehörten.

Ah, noch ein Kuriosum, lieber auswärtiger Wien-Gast: Ebenfalls ganz in der Nähe des Ein-/Ausgangs befindet sich der Naschmarkt. Lassen Sie sich dort unbedingt nach absolvierter Tour mit allen erdenklichen Gaumen- und Geruchsfreuden verwöhnen (nicht vergessen, den Cotton heraus zu nehmen!). Prost und Mahlzeit.

Für alle Unverbesserlichen, die dann noch nicht genug haben, gibt es hier zusätzliche Infos über Wiens 2400 km langes Kanalsystem (entspricht der Luftlinien-Entfernung Wien-Kairo): https://www.wien.gv.at/umwelt/kanal/kanallexikon.html

Wien’s: Muffig ist vor allem dieser dämliche Genitivapostrop

System 12.04.2012
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Muffig ist vor allem dieser dämliche Genitivapostroph ...

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Re: Wien’s muffiger Underground

Weibi 04.05.2012
Hast Du den Mut, Dich etwas Genauer auszudrücken?

Oder bist Du so einer, der nur mal schnell wo reinschaut, etwas Unangenehmes sagts, dann wieder verschwindest und auf nimmer Wiedersehen? Würde mich nicht wundern.
Und ausserdem, ich habe schon vor einem Jahr gepostet. Aber dass Du nicht der (sc)hellste bist, weiss ich eh schon lange.

So puta bordell!

Es gibt keinen Genitivapostroph.

System 06.05.2012
Hast Du den Mut, Dich etwas Genauer auszudrücken?

Oder bist Du so einer, der nur mal schnell wo reinschaut, etwas Unangenehmes sagts, dann wieder verschwindest und auf nimmer Wiedersehen? Würde mich nicht wundern.
Und ausserdem, ich habe schon vor einem Jahr gepostet. Aber dass Du nicht der (sc)hellste bist, weiss ich eh schon lange.

So puta bordell!


Es gibt keinen Genitivapostroph. Weshalb ist dir ein solcher Hinweis unangenehm?

Re: Es gibt keinen Genitivapostroph.

Koschutnig 06.05.2012

Es gibt keinen Genitivapostroph.

Diese allgemeine Behauptung zeugt von der Rückständigkeit mindestens eines Schweizers, denn:

1.) immer korrekt war die Übung, den Apostroph als Auslassungszeichen zur Kennzeichnung des Genitivs von Namen zu verwenden, die auf s, ss, ß, tz, z, x, ce enden und keinen Artikel o. Ä. bei sich haben, was auch gilt, wenn diese Endungen im Nominativ nicht ausgesprochen werden [§ 96 (1) des amtlichen Regelwerks].
Hans Sachs' Gedichte, Le Mans' Umgebung, Grass' Blechtrommel, Voß' Übersetzung, Ringelnatz' Gedichte, Càdiz' Hafen, Marx' Philosophie, das Leben Johannes' des Täufers, Maurice' Freundin, Amiens' Kathedrale.

2.) Nur in der Zeit zwischen der Rechtschreibreform von 1901 bis zur nächsten Reform von 1998 galt der Apostroph als reines Auslassungszeichen und war als Genitiv-Kennzeichnung vor -s „falsch“, wenngleich er nie zur Gänze verschwunden war: Beck’s Bier.

3.) Nicht als Auslassungszeichen, sondern zwecks Verdeutlichung der Grundform eines Personennamens wird der Apostroph jetzt nach § 97E des amtlichen Regelwerks http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/download/regeln2006.pdf - S.99 nicht nur bei der Einstein'schen Relativitätstheorie oder den Hauff’schen Märchen, beim Ohm’schen Gesetz oder den Bernoulli’schen Gleichungen verwendet, sondern ist bei Personennamen auch auch vor dem Genitiv-s zulässig:
• "Carlo's Taverne", "Andrea's Blumenecke" (zur Unterscheidung vom männlichen Vornamen Andreas), "Willi's Würstchenbude" oder "Karl May’s Gesammelte Werke" (so in der Wikipedia, der freien Enzyklopädie.
"Diese Liste führt die Werke Karl Mays auf, wie sie vom Karl-May-Verlag seit 1913 in der Reihe "Karl May’s Gesammelte Werke" (ab Band 91 auch "Karl May’s Gesammelte Werke und Briefe") herausgegeben wurden.


Ein Genitiv-Apostroph "Wien's..." ist allerdings, da es sich bei "Wien" um keinen Personennamen handelt, im Schul- und Amtsgebrauch nicht statthaft - das aber sollte für einen Schweizer mit seinen -ss- für amtliches -ß- und mit so seltsamen Wortbildungen wie "zögerlich" und "eindrücklich" usw. wirklich kein Grund sein, sich in einem österr. Forum in so penetranter Art als Schulmeister aufzuspielen!

Weibi, vergib ihm, denn er weiß wohl nicht recht, was er tut!

Re: Wien’s muffiger Underground

Weibi 23.05.2012
Danke, Danke, Danke,
lieber Koschutnig.

Ich war eingangs sehr verwirrt, da ich die Rechtschreibreform schon im Ausland miterlebt und daher nie so richtig gelernt habe; ich wende sie mehr oder weniger "intuitiv" an, was ich halt so in Deutsch zu lesen bekomme. Ausserdem habe ich zu Hause keine automatische deutsche Korrektur (auch kein scharfes s, das müsste ich mit Sonderzeichen einflicken, aber das ist mir nevig, also ich habe keine deutsche Tastatur).

Und ach ja, dem Oberhänslir hab ich schon längst verziehen, ich hatte wohl einen schlechten Tag, sonst hätte ich gar keine Stellung genommen.

Liebe Grüsse,
Weibi

@Oberhänslir: Unangenehm? Ich bin im allgemeinen immer aufgeschlossen gegenüber konstruktiver Kritik. Vielleicht hat mich ja deine Ausdrucksweise genervt. Nachdenk .....




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

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Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.