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heute bei orf.at: Wien kämpft gegen Ragweed

reinhard 06.09.2011
Heute bei http://orf.at : http://wien.orf.at/stories/536121/

...Die Ragweed -Pollen führen bei vielen Menschen zu starken Beschwerden....
...und in Kleingärten habe man extra Infofolder verteilt...

Muss das den wirklich sein? Haben wir da wirklich keine österreichischen Begriffe.
Warum geht da nicht einfach Taub'nkraut (oder Taubenkraut, wenn's scho nach der Schrift sein soll) und statt Folder könnte man doch auch Faltblatt schreiben

Wenigstens berichtet der ORF von einer Gelsenplage und nicht von einer Stechmücken- oder Moskitoplage...

Viele Grüße
Reinhard

Re: heute bei orf.at: Wien kämpft gegen Ragweed

Koschutnig 06.09.2011
Nur 1 Buchstabe mehr!

Das Taubenkraut (Verbena officinalis) ist eine Heilpflanze

Ragweed aber ist nicht das TAubenkraut , sondern ein TRAubenkraut , vor allem das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) sowie seltener das Dreiblättrige (Ambrosia trifida) und das Ausdauernde Traubenkraut (Ambrosia psilostachya), lauter eingeschlepptes Unkraut von dort, von wo auch Cocacola und McDonald eingeschleppt worden sind.

Neophyten nennt man diese Migranten (beides keine deutschen Wörter!), und meinetwegen können sie ihre originalen Namen auch behalten. Weil Ragweed so hochallergen ist und sich wie andere, z.B. der Japanische Knöterich, so schnell ausbreitet, muss in der Schweiz, Italien und Ungarn jeder ein entdecktes Ragweed angeblich bei sonstiger Geldstrafe melden und vernichten - wenn er's erkennt ("Unkenntnis schützt vor Strafe nicht"?).

Im Übrigen aber stimm' ich dir durchaus zu - wenn mich auch das Einschleppen von binnendeutschem Jargon noch mehr stört, und wenn's nur das "mal" statt "einmal" ist. Drauf reagier' i c h höchst allergisch.

Re: heute bei orf.at: Wien kämpft gegen Ragweed

JoDo 06.09.2011
Mal ´ne kurze Ragweed-INFO
(speziell für Koschutnig):
['rægwi:d] = Fetzenkraut! (Wikipedia)
Wär´ das nicht einen Eintrag wert?

Re: heute bei orf.at: Wien kämpft gegen Ragweed

Koschutnig 07.09.2011
[quote]Mal 'ne kurze Ragweed-INFO
(speziell für Koschutnig):
quote]

Heeeast, wüüst mi lächt heekln mi'm "Mal´ne", haa?

Ansonsten:

WPs "Fetzenkraut" ist vorerst nur eine erklärende Übersetzung. Musst halt massenhaft Leserbriefe u.dgl. schreiben; einer muss ja damit anfangen, am besten als "multiple Persönlichkeit" (auch ohne DIS -Dissoziative Identitätsstörung s. http://tinyurl.com/3twmvsq); schließlich braucht's schon ein paar Verwendungen , ehe das "Fetzenkraut" eines OSTARRICHI-Eintrags würdig wird.

Heeeast, wüüst mi lächt heekln mi'm "Mal´ne"?

JoDo 07.09.2011
Tierisch ernst betrachtet:

Die Aussage: "... wenn mich auch das Einschleppen von binnendeutschem Jargon noch mehr stört, und wenn's nur das "mal" statt "einmal" ist. Drauf reagier' i c h höchst allergisch." ...
verlangt schon eine direkte Verwandlung (Des woar a Aufglegta).


Für das vielleicht nicht informierte Publikum:
MIR geht der eingeschleppte binnendeutsche Jargon (einmal nannte ich es "Wupperdüssel") mindestens genauso auf die Nerven wie ´Koschutnig´...

Zum Ragweed - Fetzenkraut: (Ich kannte das Wort vorher nicht) Das klingt schon sehr österreichisch, in D würde man doch statt Fetzen eher Lumpen oder so sagen ...

vlG JoDo

Re: heute bei orf.at: Wien kämpft gegen Ragweed

nicolai 05.11.2011
Wos regt´s Eich jetza auf ? Den Anfängen wehren, wie´s so schön heißt, des hätt´ ma sollen, is aber leider schon a bißl z´spät dazua...
...und in einer Zeit, in der aus einer Putzfrau schon längst ein weiblicher "facility-cleaner", aus dem Verkäufer beim Greißler um´s Eck (so es denn noch einen dort geben sollte) ein "sales-assistent" und aus den Gschroppen der Nachbarin "hippe und coole kids" geworden sind, wär mir ein "folder" ziemlich wurscht...

"Neudeutsch" - gerade gefunden:

JoDo 12.11.2011
http://www.vienna.at/christine-hoedl-hat-die-grosse-chance-genutzt/3086971

"... Gewonnen hat eine Sängerin: Christine Hödl ist Österreichs größtes Talent. ...
Siegerin blackte kurz mal out
..."
Lasst Euch das bitte auf der Zunge zergehen!

Noch was ...

JoDo 12.11.2011
Was man nicht alles passieren kann (außer Paradeissoß)

Die Perspektive setzt weiter oben an. Zeitgeschichte passiert Revue, Vergessenes, Verdrängtes, Erinnerliches, Neues.

http://wohin.vienna.at/2011/alfred-dorfer-bisjetzt/07-neubau




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.