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Meine vorläufig letzte Handlung als Moderator

Brezi 10.03.2008
Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Ich, der ich frustriert gehe und zumindest nicht weiß, wann ich wiederkomme, möchte einen, der mir wegen seines ungeheuren Formates in jeder Hinsicht sehr am Herzen liegt (und von dem ich privat weiß, dass er zu den etwas größeren Kalibern in der Welt der Publizistik zählt) zur Aufnahme in den Kreis der Moderatoren vorschlagen.

Das war's auch schon wieder.

Mir ist heute Nacht Papst Benedikt XVI erschienen und hat gesagt, wer es ein volles Jahr auf ostarrichi aushält, ohne sich von den Prinzipienreitern aus seiner Heimat Bayern kaputt machen zu lassen, der erhält vollkommenen Ablass. Nun, um dreißig Tage habe ich meinen vollkommenen Ablass verfehlt. Schade, aber da mir meine Nerven und Tumormarkerwerte wichtiger sind, leider nicht zu ändern.

Alles Liebe und vor allem mehr Freude als ich zuletzt hatte. Ich weiß, dass ich aus vielen bekannten und unbekannten Gründen wieder fest von Depressionen und Erschöpftheit heimgesucht werde. Aber ganz kann man das Vorhandensein auch von objektiven Gründen für mein Ausscheiden auch nicht leugnen.

Was mich noch lange schmerzen wird, ist, wie JoDo und ich uns voneinander entfernt haben. Ich weiß, dass es etwas mit meiner eigenen Hysterie und Nervigkeit zu tun hatte. Aber ich weiß auch, dass ich einem, dem ich ohnehin schon immer zu viel geschrieben habe, mit weiterem Nachfragen nur noch mehr auf die Nerven gegangen wäre. So muss man halt auch manchmal tatenlos zusehen, wie manches als Konsequenz aus der eigenen Dummheit dahingeht, ohne dass man noch etwas ändern kann.

Was ich hier an Schönem erlebt habe und mir (verdient oder nicht) an Anerkennung, Lob und Ehre zuteil geworden ist, wird mir nieman wegnehmen. Ich habe fast nirgendwoanders so viel darüber erfahren, wo meine Stärken und wo meine Schwächen liegen. Ich kann mit einem so verbesserten Selbstbild vielleicht noch die eine oder andere Aufgabe angehen. Aber - wie schon einmal durch die Worte von STS, "noch was zu tun, befiehlt die Eitelkeit" gemahnt - werde ich künftig wenigstens versuchen, nicht so viel Energie für das Verfassen gescheiter Schriftstücke und mehr Energie für das Genießen und Wahrnehmen der Welt aufzuwenden. Wahrscheinlich geht's eh wieder schief. Mit 52 sind manche schon in vielen Bereichen auf Dauer geprägt und festgelegt.

Noch etwas Astrologisches: Findet Ihr eine Gemeinsamkeit an Whoopi Goldberg und JoDo? Ja? Nein? Wie auch immer: beide sind am genau gleichen Tag geboren. Ich hoffe, das war jetzt nicht zu indiskret.

Liebe Grüße

Brezi

Re: Meine vorläufig letzte Handlung als Moderator

Russi [Admin] 11.03.2008
Lieber Brezi,

ich bin mir sicher (und hoffe), dass Du hin und wieder hier vorbeischaust. Ich werde auf alle Fälle bei jedem Login hier an den Brezi denken.

Es ist natürlich schade einen (hoffentlich vorläufigen) Abschied von Dir hier zu lesen aber kann Dir voll zustimmen wenn Du Deine Energie auf die positiven Wahrnehmungen lenken willst. Dabei wünsche ich Dir natürlich viel Erfolg und positive Weltsichten (die gibt es mit Sicherheit zur Genüge).

Nicht nur an Dich sondern an alle Anwesenden kann ich aber sagen, dass man nicht immer auf alles und jeden reagieren muss. Manchmal ist Schweigen doch Gold (allerdings nur dann wenn das Schweigen einen selbst nicht mehr wurmt als den Anderen ).

Und da gibt's noch was anderes von STS:

Auf a Wort - Frieden
Auf a Wort - Freiheit
Auf a Wort - Liebe
Auf a Wort - Hoffnung
Auf a Wort - Zukunft
Auf a Wort - Leben

In diesem Sinne und herzlichen Gruß
Russi

Re: Meine vorläufig letzte Handlung als Moderator

Brezi 11.03.2008
Lieber Russi!

Wie immer ich mich entscheide, meine 200 hier geposteten Einträge bleiben davon unberührt, werden weder besser, noch schlechter, ob ich mich nun schleiche oder nicht. Und auch wenn ich mich selbst sehr, sehr, mag - die 200 Vokabeln sind viel wichtiger als Brezi. Es freut mich aber, dass die, mit denen ich hier immer gern zusammen war/bin, an mich denken (ein ähnliches gelagertes Mail kam gestern schon über meine private Leitung und auch ein privates Ostarrichi-Mail zum selben Thema.

Ich glaube, alles andere als einmal abzuwarten und zu schauen, ob und wann der Rauch sich verzieht und wie es danach ausschaut, wäre von mir - nach allen heftigen Zeichen, die ich gesetzt habe und über deren Sinnhaftigkeit ich natürlich jetzt nachdenken kann - töricht und den anderen, ohnehin schon über Gebühr Verwirrten, nicht zumutbar.

Die Pause wird mir in jedem Fall guttun. Sie wird nicht nur mir guttun, da bin ich mir sicher. Ich habe geschrieben, ich habe hier viele Schwächen und Stärken von mir kennen gelernt. Eine Schwäche war (und ist es trotz JoDos wiederholter Warnung bisher geblieben), dass ich hier nie genug kriegen konnte. Zu viel und zu Langes war das Ergebnis und hat außer mir Auslaugung und Erschöpfung niemandem etwas gebracht.

Was ich nie vor hatte, ist übrigens, den privaten Kontakt zu einem von euch aufzugeben, soweit bereits vorhanden. Um es mit Arabella Kiesbauer zu sagen: die Leitungen sind noch immer frei geschaltet. Wer will, kann mich nach wie vor per privater E-Mailadresse oder SMS anschreiben. Ich werde nur nicht als Erster vorpreschen, weil ich schon einmal einen von euch mit zu viel überfahren habe.

Und denkt bitte ernsthaft über Halawachl nach. Egal ob er mein Nachfolger wird oder ich wieder sein Kollege ... er hat den Moderatorstatus dreimal so berechtigt verdient.

Liebe Grüße, auch an die anderen Mitlesenden

Brezi

Und die STS-Worte sind wie fast alles von denen natürlich sehr schön. Ein bisschen verfliegen in letzter Zeit auch schon die schwarzen Wolken. Man darf Bedrücktheit, ob sie nun von innen oder von außen hervorgerufen wird, weder an sich selbst, noch an den anderen verdammen. Man soll Bedrücktheit nicht kultivieren und zum erklärten Ziel machen - dann wird man einmal so verbittert und gehässig wie manche meiner Widersacher hier. Aber es hilft manchmal sehr, wenn man dunkle Farben in seiner Seele auch zulässt. Das war jetzt vielleicht einmal weniger lustig und (wie meli schrieb) "spritzig", aber warum nicht auch diesen Brezi kennen lernen? Ich weiß, dass alle von uns hier in der kleinen Runde einen ganz anderen Zugang zu Gott und Religion haben. Ich meine aber, auf die Qualität der Einstellung kommt es an, nicht auf die äußere Form eines Glaubens. Wenn die Qualität stimmt, sind sich alle viel näher, als manche glauben mögen. So, bevor jetzt wieder jemand sagt, das ist zu hochgestochen, übe ich mich etwas in Kürze. Pfiat eich!




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.