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Krücke

Brezi 18.07.2007
Besonders in der EDV-Welt begegnet mir immer wieder der abwertende Ausdruck "Krücke" für etwas, das zwar prinzipiell seinen Zweck erfüllt, aber zumindest nicht besonders benutzerfreundlich, wenn nicht gar voller Funktionsfehler, ist. Insbesondere im Zusammenhang mit Software umstrittenen oder zweifelhaften Rufes höre ich das oft. Ist das eigentlich typisch österreichisch, oder sagt man das in D auch?

stanton 18.07.2007
Bei uns in Bayern auf jeden Fall, aber ich meine, es auch schon von "echten" Deutschen, vulgo Piefkes/Preißn gehört zu haben.

Das genügt mir.

Brezi 18.07.2007
Aus so kompetenter "Feder" diese Information zu lesen, genügt mir, das Wort als einzutragendes österreichisches fallen zu lassen. Gleichzeitig freut es mich, dass es den Ausdruck auch außerhalb meiner Arbeitsstätte gibt.

Vielen Dank!

Re: Krücke

hertaleis(at)sonnenkinder.org 01.01.2008
Von einer A in D: Das ein uralter Ausdruck und wird für alles, was nicht richtig funktioniert, benutzt.

Re: Krücke

Weibi 04.01.2008
"notdürftige(r) Stütze/Behelf"?

Re: Krücke

Yana 04.01.2008
Ja, genau.

Freue mich riesig!

Brezi 05.01.2008
Hallo Nachwuchs! Nicht nur, weil es um meine Frage geht, freut es mich wahnsinnig, das wir in letzter Zeit gleich einen ganzen Schub Neue dazu bekommen haben, die so toll mitmachen und nicht nur wie wild Wörter abladen. Das ist für mich als begeisterten Ostarrichianer das schönste Christkindl bzw. Neujahrsgeschenk und bringt gleichzeitig einen Motivationsschub mit sich. Recht narrischen Dank! Br.

Re: Krücke

Yana 05.01.2008
Nachwuchs?
Es ist also nie zu spät...........!
Bin auch entsetzt darüber, was für Fäkalausdrücke hier abgesondert werden. Ostarrichi soll doch ein hilfreiches Wörterbuch werden und nicht dem Ausland mitteilen, welch ordinäre Wörter immer noch im Volk kursieren. Das ist nicht originell.

Re: Krücke

system02 06.01.2008

Bin auch entsetzt darüber, was für Fäkalausdrücke hier abgesondert werden. Ostarrichi soll doch ein hilfreiches Wörterbuch werden und nicht dem Ausland mitteilen, welch ordinäre Wörter immer noch im Volk kursieren. Das ist nicht originell.

Ich kann mich Yana nur anschließen! Und auch die Genital-Vulgärausdrücke haben nach meinem Dafürhalten hier nichts verloren. Solche gibt es -zig in jeder Sprache, regional sehr unterschiedliche, wer sie gebrauchen will, soll es. Das Niveau dieser Seite würde aber durch solche Einträge sehr nach unten gedrückt. Wenn man meint, es unbedingt zu brauchen, schlage ich vor, ein eigenes ("Fach"-)Wörterbuch dafür zu starten, die Liebhaber dieses Bereiches können sich dort austoben.




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.