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Kein aktuelles Interesse mehr gegeben.

Reinerle 27.04.2008
Daher Löschung. Reiner

Re: Remigius aus deutscher Sicht

Weibi 27.04.2008
"Ferner bitte ich euch, diese spürbare Aggresivität von R. nicht auf andere in meinem Land zu übertragen" - auf keinen Fall, Reinerle!
Ich kenne hier sehr viele Deutsche, meine beste Freundin hier ist Deutsche, und ich sehe genug dt. Fernsehen um zu wissen, dass es bei euch in der Regel sehr nette, intelligente und kultivierte Menschen gibt. Ein gutes Beispiel hiefür kann ich dir geben - Rolf Kalb in Eurosport, obwohl ich nur seine Stimme kenne. Aber was er sagt und vor allem wie er es sagt (kommentiert Snooker) deutet darauf hin, was für ein aussergewöhnlich lieber, besonnener und unparteiischer Mensch er sein muss. Um nur Einen zu nennen.

So, und jetzt renn ich schnell zum Herd, damit ich um 20 Uhr, wenn Rolf wieder kommentiert, fertig bin.
lG, Weibi

Kein aktuelles Interesse mehr gegeben.

Reinerle 27.04.2008
Daher Löschung. Reiner

Re: Remigius aus deutscher Sicht

Remigius 27.04.2008
Re: "spürbare Aggressivität von Menschen solchen Schlages"

Lieber Reiner,

ich denke du stimmst mir darin zu,
dass das Bewerten von Wörtern eines der wesenlichen,
vielleicht sogar das wichtigste Feature hier auf Ostarrichi ist.

Wie du sicher weißt,
sind hier positive und negative Bewertungen in der gleichen Amplitude vorgesehen,
2 nach oben und 2 nach unten.

Ein kleiner Unterschied ist jedoch:

Wenn man eine negative Bewertung abgibt,
muss man dazu einen Kommentar abliefern.

Das ist einer der beiden Gründe,
warum es von mir deutlich mehr negative als positive Kommentare gibt.

Der andere Grund liegt darin,
dass sich zwei absolut notwendige Bewertungskriterien überhaupt nicht anklicken lassen:

a) Wenn ein Wort kein Austriazismus ist, sondern im gesamten deutschsprachigen Gebiet gleichermaßen verbreitet, dann gehört es nicht ins Ostarrichi. Diesen fundamentalen Mangel kann man jedoch nicht im Rahmen der Bewertungen anklicken, sondern muss ihn durch einen entsprechenden Kommentar deutlich machen.

b) Wenn ein Wort ein Ortsname, Personenname, Bauwerk oder historisches Ereignis ist, dann gehört es ebenfalls nicht in ein zweisprachiges Wörterbuch. Diesen fundamentalen Mangel kann man jedoch gleichfalls nicht im Rahmen der Bewertungen anklicken, sondern muss ihn durch einen entsprechenden Kommentar deutlich machen.

Es ist also nicht meine Schuld,
dass ich deutlich mehr negative als positive Kommentare abgeben muss.

Mir wäre es viel bequemer,
ich könnte die negativen Bewertungen ebenfalls duch einfaches Anklicken erledigen,
ohne jedesmal einen Kommentar schreiben zu müssen.

Ich möchte dir jetzt gerne einmal schildern,
was da so in mir abläuft,
vielleicht kannst du mich dann verstehen:

Ich stoße also auf ein Wort,
bei dem feststeht,
dass es im gesamten deutschsprachigen Raum überall gleichermaßen häufig verwendet wird,
also sicher kein typisch österreichisches Wort ist
und daher nicht ins Ostarrichi hineingehört.

Nun gibt es für mich mehrere Möglichkeiten:

1) Ich denke mir: Ist ja nicht mein Bier, ich habe es ja nicht eingetragen, ich brauche mich auch damit nicht zu blamieren, soll doch das rausputzen, wer will, ich nicht, die Dreckarbeit überlasse ich anderen …

2) Ich komme bòòz-wòach und schaumgummi-gebremst auf meiner eigenen Schleimspur dahergekrochen und schreibe als Kommentar: "Lieber N.N., da hast du ja wieder einen Super-Eintrag gemacht, ich habe mich an meine Jugendzeit zurückerinnet, da kommen süße Gefühle auf, und ich finde es auch nicht weiter tragisch, dass dieser klasse Ausdruck auch manchmal in Deutschland verwendet wird."

3) Ich sage klipp und klar, was Sache ist, ohne dabei jemanden zu beleidigen, nämlich dass dieser Eintrag nicht ins Ostarrichi gehört, weil er nicht typisch österreichisch ist, sondern auch in ganz Deutschland genauso häufig verwendet wird.

Gibst du mir Recht,
dass Variante Nr. 3) am meisten dazu beiträgt,
dass Ostarrichi die qualitativen Mindestanforderungen an ein zweisprachiges Wörterbuch erfüllt ?

Oder siehst du das anders ?

Zumindest kannst du dich jetzt vielleicht ein bisschen in mich hineindenken
und nachvollziehen, was ich mir dabei denke,
wenn ich "aggressiv" und "oberlehrerhaft" mit der roten Tinte herumspritze …

… ich könnt's mir auch bequemer machen,
wenn mir die Qualität vom Ostarrichi am A. vorbeiginge.

Nichts für ungut –

- Remigius




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.