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Haben Bregenzer Bank-Austria-Filialen andere Vordrucke?

Brezi 29.08.2008
Wir Ostösterreicher werden belegtermaßen immer wieder von den Ostarrichi-Members von weiter weg angefeindet, weil wir angeblich so viel "lokal begrenzt gültigen Schrott" hier abstellen und umgekehrt Wörter aus anderen Bundesländern links liegen lassen.

Nun, auch das ist belegt, bin ich einer, der wirklich bemüht ist, auch den Wörtern zur gebührenden Anerkennung zu verhelfen, die in meiner näheren geografischen Umgebung nicht existieren. Für die Fälle in denen ich ein Wort nicht selbst bestätigen kann, rufe ich in regelmäßigen Abständen die Landsleute der Einträger auf, doch wieder ein paar ihrer Wörter anzukreuzen.

Nun habe ich ein Wort eingetragen, das eigentlich in ganz Österreich gleich bekannt oder gleich unbekannt sein sollte: Eigenerlag. Was passiert? Außer Wienern und Niederösterreichern hat keiner das Wort bestätigt. Ich kann nicht glauben, dass man es sonst nirgends kennt, denn es ist ein hochdeutsches Wort, das ich tagtäglich auf einschlägigen Einzahlungsvordrucken nicht nur meiner Bank lesen kann. So will ich es nicht glauben, dass "Eigenerlag" auf Steirisch, Kärntnerisch, Salzburgerisch oder Tirolerisch anders heißt.

Aber wenn dann ein Eintrag aus Wien wieder bis ans Ende der Zeiten in West- und Südösterreich unbestätigt bleibt, dann heiß0t es einmal mehr: die Wiener, die besorgen sich's doch nur gegenseitig. Eine Schuld der Wiener? Ich meine, hiermit das Gegenteil belegt zu haben.

Denkt ein wengerl darüber nach!

Brezi

Hab ein wengerl nachgedacht..

dankscheen 29.08.2008
Dieser oft entstehende Eindruck der Wiener Gegenhilfe oder wie auch immer
es man nennen mag ist nicht sehr ungewöhnlich.

Mein subjektiver Eindruck ist, das JoDo der einzige ist, der echt oft und gerne
auch ausserhalb von Wien bewertet.

Selbstverfreilich! (zu gflaucht) [ von Brezi am 2007-09-22 23:20:14 ]

Dies Beispiel mal eines meiner Beiträge, das nur er kannte. Brezi, deine
eigenen verwendeten Worte sind dir unbekannt.

Gehe aber davon aus, das es übersehen wurde.

Wollte nur mal mich kurz melden und das Ergebnis meines Nachdenkens
mitteilen *g


LG Dankscheen

Re: Haben Bregenzer Bank-Austria-Filialen andere Vordrucke?

Brezi 29.08.2008
Liebe(r) dankscheen!

Es tut mir leid, dass du subjektiv so empfindest. Wenn du wüsstest, wie viele Wörter ich mit Grün (und auch Lichtblau) versehen habe, die ich von mir daheim nicht kenne, würdest du dich anders äußern. Und wenn ich ein allgemein bekanntes Wort nicht bewerte, dann zu 90 % deshalb, weil ich die Qualität des Eintrages unzureichend finde (wenn ich Zeit habe, suche ich einmal Beispiele heraus - aber sogardas von dir zitierte Wort gflaucht ist schon so ein Beispiel. Wie schon Amalia schrieb: warum gflaucht - gestohlen und nicht flauchen - stehlen. Wenn du in einem Englischwörterbuch 'klettern' bzw 'climb' suchst, schaust du ja auch nicht unter 'geklettert' bzw. 'climbed' nach, oder?

Und du wirst eine wahre Flut an Wiener Beiträgen finden, die ich nicht einmal ignoriert habe, weil sie in kein Wörterbuch gehören.

Du schreibst zu meinem Kommentar, den ich am 22. 09. vorigen Jahres zum Stichwort 'gflaucht' geschrieben habe und in dem ich das Wort 'selbstverfreilich' verwendete:

Dies Beispiel mal eines meiner Beiträge, das nur er kannte. Brezi, deine
eigenen verwendeten Worte sind dir unbekannt.


Nachdem ich diesen Satz syntaktisch entwirrt und in eine mir verständliche Form zurechtgestreift habe, muss ich darauf Folgendes antworten:

Ich kann der Schlussfolgerung nicht ganz folgen, tut mir leid! Ja, ich habe dieses Wort verwendet. Es ist mir selbstverständlich nicht unbekannt. Aber ist jedes Wort, das ich auf Ostarrichi verwende, automatisch ein typisch österreichisches Wort, das man eintragen muss? Dann wären 'Dativ', 'Stichwort', 'wichtig' usw. auch alles Wörter von mir, dir mir nach deiner Argumentationsweise unbekannt sind, nur weil sie nicht bestätigt, ja nicht einmal eingetragen sind. Hhhh?

Dass ich Wörter vor dem Bestätigen immer eingehend prüfe, bevor ich sie bewerte (und JoDo übrigens auch) ist kein Geheimnis und sollte eigentlich (ebenso wie ein wenig Selbstkritik gegenüber eigenen Wörtern, bevor man sie einträgt) Standard sein. 'Selbstverfreilich' wurde von mir heute tatsächlich übersehen. Ich habe mich jetzt beim Nachsehen sehr gewundert, dass meine Bestätigung dort fehlt und hole das jetzt gleich nach. Aber wenn du meinst, dass ich das Wort nicht bestätige, weil es jemand aus Kärnten einträgt, so irrst du, was leicht zu beweisen ist:

Hätte ich von jeher an geglaubt, es handle sich bei dem Wort um ein eintragenswertes österreichisches Wort, dann hätte ich es doch (da ich es am 22. 09. 2007 um 23:20:14 nachweislich verwendete) doch längst selbst eintragen können. Brezi also als Brezis eigener Feind? Ehrlich gesagt, in dieser "Logik" verirre ich mich langsam und suche lieber das Weite.

Gerne hätte ich jetzt eine Auswertungsmöglichkeit, welche Wörter außerhalb meines Sprachbereiches ich bestätigt habe. Es werden nicht allzuwenige sein. Dass Wiener öfter als durchschnittlich anderen Wienern ein Wort bestätigen, könnte z. B. (ist nur ein Vorschlag!) daran liegen, dass Wiener besonders Wiener Wörter gut kennen und beurteilen können. Aber auch Stichwörter aus meiner näheren Umgebung (zu der ich auch Niederösterreich zähle) habe ich oft absichtlich "weiß" gelassen, weil der Eintrag von der sprachlichen Qualität schlicht und einfach hundsmiserabel war.

Offen bleibt jetzt noch immer die Frage: steht auf Feldkirchner und Vorarlberger Einzahlungsformularen nun EIGENERLAG oder nicht. Bis über Waidhofen an der Thaya hinaus ist dieses Wort noch immer nicht beurteilt. Nicht einmal als falsch.

Au weh, au weh! Langsam komm' ich mir sehr arm vor da herinnen.

Ein schönes Wochenende wünscht

Brezi

P. S. Gerade fand ich folgende Bewertung von Brezi bei einem deiner Wörter (bafron)

2007-10-26 03:15:33(Wien 14.,Penzing): Qualität=2: Bekanntheit=0%
So fremd, wie das für mich klingt, MUSS es einfach stimmen.


Ich habe die maximale Qualität vergeben, nur bei der Bekanntheit musste ich, um nicht zu lügen, passen. Es folgte dafür eine Kommentar, in dem ich 'laut' und vielleicht zu lange darüber nachdachte, woher das Wort kommen konnte. Anscheinend hat sich sonst noch niemand Gedanken gemacht, oder niemand wusste eine bessere Erklärung. Jedenfalls steht bei dem Stichwort außer deinem Nick nur meiner.

dankscheen lächelt rüber *g

dankscheen 29.08.2008
Ist doch kein Problem, Brezi !
Jeder kann man mal was übersehen *g

Wer mich kennt, und hier drinnen gibt es einige bereits, erkennen
bei manchen Stellungnahmen meinen spitzen und ironischen Humor.

Mir geht es oft zu ernst hier zu und heitere gerne mit variantenreichem
Neuem etwas auf.

Sieh mal unter WauWau , das find ich recht witzig.



Ob meine Wörter nun bewertet werden, oder nicht ist ---

Ich zitiere einen Eintrag von mir wieder mal :
Is ja ghupft wie ghatscht!
Übrigens auch von JoDo bewertet. Sicher denke ich, kennst auch du
diese Redewendung. Habs von Wien 14 nicht entdeckt.
*jetzt schmunzle ich schon wieder*
LG dankscheen




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.