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Grünkohl

System 08.12.2008
Da ich nicht weiß wohin mit der Frage stelle ich sie einfach mal hier.

Ich komme eigentlich aus Norddeutschland aber wohne jetzt in Österreich. Als guter alter Norddeutscher kennt und liebt man natürlich auch Grünkohl, auch Kohl und Pinkel genannt.

Gestern kam es zu einer Diskussion zwischen Deutschen und Österreichischen Spezialitäten mit ein paar Freunden und ich nannte dann natürlich auch Grünkohl und bin der Behauptung das es den in Östtereich gar nicht gibt. Nachdem ich dann mitdem Handy sogar noch schnell im Internet war und Fotos vom Grünkohl gezeigt habe kam es zu Sprüchen das das pürierter Broccoli wäre, bis dahin das es "Kelch" wäre.

Kann mir hier jemand weiterhelfen und sagen ob und wenn ja unter welchen Namen hier Grünkohl zu finden ist?

Gruß, Kiki

Re: Grünkohl

JoDo 08.12.2008
Hallo Kiki!

Habe folgendes gefunden:

"Kohlgemüse: vulgo „Köch“

Wenn Sie in Wien zur Hauptverkehrszeit Jemandem den Parkplatz wegschnappen und er Ihnen zuruft: “Wüst ́ an Köch?!“, so bezweifle ich stark, dass es sich um eine Einladung zum Essen handelt (übersetzt: „ Suchst du Streit?!“).

Hier die eher friedlichere Variante.

Kohlgemüse ist auch auf Grund seiner blähenden Wirkung in der Gesellschaft etwas in Vergessenheit geraten, im Gegensatz zu jemandem der sich vor einem gesellschaftlichem Ereignis mit ein bis zwei Tellern Kohl gestärkt hat und die Zusammenkunft mehrerer Personen auch im größerem Rahmen und Räumen quasi mit einem kleinem „Lüftchen“ durchaus sprengen kann.

Obwohl der Kohl gemeinhin als Gemüse bekannt ist, sollte er meiner Meinung nach, laut Ö - Norm zumindest, als minder gefährlicher Stoff gekennzeichnet werden. Trotz seines Vitaminreichtums und guten Geschmacks, kann er in geschlossenen Räumen (Fernsehzimmer auf der Wache, Einsatzfahrzeug o.ä.) zu verheerenden
Massenschlägereien führen. ... "

http://www.firefighter.at/fire/material/shop/kochbuch.pdf

„Da Köch“
Wenn die Wiener vom „Kohl“ sprechen, stiften sie Verwirrung. In Ostösterreich hält man unverdrossen daran fest: es gibt Weißkraut, Rotkraut und „den Kohl“ („da Köch“). Andernorts im deutschsprachigen Raum versteht man darunter Weißkohl, Rotkohl und Wirsing.

„Der Kohl“ steht im Verruf ein Armeleut-Gemüse zu sein. Seine Robustheit gegen Frost, aber auch die gute Haltbarkeit machten ihn früher als Saisonware zum idealen Wintergemüse. Aber auch zu anderen Jahreszeiten wurde er gebaut.

http://img530.imageshack.us/img530/5778/wienerwinterkapuzinerkogw6.jpg
Der „Wiener Kapuzinerkohl“
war eine Frühsorte mit spitzen Köpfen und feingekraustem Blatt. Die Köpfe waren klein, kompakt, besaßen nur wenig Umblatt und konnten ohne großen Putzaufwand vermarktet werden. Das Blatt wird als sehr zart und schmackhaft beschrieben, was übrigens auch auf andere alte Frühsorten zutrifft. Ältere Menschen beklagen oft, dass die heutigen Kohlsorten im Vergleich dazu grob und herb sind. Es wäre sich wert, sich diese alten Sorten im Hinblick auf ihre kulinarischen Qualitäten einmal genauer anzusehen.

Der „Wiener Kapuziner“ galt lange Zeit als verschollen. Eine Recherche bei einer deutschen Genbank brachte kürzlich diese Sorte – unter ungarischem Namen – wieder ans Licht. Eine Winterform vom Kapuziner-Typ war bis vor kurzem noch als „Wiener Winter“ im Handel. Beide Sorten sollen in den kommenden Jahren einem Vergleich unterzogen und wieder in Vermehrung genommen werden.

http://www.arche-noah.at/etomite/index.php?id=188#kraut

vlG JoDo

Re: Grünkohl

System 10.12.2008
Hallo Kiki!
Bin auch der Meinung, dass es Grünkohl hier nicht gibt, außer vielleicht an ganz speziellen Orten. Was deine Bekannten als "Kelch" aka "Köch" aka "Kohl" bezeichnen, ist Wirsing.

lg
Irene

Re: Grünkohl

System 12.12.2008
Ich komme aus Bayern, und irgendwie scheint es Grünkohl (also die Sache, nicht nur das Wort) hier nicht zu geben. Ich musste mich auch erst in der Wikipedia schlau machen, Grünkohl dann ist wohl eine norddeutsche Spezialität. Das nächstliegende, was in Bayern bekannt ist und auf den Tisch kommt, ist Wirsching.

Re: Grünkohl

Amalia 12.12.2008
Die Vegetarier lieben ihn, den Köch oder Kelch, und die gläubigen Gemüsehasser haben da noch den lieben altbekannten Ausspruch:
Oh Herr, lass diesen Kelch an mir vorübergehn!

Re: Grünkohl

Weibi 13.12.2008
Aus Wikipedia:

Grünkohl (Brassica oleracea convar. acephala var. sabellica L.) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Es ist ein typisches Wintergemüse und eine Zuchtform des Kohls (Brassica oleracea).

......Im Norden Deutschlands streiten sich alle Jahre wieder die Städte Bremen und Oldenburg darum, wessen „Spezialität“ der Grünkohl denn nun ist. Die längste Tradition können die Bremer nachweisen, die seit 1545 ein öffentliches Grünkohlessen zelebrieren. .....
vielen Gemeinden, in denen das Grünkohlessen zelebriert wird, werden auch Kohlkönige gekürt. Besonders die Stadt Oldenburg benutzt das „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“, um einmal jährlich im politischen Berlin für sich zu werben und einen Politiker als „Oldenburger Kohlkönig“ zu wählen. 1984 wurde zum Beispiel Helmut Kohl Grünkohlkönig in Bonn, Otto Schily wurde im Januar 1999 in Berlin zum Grünkohlkönig gekürt, Angela Merkel in 2001. Guido Westerwelle war 46. Oldenburger Grünkohlkönig ...

Während er in Österreich eher unbekannt ist, kennt man ihn in der Schweiz unter der Bezeichnung Federkohl. In Baden-Württemberg galt er lange Zeit als Hasenfutter, wird aber auch zunehmend als schmackhaftes Wintergericht geschätzt. Im Osten Deutschlands wurde er als Hühnerfutter angebaut. In Bayern wird er zwar angebaut und auf lokalen Märkten angeboten, spielt aber in der traditionellen regionalen Küche keine Rolle.
Ich geb den Link dazu, da könnt ihr ein Foto sehen, hab es nicht geschafft, es hier hereinzukopien. Er sieht aus wie ein Staubwedel.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnkohl

lG, Weibi

Re: Grünkohl

JoDo 13.12.2008
Hier das Foto aus der wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnkohl
http://img242.imageshack.us/img242/1920/628pxboerenkool.jpg

Re: Grünkohl

Weibi 14.12.2008
Vielen Dank, JoDo

Sieht wirklich ausserirdisch aus, diese Pflanze. Wie dem "little house of horror" entsprungen! Man wartet nur noch darauf, dass es FEED ME! sagt.
Das lässt mich daran erinnern, dass ich noch nicht gefrühstückt habe.

Also bis nachher,
Weibi

Re: Grünkohl

Amalia 14.12.2008
Da sind wir mit dem KELCH wohl doch daneben gelegen.
Erstaunlich, dass es eigentlich gar nicht soweit entfernt essbare Sachen gibt, die bei uns nahezu unbekannt sind.

Re: Grünkohl

Weibi 25.12.2008
@Amalia

Als ich vor etlichen Jahren nach Spanien kam und so ganz plötzlich Selbstversorgerin wurde (dh ohne Mutters Küche) wollte ich mir einen Gurkensalat machen. Als ich mit dem Einkauf in die Wohngemeinschaft kam und anfing, die Gurke zu hobeln, merkte ich, das was nicht stimmte. Die Konsistenz stimmte irgendwie nicht und die Gurke liess auch kein Wasser.
"Ihr habt aber komische Gurken in Spanien" sagte ich und bekam als Antwort: "Na klar, hast ja auch eine Zuchini gekauft!!!"
Zum Glück bekam ich dann auch gleich ein leckeres Rezept für die Zuchini (wie schreibt sich das auf Deutsch?), ich konnte nämlich mit dem Ding überhaupt nichts anfangen. In Österreich wurde es erst einige Jahre später bekannt.

lG, Weibi

Re: Grünkohl

wuppl 29.12.2008
@amalia

"essbar" ist relativ...der grünkohl kann zur ernährung beitragen, mit "essen" (genuss etc) hat das ding aus meiner bescheidenen männlichen sicht allerdings wenig gemein

@weibi

"zucchini" schreibt man das ding, das liegt an der italienischen grammatik

im übrigen hoble man die zucchini und betreiche sie mit einer parmesan-knofi-eier-schicht....dann ins heiße olivenöl...das ist leichte kost und schnell gemacht...und vor allem (völlig unösterreichisch aber neunordseegermanisch) "lecker" (sixt amalia, manchmal ess ich eh auch gemüse *g*)

lg und guten rutsch im neuen jahr

wuppl

Re: Grünkohl

Weibi 30.12.2008
@Wuppl,
"wir" Spanier haben mit der italien. Schreibweise nichts am Hut, hier sagt man calabacin (kl. Kürbis).
In Ö hat man halt das italien. Wort übernommen, weil es relativ spät bei uns bekannt wurde und kein eigenes Wort vorhanden war.

Zum Grünkohl: Zig-tausende Deutsche können sich nicht irren! Irgendwas muss das Gemüse haben, wenn sich selbst die Prominenz jährlich zum Grünkohlessen eintrifft. Wusstest du, dass der Kohl eine krebsvorbeugende Substanz enthält sowie zahlreiche Vitamine (C, ...)?

lG, Weibi

Re: Grünkohl

wuppl 31.12.2008
liebe weibi!

der "spar"-supermarkt schreibt an seiner wursttheke am desktop seiner wurstwaagen, dass fettarmer schinken auch vitamin c enthält, sowie die vitamine b2, b6 und B12....das ist mir lieber als der grünkohl (mich schauderts nur beim dran denken)

grundsätzlich haben aber beim geschmack ALLE recht und daher können sich die cit. tausenden deutschen gerne am grünkohl satt essen *g*

sooooo spät wurden die zucchini gar net bekannt, das wort ist übrigens vom Gartenkürbis "zucca" abgeleitet und dessen Diminutiv.

dder zucca kam anch der entdeckung amerikas nach europa und wurde ab dem 17. jh beginnend in italien vermarktet. der "zucchino" oder auch die "Zucchina" ist in anderen ländern allerdings zumeist in seiner pluralform Zucchini (abgeleitet aus dem masculinen singular) bekannt. in der schweiz heißt das ding zumeist zucchetto

lg
wuppl

Re: Grünkohl

9Hieb 31.12.2008
das Teil schaut eigendlich so aus, als müsste theoretisch zur Blüte eine stachelige Distelblume aus der Mitte entwachsen sieht aus wie das klassische Unkraut (was jedoch nicht über den Geschmack sagt - kann durchaus gut sein)
wenn ich das richtig versteanden habe, dann ist dies aber nicht ident mit dem was man in Ö unter einem Köch (mit Erbsen) versteht.

Re: Grünkohl

Brezi 25.02.2009
@Amalia

"Ihr habt aber komische Gurken in Spanien" sagte ich und bekam als Antwort: "Na klar, hast ja auch eine Zuchini gekauft!!!"
... In Österreich wurde es erst einige Jahre später bekannt.
lG, Weibi

Ging mir und meiner Familie so 1973 beim ersten Schweiz-Aufenthalt. Das Verblüffendste aber: als wir die "ungenießbaren bitteren Gurken" in Form kleiner Schnitzel den Blesshühnern am Vierwaldstädter See zum Fraße vorwerfen wollten, gingen diese im Wasser unter. Gurken hingegen schwimmen. Da wir aber ein sprachwissenschaftliches(?) Forum sind, wird hier wohl kaum jemand Antwort geben können, warum das so ist. Oder war es nur das eine Mal an diesem einen Ort so?

Ad "Grünkohl": da meine Hamburger Mutter im von ihr geleiteten Haushalte wohlweislich zwischen Kohl und Grünkohl unterschieden hat (mit ersterem meinte sie, was wir als Kööch oder Kelch bezeichnen), habe ich wie es scheint zu recht angenommen, dass es sich bei beidem um zweierlei handelt. Jetzt sehe ich auch, wie es aussieht.

Re: Grünkohl

Weibi 25.02.2009
@Wuppl:
Ja man darf nicht alles glauben, was einem so vorgegaukelt wird. In Spanien wird behauptet, der Serrano-Schinken vom iberischen Schwarzfuss-Schwein senkt das Cholesterin!
Nun gut, wenn ich so einen Schinken um EUR 120 das Kilo kaufe, kann ich das wohl von ihm erwarten, oder nicht?

Übrigens, dein Zucchini-Rezept werd ich mal kochen, vielleicht in Kürze, so um den 10./11.3. herum. Wir sagen dir dann Bescheid, wie es geschmeckt hat.

lG, Weibi

Re: Grünkohl

Weibi 25.02.2009
@Brezi -
kann leider keine Auskunft geben, habe noch nie Zucchini (und auch keine Gurken) ins Wasser geschmissen

Bei meinem nächsten Strandbesuch nehme ich jedoch solche in Scheiben geschnitten mit, dann lass ich sie statt Steine übers Wasser flitzen. Kriegst dann auch Bescheid

lG, Weibi

Re: Grünkohl

Brezi 26.02.2009
Danke, Weibi für deinen guten Willen mir zu helfen. Aber ich kann es inzwischen ja selbst ausprobieren, weil die Zucchini nun auch in unser Land Einzug gefunden haben. Und im Meerwasser würde das Experiment völlig anders ausgehen bzw. nichts aussagen,

- da Salzwasser schwerer ist und
- es dann auch noch bei der Osmose Unterschiede gibt, wobei ich aber zugeben muss, zu dumm zu sein, um ad hoc sagen zu können, was in diesem Fall passiert.

Ist aber sowieso das falsche Forum für solche Fragen. Schreib ma uns liaba wieda privat.

Schene Grüße aus'n koidn Wean, wo laungsaum da Schnee wieda zageht. Wir hatten ca. 1/2 Meter in den besten Zeiten.

LG Br

Re: Grünkohl

9Hieb 26.02.2009
...weil die Zucchini nun auch in unser Land Einzug gefunden haben.
super

[code:3bkuxwbc]- es dann auch noch bei der Osmose Unterschiede gibt, wobei ich aber zugeben muss, zu dumm zu sein, um ad hoc sagen zu können, was in diesem Fall passiert.[/code:3bkuxwbc]
hast die Antwort ja schon selber gegeben mit der Osmose; bei Salzwasser funktioniert die Osmose (wie ein natürlicher Filter) so, dass nur der Zelle Wasser entzogen wird, aber keines zugeführt werden kann, wie ein Ventil, ausserdem ist Salz bekannt dafür dass es bindet und es somit entzieht (zB einsalzen zum konservieren).
bei destilliertem (Regen-)Wasser ist es genau umgekehrt; da wird Wasser von der Zelle aufgenommen, ohne dabei Wasser abzugeben; Zellhaut ist zum Teil dann gespannt bis sie reisst - übrigens bei Kirschen gut zu beobachten - die aufgeplatzten Früchte sind nicht etwa durch die "Härte" der einzenen Regentropfen geplatzt, sondern aufgrund beschriebenener Vorgänge.
das Beispiel mit der Gurke ist insofern gut, zumal man eine 0815-Gurke einfach in Salzwasser stellen/legen kann und jene dann erbärmlich ledschad, hingegen bei destiliertem Wasser jene frisch, knackig erscheint

lg, bernhard

Re: Grünkohl

Halawachl 26.02.2009
Also Leute! Grünkohl mit Pinkel sollte jeder, der nach N-Deutschland kommt, einmal probieren. Deftig, fett, ungesund und sehr schmackhaft. Man isst's ja eh nicht jeden Tag. Hlw.

Sieh das komplette Gericht via link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pinkel

Re: Grünkohl

Weibi 26.02.2009
Nur gut, dass uns Halawachl wieder auf den Boden der Realität zurückholt.
Wollte grade meine Erlebnisse im Toten Meer und im Negev erzählen, aber das würde sich von Grünkohl wohl zu weit entfernen.
Mit Osmosis hätte es irgendwie schon was zu tun gehabt.

@Halawaschl, Mastdarmwürstl ess ich nicht so gerne

Re: Grünkohl

Halawachl 27.02.2009
@weibi. Meine Absicht war es keineswegs, Euren -fast bis ins Tote Meer- ausufernden Gedankenfluss zu unterbrechen. Ich find es grade schön und einen Hauptzweck des Forums, dass ein Thema zum nächsten weiterführt, und so unser Wissen vermehrt wird. Also macht bitte weiter!

Die Grützwurst ist hingegen nicht jedermanns Sache, aber kosten sollte man's wenn man die Gelegenheit dazu hat.
Hlw

Re: Grünkohl

wuppl 16.03.2009
@weibi...


schon ausprobiert?

LG
Wuppl

Re: Grünkohl

Weibi 16.03.2009
Lieber Wuppl,

nein, hat mir noch nicht in meine Menüpläne gepasst. Habe aber gestern grade eine Zucchini im Kühlschrank noch gefunden, mal sehen, vielleicht morgen.

lG, Weibi

Re: Grünkohl

System 01.11.2012
@Amalia

Als ich vor etlichen Jahren nach Spanien kam und so ganz plötzlich Selbstversorgerin wurde (dh ohne Mutters Küche) wollte ich mir einen Gurkensalat machen. Als ich mit dem Einkauf in die Wohngemeinschaft kam und anfing, die Gurke zu hobeln, merkte ich, das was nicht stimmte. Die Konsistenz stimmte irgendwie nicht und die Gurke liess auch kein Wasser.
"Ihr habt aber komische Gurken in Spanien" sagte ich und bekam als Antwort: "Na klar, hast ja auch eine Zuchini gekauft!!!"
Zum Glück bekam ich dann auch gleich ein leckeres Rezept für die Zuchini (wie schreibt sich das auf Deutsch?), ich konnte nämlich mit dem Ding überhaupt nichts anfangen. In Österreich wurde es erst einige Jahre später bekannt.

lG, Weibi


In Spanien heißt der Zucchino: calabacín.

Zucchino stammt ursprünglich aus So- bis Mittelamerika, gelangte ab Columbus nach Europa. In Italien wurde sie der Renner in ihren Speisen. In Österreich tritt sie in der Plural als Zucchini auf. Sie ist in Teilen Österreichs seit 45 Jahren bekannt.

Obwohl Gurke und Zucchino der Pflanzenfamilie der Kürbisgewächse angehören, haben beide außer ihrer leicht gebogenen Form nicht viel optische Ähnlichkeit. Die Gurke hat eine grüne glänzende Haut, der Zucchino eine matte, leicht gemeschte grüne Haut.

Re: Grünkohl

System 01.11.2012
Hier das Foto aus der wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnkohl
http://img242.imageshack.us/img242/1920/628pxboerenkool.jpg



Der Wiener Kohl, bzw Köch ist tatsächlich der Wirsing.
Allerdings sieht der Grünkohl gekocht wie der Köch aus. Dementsprechend dürfte daraus eine Verwechslung aufgetreten sein. Aber auch durch deutsche Kochbücher und in Google Bildersuche, haben die Blätter des Grünkohls ziemlich viel Ähnlickeit mit dem Köch.

http://cdn.zentrum-der-gesundheit.de/images/titelbild/gruenkohl-basisch.jpg

Im Bild ist der ergoogelte Grünkohl ersichtlich.
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/gruenkohl-basisch.html
.

Re: Grünkohl

JoDo 02.11.2012
• Ein Tipp:
Lass am Ende von Zitaten

einen Abstand zum folgenden Text, sonst wird dein Kommentar ins Zitat hineingewurschtet.
Habe gerade auch bemerkt, dass man auf Kommentare, die mit
(img][/img] oder [/url)
enden
gelegentlich - einmal hat´s funktioniert, einmal nicht - nicht antworten kann!
Bitte noch irgendwas Abschließendes dazufügen (und wenn´s ein Punkt ist!).




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.