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Fortsetzungsgeschichte - Einführung

Weibi 03.01.2008
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Re: Fortsetzungsgeschichte - Einführung

Russi [Admin] 03.01.2008
Såg Sepp zu mir. Vor etliche Jåhr – genau kennt es ned sågn – wår I wieda amoi stier. Wäu I koa fads Aug kriagn woit, håb I ma denkt I schau mi amoi in mei‘m Grätzl um.

Re: Fortsetzungsgeschichte - Einführung

Russi [Admin] 05.01.2008
Ich dachte du willst eine Geschichte anfangen - das ist der Anfang.

Re: Fortsetzungsgeschichte - Einführung

Brezi 05.01.2008
Kommentar: einfach eine Superidee, der höchstens noch ein Vorschlag hinzuzufügen ist: sollten wir das vielleicht alle so machen, dass jeder sein Kapitel in seinem Dialekt schreibt? Dann hatten wir und die Gäste gleich eine gute Übung. Was meinen die anderen? Eva, du bist eine echte Bereicherung!

Re: Fortsetzungsgeschichte - Einführung

Weibi 05.01.2008
“Jå mei“, denkt sich die Teres’, „ån wås für an Lotta bin i denn då wieder gråtn! Und a Stier noch dazua, des kånn net guat gehn! Und ane Kashaxn håt er obndrein.

„Mågst leicht a Tanzle schwingan?“ frågt da Sepp und schiagglt da Teres’ in Ausschnitt.
„Wenn d’ manst“ sågt die Teres’, „åber låss Deine Pråtzn jå lei schean staad. Und Redn beim Tånzn megat i schon går net vatrågn“.
Da Sepp kriagt långsåm dås Gfühl, dåss bei da Teres’ ka richtigs Weitakumman is. Aber vasprochn is vasprochn und so schleppt er sie auf den Tånzbodn und wirblt se umma, dåss a Freid is. Noch da zweiten Polka is da Teres’ schlecht und sie wüll zruck ån die Bar.

„Zåhlst ma noch a Glasle?“, frågt da Sepp und wischt da Teres’ den Schweiss von da Oberlippn.

Re: Fortsetzungsgeschichte - Einführung

Russi [Admin] 05.01.2008
Hallo,

wir sollten die Zusatzdiskussionen wo anders machen - sonst stört das den Lesefluss.

"Grätzl" ist drin und zwar hier: http://www.ostarrichi.org/buch-1731-4283-Grtzl.html
Und mit "stier" meinte ich nicht das Sternzeichen: http://www.ostarrichi.org/wort-1422-at-stier.html

Die hochdeutsche Version kann man übrigens - etwas abgewandelt - in einem Klassiker der Weltliteratur finden. Nur heisst er dort nicht Sepp sondern anders

Ich hatte deswegen so schnell losgelegt um sicher zu stellen, dass es einen Charakter gibt der einen österr. Dialekt spricht. Hoffentlich war ich dir nicht zu voreilig.

Gruß Russi

Re: Fortsetzungsgeschichte - Einführung

Weibi 05.01.2008
Beitrag von Brezi am 6.1.08

A Wäu schaut die Teres' perplex drei, daun fosst sa si:
"Wia siech i des?", frogts, net gaunz ohne dass ma ihr den Schock aukennt.
"Do los a mi vo dir iwas Parkett schleifm und umaranaundawiawen wiar a Kuglblitz und dafia solli da jetzt no a Glasl zoin? I pack's afoch net, naa! I wir vua Glick glei foi debbaressiv, du ... ".
Da Sepp wischt seina Teres' weida den Schweiß von die Lippm, bisa merkt: Hoitaus, oiso Schwitz is des kana! Marante! Des is a Täu vo de fümf Obstla, die wos da Teres' während'n hostign Beschreiten da Taunzfläche wieda bis zruck zu die Lippm ..."
"Is da schlecht, Schatzi?", frogta sei Aungebetete und is söwa vua lauta Grausn scho leicht aundasfärwig im Gsicht.
"Wa, du merkst heit afoch ois!", gibt sie eahm ois Replik - in ihrn bedauernswertn Zuastaund a reife Leistung. Eigentlich hot sa si jo ollawäu gwunschn, doss si amoe ollas um sie draht. Owar assoo wöatlich hot se sie's net vuagstöt. Jetzt rotiert hoet leida die gaunze Wöd um sie. Und des Gfü, wos s' im Mågn hot, is net gråd erbaulich.
Da Sepp is jetzt echt bessuagt und frogts: "Mekst ham? I hob des net woin.". Er is zwoa a Kindskopf, owar a Herz, a bissl ans wenigstns, hodar aa - und a schlechts Gwissn heit no dazua. A bissl ans. Die Teres' hot scho wieda a bessare Gsichtsfoab und an kloararen Blick, schaut eahm fest in die Augn und nickt. "Jå, bitte! Åwa tua mi stützn, wamma zum Auto gengan!". Des tuat da Sepp fräulich gern und sie mochn Aunstoitn zum Geh. Zoin tuat sie. Da Sepp is jå stier. Und a liawa Kerl is ar eigentlich aa. Waumma eahm a bissl den Weg zagt.

Re: Fortsetzungsgeschichte - Einführung

system02 06.01.2008
Übrigens: ich hab noch keine - schnelle -Tastenkombination gefunden für das Kringerl auf dem a

å - Alt und im Ziffernblock 134
Å - .... 143

Re: Fortsetzungsgeschichte - Einführung

Brezi 06.01.2008
deleted

Re: Fortsetzungsgeschichte

Weibi 07.01.2008
Am nächstn Tåg ruaft die Teres’ ihre Freindin ån. Zan letztn Geburtståg håt’s a so a neimodisches Hendy kriagt, seither tratscht se am Telefon wås dås Zeig hålt. Mant die Muatta.

“Stöll dir vua, då håb’ i doch gestan tatsächlich an kenneng’lernt.”
“Und?”, frågt die Freindin, die Barbara, oder Barbarella, wia’s ållgemein gruafn werd.
“Wås und, kenneng’lernt håb i an, beim Stådlwirt beim Tånzn. Sepp hasta.”
„Jå und...? Håt’s gschnacklt?”
“Geh’ hear auf, wie du redst!”, empört sich die Teres’.
„Naa! I man – håst di valiabt?”
“Nå jå … I wås net recht. Er is ma a zweng z’draufgängerisch. Und die Zech’ håta lei mi zåhln låssn, offnsichtle isa pleite.
“Arbeitata denn nix?”, wüll die Barbara wissn.
“Davon håmma går net gred’.”
“Na du bist vielleicht ane, des is wohl des Erschte, wås ma frågt!” belehrt die Barbara. “Håbt’s denn überhaupt wås gred’?”
“Net vüll. Tånzt håmma, und davon is ma schwindle woan. Dannåch woara wohl recht liab besoagt um mi und håt mi ham bråcht.”
“Geh låss da net ålles so aus da Nåsn ziagn!” beschweat se de Barbara. “Håst’n mit eine gnomman?”
“Na. Na na. Drauf und drån warat i gwesn, åber nochat is ma wieda a Schnappsl aufgstossn und i håb’s Sodbrennen kriagt wia net gscheit. Dannoch woar ålles im Eima. Er håt dånn die Haxn in d’Händ gnomman und håt se schnöll vadruckt.
“Jå håbt’sa denn wenigstns gschmust?”
Die Teres’ windat se am Hendy: “Nå jåå, vielleicht a bissale, bevur mi da Obstla griasst håt …….. So is a jå wohl recht liab.”, wiederholt se se.

“No, und wia werds jetzt weitageahn,” fragt die Barbara, “mit eich zwa Turtltaubn?”

Re: Fortsetzungsgeschichte - Einführung

Brezi 12.01.2008
deleted

Re: Fortsetzungsgeschichte - Einführung

Weibi 13.01.2008
A Wochn is vagångan, ohne dåss da Sepp ångruafn hätt’. Die Teres’, de wohl insgeheim hofft, håt sich åndaraseits nix ånders dawårtat. Sie vasuacht, sich den Kerl aus’n Kopf z’schlågn, åba so recht wüll ihr’n dås net gelingen. Oft sitzt’s derårt tramhappat umanånd, dåss ihre Muatta sich neama z’hölfen was’.

“Geh Dirndle, schau dås da weita kimmst! Jetzt låss den Latsch net so hängan und ziag dein Bobsch in Lådn, die Kundn wårtn schon”, was’ die Muatta Trost z’spenden.
Die Teres’ stierlt gråd lustlos in ihre Bio-Erdäpfln ummanont, do kummt die Barbara eina.
“Jå hallo! Wie schaust denn du aus!” gibt die Barbara noch obn drauf.
“Brauchs’t wås oder bist lei kemman, um mir Komplimente z’måchn?”, schnåppt die Teres’ z’ruck.
“Mei, mei, mei – heit semma åba guat aufglegt.”, låsst sich die Barbara net vadriassn. Sie håt mit da Teres’ schon im Såndkåstn gspült, sie kennt se aus.

“Da Sepp håt sich also neamma griahrt. Warum ruafst’n net du ån?”
Obwohl die Barbara der Teres’ ihr beste Freindin is, måg die Teres’ a ihr’n net ålles von sich dazölln, und so sågt se lei: “I håb mit dem Kerl goar nix am Huat. Der kånn von mir aus bleibm, wo da Pfeffa wåchst! Dås i dem a noch nåchlafn tat, dås megat dem wohl recht sein.”

Die Barbara vadraht innalich die Augn ob sovüll Sturheit. “Was’d wås, i denk dir tat a bissale a Abwechslung guat! Wås hålts’t davon, wemma nächst’n Såmståg tånzn gehn?”
“Oba net zum Stadlwirt!”
“Na, na. Obm auf da Sauålm, im Neiwirthof bei da Christl, då spüln nächstn Såmståg die Totn Hosn. Då kemma dånn a glei ibanåchtn.”

http://www.saualm.at/ - WOHNEN

“Jå, und den Metnitza Totntånz auffiahrn!”, kånn sich die Teres’ net vakneifn.

Re: Fortsetzungsgeschichte - Einführung

Brezi 14.01.2008
deleted

Re: Fortsetzungsgeschichte - Einführung

Amalia 17.01.2008
Und wie der Sepp so vor sich hinsinniert, griagt er auf amol an Schlog ins Kreiz, dass er fost vom Sessel owefoit. *Jo Sepp, du oide Hittn* schreit oaner hinter earm *wos mochst denn du do? die hobi i scho scho a hoiwade Ewichkeit nimma gseg´n.*

Der Sepp , der wegen dem Schlag scho in Gedaunken der Ärmeln aufkrempet hot
(insgeheim hot er mit aner Käulerei grechnet http://imageshack.us ) draht si um, und dadat am lieabsten in a Mausloch kräuln.

Der Michl, der Bruader von seiner derzeitigen Freindin, der Vroni steht do und stroiht übers ganze Gsicht.
Jetz is der Sepp no z´druckter, er woas gor net wos er sogn soll, scheangelt umi zu der Theres, dann wieder zum Michl und kennt si hint und vor nimmer aus.

Die Theres is neigierig worn und griagt an laungen Ganslkrogn http://imageshack.us , dass ihr jo ka Schas auskummt.
Sie mecht hoit a wissen, wer do den Sepp kennt.

Auf amoi sogt der Michl * Du Sepp, sog amoi, bei der Vroni, ist do wos im Busch. Bevor i do hergfohrn bin, wori no an Sprung bei ihr, de hot ma derzöht, sie speibt scho seit aner Wochn, hobts es leicht aubaut?*

Der Sepp wird vor Schreck kasweiss, do de Theres, in de er si verknoit hot, durt de Vroni und jetz ihr´n Bruadern im Gnack, mit so aner bledn Frogerei. Ob de am End´wirkle.......schwaunger?? *schwitz* http://imageshack.us Na hoffentlich net. Hiatz is´a gaunz dasig , wäul er siecht , die Theres schaut her.

Re: Fortsetzungsgeschichte - vorläufig noch ohne Titel

Weibi 17.01.2008
Die Teres’ konns net glabn wos sie do heart. Es is ihrn jo schon vüll untakumman, oba des schlogt dem Foss den Bodn aus! Sie was net soll’s lochn oda plärrn, soll’s “Juhu” schrein oder soll se se de Kugl gebn. Just in dem Moment spüln die Totn “Alles aus Liebe”, des Liablingsliad von da Barbara:


Re: Fortsetzungsgeschichte - Einführung

Brezi 18.01.2008
Da Sepp, der immer Kloaheit wüü, egal bei wos, pockt den Stier jetzt bei die Herndln und frog s' direkt: "Nix gwesn tät do net grod sogn. Jetzt waaß i ned: host du do a faschiedene Sichtweise, oda host von de füühn Obstla an Füümriss?".

"Wos woa?"

Mia blendn si jetzt diskret ausn Originalton aussa und segn nur, dass da Teres' je blossa dass s' wird, die Kinnlod aa imma weida owa hängt. Ihr Mimik is a Mischung von der von an Kind, wos es easchte Moe an Grissbaam siecht und ana völligen Fadattatheit. "Wos, dees oes hãmma gmocht? Oeso ollas, nur grod is letzte ned"?

"Sowoahr i Sepp haaß. Und i mechat Moritz haaßn, wãnnst du ka Freid dabei ghobt host. Zumindestns biss da schlecht wuan is. Du host ziemlich gschpiebm, oba oes duat, wo sa si gheart. Du host kaa Sauarei gmocht, sondan bist foi gesittet ins Bett gãngan und i hob die zuadeckt, da a Bussal aufs Wangal ge'm und dãnn die Tia fo aussn zuagmocht. Fia mi woa's des dãnn. Und wiari dãnn nix mea von dir gheat hob, hob im a denkt, des woa's, do kummt nix mehr nooch.

Beide san auf amoi gãnz schweigsãm, schaun leicht in die Luft, die Augn auf "unendlich" gstööt. Eahnare Zunganspitzn dan beide nervös herum, und die Nosnspitzn zidan aa, ois wãn sa si beide ãn den betörendn Duft und Gschmockn ãn dem O'md erinnan woitn. Die Erinnerungan san auf beide Seitn net schwoch, owa olle zwaa wissn s' net, wos si da ãndare denkt. Und in beide tiaf drinn sogt a eindringliche Stimm: "Na seawas!!!".

...

Re: Fortsetzungsgeschichte

Weibi 22.12.2008
„Na seawas“, sogt da Teres’ ihr innare eindringliche Stimm. „Do hätt’ i mir eigentlich schon olles z’rechtglegt g’hobt und jetzt draht sich olles um 180’g Grad. Jetzt was i wieda net, wo i steh. Oba wenigstens is guat z’wissn, doss i dekorös g’schpiebn hob.“
Ihr Vurstöllungsvermögen reitat mit ihrn durch und im Geheimen frogt sie sich, ob des Ondare a wohl so dekorös woar, und kriagt an rotn Kopf.
Da Sepp siagt des und deitet es folsch: „Soll i die ham foarn?“.
„Donkta schen, oba mei Freindin und i mir homma uns a Zimma g’nomman do im Gosthaus.“

Do kummt a grod die Barbara eina, gonz aufgregt is se: „Mensch, do bist’, i suach di schon ibaroll. Host den gonzn zwaten Teil von de Totn Hosn vapasst! Du huach her, i muass dir wos sogn. I was, des is net gonz schen von mir, doss i di do sitzn loss, oba da Schlogzeiga hot mi auf a Party in Graz einglodn, und do muass i mit. Du vastehst des doch, es kummt net jedn Tog vur, dass di de Totn Hosn auf a Party einlodn. Und des Zimma is eh’ schon zohlt, um des brauchst da kane Surgn z’mochn, und an Autobus host morgen um zwölfe z’mittog.“

Erst jetzt kneift die Barbara, doss de Teres’ G’söllschaft hat und schaut sie frogend an. Die Teres’ kummt net umhin mehr: „Derf i vustölln – die Barbara, mei Freindin – da Sepp.“
Die Barbara kriagt grosse Kullaaugn: „Ahhhh ahh, aha aha...äch’m, hm hm“, stottats’ daher doss da Teres’ schon peinlich weard. A da Sepp was nix davon z’holtn und schaut vastohln, ob sei Hosnschlitz wohl zua is oda ob sunst wos net stimmt on seina Person. „Jo, wos i sogn wollat, g’freit mi, Sepp.“, die Barbara findat ihre Wort’ wieda. „Hob schon vüll von dir g’heat.“
Die Teres’ kennat die Barbara obmurgln ob so vüll Indiskretion.
„Jo nochat bin i beruhigt, donn bist jo eh’ net allan. Also, es mocht da eh nix aus, wonn i nochat gangat, de woartn schon auf mi?“ Sie druckt da Teres’ noch a Bussl auf’, und weg is se.

Die Teres’ und da Sepp schaun anonder on und fongan lauthols on zan Lochn. „Na dos woar vielleicht a Vurstöllung“, sogt da Sepp und suacht da Teres’ ihre Hond. De meakts net amol weil ihrn rasn grod tausend Gedonkn gleichzeitig durchn Kopf.

In dem Moment schneit da Michl eina. Da Sepp losst die Hond von da Teres’ folln wia a hasses Eisn. Wia von da Tarantl g’schtochn schpringta auf; den Michl muassa los wern, bevur der die Teres’ siggt, oda noch bessa, bevur die Teres’ den Michl siggt.
„Bin glei wieda do, woart auf mi“, flistata und weg is a er.




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

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Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.