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"WEIBSTEUFEL" KARL SCHÖNHERR

von Juser8535hw 09.08.2015
Unten ein Dialog aus dem oben genannten Stück. Meine Frage bezieht sich auf die Bedeutung des Letzten Satzes: Du erhebst mich ja doch nimmer. Ich füge mehr Repliken dazu, damit man den Kontext versteht. Hat jemand eine Idee was mit dem Satz gemeint werden kann?


Weib
Du hast die ganze Suppe selber eingebrockt — jetz löffel sie auch aus. Gib mir soviel Geld, daß ich nit Not leiden muß. Dann geh ich heut noch von dir weg.

Mann
keuchend vor verhaltener Wut
Zum Jäger.

Weib
Gleich wohin. Denk dir grad, ich bin gstorben. Ein schöns Begräbnis spendierst mir doch; und dann das Totenmahl und ein schönen Grabstein. Gib mir, was das alls kostet, also lebendiger, dann hab ich was davon.

Mann
Und der Jäger auch.

Weib verzweifelt ausbrechend
Ich kann mit dir nimmer leben. Kniet vor dem Manne Laß mich aus. Du erhebst mich ja doch nimmer.

"Du erhebst mich ja doch nimmer."

Koschutnig 09.08.2015
Ich denk, du solltest noch ein paar Zeilen weiterlesen. Die Frau kniet ja, wie sie das sagt. Dann, nachdem ihr Mann sie geohrfeigt hat und gegangen ist:

Weib
erhebt sich vom Boden
.

Sie hat also ihrem Mann vorgeworfen, dass sie ihm so wenig bedeutet, dass es ihm nie in den Sinn kommen würde, sie aus ihrer unterwürfigen und schmachvollen Stellung liebevoll, zärtlich, verzeihend zu sich emporzuziehen, sodass beide gleichberechtigt miteinander leben können.




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.