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Die Buchwoche

Brezi 12.06.2007
Liebe Freunde (ich nehme an, allen voran Russi)!

Seit gestern tut sich hier etwas, was mir die Augen glänzen macht (in zweierlei Hinsicht). Neben meinen Wörtern wachsen die Buchsymbole wie die Schwammerln. So was erzeugt ohne Übertreibung ein Hochgefühl, gegen welches das Gefühl, wenn man als Laudand in der Frankfurter Paulskirche steht, "a matte Sache" ist.

Ich freue mich, anscheinend zur Entdeckung einiger essentieller österreichischer Ausdrücke (aus allen sozialen Sprachschichten noch dazu) beigetragen zu haben.

Einiges an den Auswahlkriterien wundert mich zwar (so finde ich Stellage viiiel geläufiger und im gemeinösterreichischen Wortschatz tiefar verankert als Hörndl- oder Körndlbauer, aber das mag daran liegen, dass Russi auf dem Land groß geworden ist, und Scheibbs - Wien, das kann man an einem Tag nicht zu Fuß gehen. Aufgrund gewisser Häufungspunkte sehe ich außerdem, dass hier überwiegend nach einem Top-Down-Prinzip vorgegangen wird und das S einfach noch nicht dran ist.

Wie gesagt jedoch, ich habe eigentlich gar nie mit einem Transfer irgendeines meiner Wörter in das große Buch gerechnet und bedanke mich, noch immer leicht verwirrt blinzelnd.

Eines ist am Buch auf jeden Fall gut: die Leute werden durch das "tägliche Wort" animiert, wenigstens da eine repräsentative Anzahl Beurteilungen abzugeben, was den Einfärbegrad der Österreichkarte etwas aussagekräftiger macht. So bekam ich gestern gar eines meiner eigenen Wörter zugesandt. Toll programmiert übrigens, denn ich durfte es auch auf diesem Weg nicht beurteilen, weil es mein Wort war.

So sehe ich mit Freude, dass hier etwas sehr kräftig und prosper im Wachsen ist, und wünsche uns und allen anderen noch viel Freude.

Werner

Hallo breznsoiza, Hallo Leute,

Russi [Admin] 13.06.2007
das mit dem Buch ist (leider) eine etwas langsame und unkoordinierte Sache. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich die Wörter eher zufällig von Zeit zu Zeit durchgehe (und meist bei A oder den letzten Worten anfange).

Da Wörter im Buch möglichst "sauber" (wenn möglich also korrekt geschrieben, die "hochsprachliche" Variante, mit Artikel, usw.) sein sollen, kann ich das nur für mir bekannte Wörter machen.

Sehr hilfreich wäre es natürlich, wenn die Daumen hoch und runter öfter benutzt werden. Dann könnte man zumindest sagen bei drei Daumen hoch kommt das Wort ungefragt ins Buch. Wäre das ein Ansatz?

Gruss Russi

Brezi 14.06.2007
Lieber Russi!

Ich bewundere im Gegenteil das affenartige Tempo, mit dem hier gute Bucharbeit geleistet wird. Wenn du es wünscht, werde ich für diese Zwecke den Daumen öfter gebrauchen. Jetzt ist mir auch klar, warum manche Wörter schneller und manche weniger schnell ihren Einzug ins "Hauptbüchl" fanden. Lass dir da von mir nicht dreinpfuschen und vor allem: Take your time, no hurry (sagten schon die legendären Beatles zu ihrem herzigen "Nowhere Man"). So wie ihr da werklt, glaube ich manchmal, ihr wollt Rom in einem halben Tag erschaffen. Ein ganzer Tag reicht auch

Momentan bin ich eher auf einer anderen Schiene unterwegs. Ich greife dem Nachwuchs ein wenig unter die Arme, helfe bei Unsicherheit oder gebe dezente Hinweise bei wiederholten Fehlern. Anscheinend dankt man es mir mit Qualitätssteigerungen. Einige, die hinzukamen, sind schon sehr, sehr gut. Lediglich mit der Sprachqualität hapert es noch, bzw. kommen sie aus Gebieten, wo sie keinen Bestätiger finden (was über die Wortqualität aber doch natürlich nichts sagt). Wer weiß aber, was aus denen noch wird.

Eigentlich wollte ich bis inklusive Sonntag ausgeloggt bleiben, um mir das abhanden gekommene Nervenkostüm wieder zu flicken habe aber jetzt zwei Ausnahmen gemacht. Das Wörterverzeichnis bleibt aber unangetastet. Bis Sonntag Abend.

Herzliche Grüße

Werner

Sinn der Bucheinträge

Russi [Admin] 14.06.2007
Hallo Moderatoren,

die Idee hinter den Einträgen mit dem "Buch" Prädikat ist genau wie der Ausdruck "Buch" schon sagt: die sollen mal in ein Buch. Nicht morgen oder nächsten Monat aber doch. Vereinfacht gesagt soll dies ein österreichisches Wörterbuch werden, welches jene Wörter enthält, die Sprecher und tägliche Nutzer des "Österreichischen" für wichtig halten. Ist also kein wissenschaftliches Werk, soll aber doch weit mehr sein als eine Ansammlung von ein paar Kuriositäten. Vielleicht klappt's bis Ende des Jahres mit einer ersten Ausgabe

Übrigens findet man alle Bucheinträge auf der eigenen Seite http://www.oesterreichisch.net , aber das wisst ihr wohl schon.

@breznsoiza: eine kleine Auszeit ist sicher gut, deine Onlinezeit ist schon recht intensiv

Gruss Russi




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.