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Den Abwasch machen

JoDo 24.08.2007
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ist laut Russi österreichisch.
Mir kommt aber gerade dieser Begriff typisch piefkinesisch vor.
Bitte Euch um Eure Meinung zu diesem Thema

Ich würd sagen:

Halawachl 24.08.2007
Irgendwer muss ja sicher "des G'schirr owoschen". Halte "Abwasch machen" nicht für besonders österreichisch.

Genau so habe ich´s im Ohr

JoDo 24.08.2007
Sogar zu einer Wortwurst zusammengewachsen:

Gschirråwåschn

wie ein eigenständiges Substantiv

Muss ich wohl ...

Russi [Admin] 24.08.2007
... gegen mich stimmen. Bin wohl etwas zu weit mit der "Verhochösterreichischung" gegangen. "Geschirr owoschn" ist wohl das gängige.

@Russi:

JoDo 24.08.2007
Sei Dir unseres Bedauerns sicher!
Hochachtung vor Deiner Aufrichtigkeit!

JoDo

Åwåschn!

Halawachl 24.08.2007
Schliesse mich den Kondolationen an,
in der Hoffnung, dass der Russi sein' Åwåsch
nicht händisch erledigen muss. Gibt's eigentlich
kein ö. Wort für Geschirrspülmaschine? Das ist ja so hässlich,
dass man eigentlich ein's erfinden müsst!

Aber ja!

JoDo 24.08.2007
Gschiaschbüla
So wie Bloddnspüla.

Ich hoffe ich habe Dich jetzt nicht auf falsche Gedanken gebracht!

Obwohl ich sagen muß - Gschiaråwåscha - das tät mir auch recht gut gefallen.

Brezi 30.08.2007
Ich bedanke mich einfach für den amüsanten Gedankenaustausch. Endlich wieder Geblödel, über das ich lachen konnte. Und auch wenn ich eh schon längst mit abgestimmt habe (Russi, nimm's nicht persönlich), muss ich dennoch noch einmal ausdrücklich feststellen, wie 'nordisch' mir der Abwasch vorkommt. Nicht einmal meine deutsche Mutter hat das je verwendet, seit sie nach Österreich übersiedelt war.

System 30.08.2007
"Den Abwasch machen" (=abwaschen) kommt mir sehr geläufig vor.
Das scheint wohl mehr etwas aus dem norddeutschen Raum zu kommen, hier ist das jedenfalls sehr gebräuchlich.

Amalia 30.08.2007
also da sind wir im Allgemeinen sehr wortkarg, uns reicht ein :
*owoschn* muass i ah no>> damit ist immer das Geschirr gemeint

Host scho ogwoschn?
Wer woscht denn heit o?
Noch'n owoschn moch i ma an Kaffee.

Mit Geschirr:
Gschia owoschn
wosch des gschia o

na und wenn es der Geschirrspüler macht?? wie hat es der brezerl so lieb beschrieben??Bini dei SCHANI???
dann macht es der Schani, denn der ist der Geschirrspüler in diesem Falle ) für wos hobi denn den Schani, und dieser redet zumindest net *zruck

Re: Ich würd sagen:

Weibi 19.11.2007
Irgendwer muss ja sicher "des G'schirr owoschen". Halte "Abwasch machen" nicht für besonders österreichisch.


I kenn mi us mit dem abwäscha, allerdings hon i des im Ländle gmacht und des isch jo, wie wir alle wissand, net richtig öschterich, oderr?

1xEUROPA 30.11.2007
"Den Abwasch machen" (=abwaschen) kommt mir sehr geläufig vor.
Das scheint wohl mehr etwas aus dem norddeutschen Raum zu kommen, hier ist das jedenfalls sehr gebräuchlich.


Rund um Hamburg ist das üblich - zumindest wenn man keinen Geschirrspüler hat. Die meisten sind allerdings auch eher wortkarger und begnügen sich mit "abwaschen".

Grüße vom Hamburger aus Wien
Werner

Re: Den Abwasch machen

hertaleis(at)sonnenkinder.org 01.01.2008
Spät aber dennoch: "Den Abwasch machen" ist eher literarisch-deutsch und auf keinen Fall österreichisch. Die tatsächlich Betroffenen sprechen von "abwaschen" oder "Gscherr spüle" wie hier in Hessen.

Österreichisches Standarddeutsch oder Dialekt?

System 21.07.2008
.

An alle Antwortenden: Weshalb gebt ihr bei euren Beispielen nicht an, ob es sich dabei um österreichisches Standarddeutsch handelt oder um welchen lokalen österreichischen Dialekt?

Und warum führt ihr keine Belegstellen an?

Österreichisches Standarddeutsch: den Abwasch machen
Deutschländisches Standarddeutsch: abspülen, das Geschirr spülen
Deutschschweizerisches Standarddeutsch: abwaschen

(Variantenwörterbuch des Deutschen)

.

Re: Den Abwasch machen

Brezi 22.07.2008
Puh! Ihr seht mich einigermaßen zerstört!

Offenbar funktioniert mein Gedächtnis nicht, denn eine Frage wie "Wer macht heute den Abwasch?" hörte ich bis dato aus österreichischen Mündern nie. Dort wo ich herkomme, würde man zum Beispiel sagen: "Wer wascht heut' des Gschirr?"

Würde ich unter Landsleuten auf einer g'führigen Selbstversorger-Berghüttn diese Frage in Form der hier zur Diakussion gestellten Phrase stellen, bekäme ich vermutlich vom Rest der Crew fest eine g'schmiert und wäre fortan von der Planung gemeinsamer Hüttenwochenenden ausgeschlossen.

Wäre ich jetzt prominent genug (oder zumindest Hans Dichands Rückendeckung einigermaßen sicher), dass ich auf Dauer schadlos eine eigene Meinung haben dürfte, wäre ich jetzt stolz darauf, aus der Norm zu fallen. So aber gebe ich lieber klein bei, bevor vielleicht auch noch meine Existenz als Mitglied der ostarrichi-Gemeinde in ernsthafte Bedrohung gerät.

Tierf zerknirscht,

Brezi

Re: Österreichisches Standarddeutsch oder Dialekt?

1xEUROPA 23.07.2008
An alle Antwortenden: Weshalb gebt ihr bei euren Beispielen nicht an, ob es sich dabei um österreichisches Standarddeutsch handelt oder um welchen lokalen österreichischen Dialekt?

Und warum führt ihr keine Belegstellen an?.


Nun ich denke mal, es bringt wenig, irgendein Standardlexikon abzuschreiben - speziell dann nicht, wenn hier mehrere Leute echte Zweifel daran haben, dass die Aussagen, die dort niedergeschrieben sind, "Standard" sein sollen.

Ostarrichi lebt ja gerade von des Volkes Stimme. Und Standard ist nun mal, was die Bevölkerung wirklich verwendet - und nicht, was irgendein Schreiberling zusammenschreibt, um das Buch für seinen Verlag zu füllen -oder? Wenn das hier zu einem Abschreibewerk verkommen sollte, dann bin ich in jedem Fall weg.

Österreichisches Standarddeutsch: den Abwasch machen
Deutschländisches Standarddeutsch: abspülen, das Geschirr spülen
Deutschschweizerisches Standarddeutsch: abwaschen

(Variantenwörterbuch des Deutschen)


Also ich habe so 55 Jahre rund um Hamburg gelebt - und da ist der Standard eindeutig: abwaschen
Soll ich mich nun deswegen als Standard-Schweizer betrachten?

P.S.: Bin jetzt übrigens von Wien aus wieder ein Stück weiter abgewandert - nach Bratislava.
Da gibts auch keinerlei Probleme damit, was Standard-Deutsch ist und was nicht.
Ich darf mich jetzt wohl stattdessen mit vielen Zungenbrechern befassen.

Gruß
1xeuropa




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.