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Beurteilung der QUALITÄT des Eintrages

zott 19.01.2008
ist eine Überlegung wert:
ein weiteres Kriterium bezüglich Qualität
Weg damit : wird in Deutschland genauso verwendet

Re: Beurteilung der QUALITÄT des Eintrages

system02 20.01.2008
ist eine Überlegung wert:
ein weiteres Kriterium bezüglich Qualität
Weg damit : wird in Deutschland genauso verwendet


Das ist eine schwierige Sache, da sich Wortverwendungen halt einfach nicht an politische Grenzen halten: Bayern gehört zu Deutschland, steht aber sprachlich Österreich wesentlich näher als dem Norden, bzw. spricht der Großteil der Österreicher einen bairischen Dialekt.
Die Dialekte scheinen mir überhaupt das Dilemma dieser Seite zu sein.
Wie schon in einem Kommentar erwähnt, sind Dialekte für mich eigenständige Sprachen, teilweise auf sehr kleine Regionen beschränkt. Nicht nur meine Wörter aus dem Pinzgauer Dialekt, auch die Wörter anderer Gebiete sind in Restösterreich unbekannt und nur auf Grund meines langjährigen Interesses an Dialekten kenne ich viele Wörter aus Ostösterreich. Zwar unterscheiden sie sich oft nur in der Schreibweise der Vokale (å - au - ou - ô - usw.), werden dennoch neue Wörter daraus gemacht.

In diesem Wörterbuch sollten doch Wörter aufscheinen, die in ganz Österreich bekannt sind und verwendet werden, oder habe ich etwas missverstanden?
Ich werde mich ab sofort selber "bei der Nase nehmen" und keine Dialektwörter mehr vorschlagen.
Vielleicht könnte man ein "Dialekt-Wörterbuch" eröffnen - aber solche gibt es ja schon einige im www - würde außerdem bei den undurchschaubaren Beurteilungskriterien eh auch nichts bringen....

Aber um auf zotts Ausgansposting zurückzukommen: Wo ist die Sprach-/Sprechgrenze zwischen Österreich und Deutschland? Bedarf es einer solchen, um ein typisch österreichisches Wort zu beurteilen? Und wie steht es mit Vorarlberg? Den kroatisch und slowenisch sprechenden Österreichern?
In einem Land mit einer solchen Sprachenvielfalt - Gott sei Dank! - über "typisch österreichisch" zu urteilen scheint mir schon beinah eine eigene Wissenschaft zu sein...

Re: Beurteilung der QUALITÄT des Eintrages

Weibi 20.01.2008
@finnagl - genau so sehe ich das auch. Bin sehr verunsichert. Trau mich schon gar nix mehr eintragen!

Kommentar eines "Ausländers"

Josef 20.01.2008
Ist es anmaßend, wenn hier ein Ausländer auch noch seine Meinung dazu kundtut? Ich hoffe, es wird nicht so empfunden.

Ich möchte, als Quasi-Außenstehender, dem, was finaggl hier geschrieben hat, inhaltlich in vollem Umfang zustimmen. Vor allem ein Gesichtspunkt scheint es mir wert zu sein, noch einmal ausdrücklich betont zu werden:

Der Dialekt ist viel zu wertvoll, als dass man ihn mit der Umgangssprache in einen Topf werfen sollte! Unsere Dialekte sind die ehrwürdigste Sprachform, die wir haben, sie haben mit „Slang“ oder ähnlichem nichts zu tun! Ich bitte, das Wort „ehrwürdig“ wirklich wortwörtlich zu nehmen! Mehr als jede andere Sprachform (Hochsprache, Umgangssprache) sind die Dialekte Teil einer sehr alten, langsam gewachsenen Kultur.

Josef




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.