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Beschwerde - Wortsuche!

JoDo 08.10.2006
Gestern war aus Anlass der langen Nacht der Museen ein Beitrag über das Bestattungsmuseum im Radio.
Na, hab ich nachgeschaut im österreichischen Lexikon.

Kein Wort gefunden bei der Suche nach "Pompfüneberer "!
hat mir das System geantwortet!

Heute hab´ich den Salat und die Helene schenkt mir ordentlich ein! Dabei habe ich mir wirklich Mühe gegeben alle möglichen Variationen den Namen zu schreiben abzusuchen.

Kann es sein, dass der Server auch so seine Mucken hat?

mfG
JoDo

stanton 08.10.2006
Ich glaube, da bist Du gerade auf eine echte Herausforderung für die EDV gestoßen: unscharfe Suche nach Dialektwörtern.

Das System macht eine einfache Teilstringsuche. Wenn Du also z.B. nach "füneberer" suchst, wird zwar "Pompfüneberer", nicht aber "Pomfineberer" gefunden. Mit einer Suche nach "neberer" würdest Du beide finden.

Das Problem ist, dass das System exakt vergleicht, es aber andererseits für Dialektbegriffe keine einheitliche Schreibweise gibt. Bei der Lautschrift kommt erschwerend hinzu, dass sich die Aussprache regional unterscheiden kann (hoazn/haazn).

Wenn ich ein Wort suche, um es nicht doppelt einzutragen, suche ich nach einem möglichst unzweideutigen Teilstring, von dem es nicht viele Schreibvarianten gibt. Je länger dieser ist, um so leichter - sonst schaue ich im Wörterbuch unter dem jeweiligen Anfangsbuchstaben nach.

Der Luxus wär's natürlich, wenn es eine unscharfe Suche gäbe, die Varianten in der Schreibung wie z.B. die folgenden berücksichtigt und alle denkbaren Varianten sucht:
a/o/å/au (z.B. gschnollt/gschnallt)
ü/i
er/a (z.B. nimma/nimmer)
el/l (z.B. blatteln/blattln)
b/p
d/t
g/k
doppelte vs. einfache Buchstaben

Technisch wäre das z.B. wie folgt zu lösen: Zu jedem Wort wird ein "Suchschlüssel" gespeichert, der wie folgt gebildet wird:
- Alles in Kleinbuchstaben
- Vokale werden durch einen Platzhalter wie "-" ersetzt (Doppelvokale werden dabei auf einen Platzhalter reduziert) oder sogar ganz entfernt.
- Doppelte Konsonanten und "ck" werden zu einem reduziert.
- Wo es Pärchen von "harten" und "weichen" Konsonanten gibt (b/p, d/t, g/k), wird entweder immer der "harte" oder immer der "weiche" Konsonant genommen.
- Wo Lautkombinationen gefunden werden, die unterschiedlich geschrieben werden können (Konsonant+el/Konsonant+l, er/a), wird ein Spezial-Platzhalter (z.B. Großbuchstabe) eingefügt.

Die Suche bildet dann zu dem Suchbegriff ebenfalls einen Suchschlüssel nach dem obigen Schema und vergleicht diesen mit den gespeicherten Suchschlüsseln der Wörter.

Tunen kann man diese Suche vor allem im Bereich der Lautkombinationen und bei der Behandlung von Vokalen.

Auch beim Einstellen neuer Wörter bietet es sich an, diese mit der unscharfen Suche gegen bestehende Einträge abzugleichen und alles Gefundene anzuzeigen.

Alternativ dazu fällt mir noch ein, dass es ja schon eine Art "schwammige" Suche geben muss: bei manchen Worteinträgen werden "ähnliche" Wörter angezeigt. Vielleicht lässt sich das in die Suche einbauen - dabei würde ich dann aber dem Benutzer die Auswahl lassen, da Suche damit schon sehr schwammig wird.

Toll!

JoDo 09.10.2006
...was Du da zusammengetragen hast, aber, glaube mir, gestern, da hat irgendetwas gehakt, weil nichts, aber auch gar nichts gegriffen hat. Was ich da angegeben habe, war tatsächlich das und genau das Wort, das schon mehrfach vorhanden ist. Hat mich eigentlich eh gewundert, dass es da noch keinen Eintrag geben sollte.

Trotzdem oder gerade deswegen: Deine Vorschläge verdienen vor den Vorhang geholt zu werden!

vlG
JoDo

stanton 09.10.2006
Solche Funktionen gibt es in vielen SQL-Datenbanken, allerdings sind diese meist auf Englisch ausgelegt und für andere Sprachen nur bedingt brauchbar. Aber das Prinzip ist für unsere Zwecke durchaus brauchbar...

Ach ja: diese unscharfe Suche ist natürlich auf die österreichischen Begriffe ausgelegt. Für die hochdeutschen Übersetzungen reicht fast der herkömmliche Teilstringvergleich, allenfalls für ß/ss könnte man sich etwas Ähnliches einfallen lassen.




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

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Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.