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Atlas zur deutschen Alltagssprache (AdA)

JoDo 11.01.2011
Gerade bekomme ich die Liste zur achten Runde herein.
Für alle Interessierten - sehr aufschlussreich, Mitmachen ausdrücklich willkommen.


http://www.philhist.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/germanistik/sprachwissenschaft/ada/

Re: Atlas zur deutschen Alltagssprache (AdA)

Koschutnig 11.01.2011
Gestern schon erledigt.

Ich hab die aber wissen lassen, dass ich empört bin übers dreimalige "mal"
in 4 (l):
Die Luft ist stickig im Raum. Was sagt man bei Ihnen, wenn man einen Freund bittet:
Mach mal bitte das Fenster auf!
Mach mal bitte das Fenster los!
Öffne mal bitte das Fenster!
anders:"Mach einmál/amål..."

Und ganz komisch sei in 4 (n) das permanente "für":
Was sagt man bei Ihnen am Ort, wenn jemand kein Geld für eine kleine Arbeit nimmt?
Der tut das für nass(e).
Der tut das für lau.
Der tut das für umme.
Der tut das für umsonst.
anders: "umsonst/umasúnst"

usw. usf.

Die Univ. Augsburg ist offenbar völlig nördlich unterwandert. Eine 5. Kolonne am Werk: Die Schläfer sind erwacht!

K.

Re: Atlas zur deutschen Alltagssprache (AdA)

JoDo 11.01.2011
Genau das >mal< habe ich auch angemerkt - noch bevor ich dein posting gelesen hab!

Mein zweiter Einwand betraf das Börse(r)l, das eine ganz andere als die angegebene Form hat.

Na meiliawa! Denan håmma´s wieda zäigt ...




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.