Dreik√∂nigstag: Br√4uche in Ober√∂sterreich



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Dreikönigstag: Bräuche in Oberösterreich

Koschutnig 06.01.2011
Interessante österr. Brauchtumsseite ("Feste und regionales Brauchtum"):
http://www.regionalkultur.at/Festtage_b.php?Fest=53&Autor=1

Da heut' der 6. Jänner ist,
hier einige Ausz√ľge aus dem Text von Elisabeth Schiffkomm
√ľber den Dreik√∂nigstag in Ober√∂sterreich:

Die Dreik√∂nigsnacht hei√üt auch die ‚Äěfoast√∂ [=feiste] Rauhnacht‚Äú.
Abends werden nämlich in den meisten Häusern Krapfen gebacken.
Besonders am Dreik√∂nigsabend wird ‚Äěgeraucht‚Äú [...]

Da die Nacht Fruchtbarkeitssegen birgt, findet in ihr das ‚ÄěB√°mki√ün‚Äú [= Baumk√ľssen] statt.
Man f√ľllt den Mund mit Koch oder Krapfen und k√ľ√üt einen Apfelbaum, indem man spricht:
‚ÄěB√°m, B√°m, i bu√ü die, wier so voll wie mei Maul!‚Äú

Glöcklngehn und Sternsingen ist uralter Brauch.
Im Innviertel ziehen ledige Burschen vermummt von Haus zu Haus,
klopfen unter allerlei Schall und L√§rm an T√ľren und Fenster und sprechen:

‚ÄěHeint is √° Rauhnacht,
Wer hats aufbracht?
√Ā alt√° Man is √ľba d'Stigl krochn,
Hat si Hend und F√ľa√ü abrochn,
Krapfn raus, Krapfn raus,
Sinst stich i enk a Loch ins Haus!“

Ein Glöcklerspruch aus Weißkirchen lautet:

Glöckeln, glöckeln, d’Glöckler sind da!
Sie kommen aus'm Morgenland,
Sie sind hier alle unbekannt,
Sie machen eine weite Reis¬ī,
Sie reisen daher in Hitz und Schweiß
...




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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind √ľber 1300 W√∂rter ins W√∂rterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene W√∂rter gibt.

Die Urspr√ľnge des W√∂rterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von √Ėsterreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

√Ėsterreichisches Deutsch bezeichnet die in √Ėsterreich gebr√§uchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in √Ėsterreich gebr√§uchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom √∂sterreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und f√ľr Schulen und √Ąmter des Landes verbindliche √∂sterreichische W√∂rterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in √Ėsterreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in √Ėsterreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronl√§ndern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine gro√üe Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das √∂sterreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zur√ľck.

Au√üerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell √∂sterreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdr√ľcke sind durch Vertr√§ge mit der Europ√§ischen Gemeinschaft gesch√ľtzt, damit EU-Recht √Ėsterreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in √Ėsterreich abseits der hochsprachlichen Standardvariet√§t noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.