Lessing, Goethe aund Kleist haben´s auch schon. [ von Koschutnig am 2010-08-28 22:30:25 ]
und der Schlesier Gerhart Hauptmann (
Adelheid: "Ja, ja, wennt man wah wär. Det is ja stibietzt ..." "Der Biberpelz. Eine Diebskomödie", 1906, S. 64) und der Schleswig-Holsteiner Nobelpreisträger Theodor Mommsen (
"der Koch, der nicht bloß mit unerhörten Saucen zu renommiren versteht, sondern auch wie ein gelernter Dieb zu stipitzen" , "Römische Geschichte" Bd. 1, 1888, S. 892) und die Schweizer Jeremias Gotthelf und Gottfried Keller auch:
"
Es handelte sich nicht um jene höhere Schönmalerei, wie sie der Motive stibitzende Meister handhabte, ich aber nicht bewältigen konnte"(G. Keller: "Der grüne Heinrich", List, 1966, S. 727)
Seit Anfang des 18. Jh. findet sich das umgangssprachliche Wort, das das Entwenden fremden Eigentums ziemlich verharmlost, in deutschsprachigen Quellen immer wieder.
Spez. österr. ist es eindeutig nicht!
Reinecke, der Fuchs, der sitzt
lichtscheu in der Erden,
und verzehrt, was er stipitzt,
ohne fett zu werden. (Heinrich v. Kleist)
Es könnte Schüler-Ursprung haben - die "bi-Sprache" gibt´s seit dem 16. Jh.
In dt. Gegenden existieren fürs Klauen auch "stitzen", "stritzen" und "stribitzen", die sind aber lokal geblieben.