Ob das überhaupt "spezif. österr" ist? [ von Koschutnig am 2011-06-23 23:47:57 ]
Da postet einer 2007:
Ich persönlich bin in der Fahrschule, als die Autobahnfahrten anstanden, auch bei der ersten Stunde mit 160 km/h über die Autobahn geblättert, bis mein Fahrlehrer meinte, dass er in der ersten Stunde generelle nur 130 km/h fahren lässt, damit man sich dran gewöhnt. http://www.k-foren.de/showthread.php?t=102915&page=2
Da österr. Fahrlehrer
nicht nur zunächst, sondern nie mehr als 130 km/h zulassen, muss das aus D stammen.
Ist
blädern, bledern dann nicht wieder nur die mittelbairisch-wienerische Lenisierung von Verschlusslauten( t/d, p/b, k/g)? Hat vllt. auch bei Duden infolge der fremdartigen Schreibung mit -d- niemand an "blättern" gedacht, als "blädern" als "ugs. österr." registriert wurde?
Jakob Ebner allerdings erwähnt es als 2. Bedeutung (neben "lang laut und dumm reden") in seinem "Wörterbuch der österr. Besonderheiten" (Duden-Taschenbuch Nr. 8), mit einem Zitat:
Joseph Weinheber:
Am Samstag um Mittag wird alles
zum Weekend fertig g'macht.
Dann blädern wir so von Hernals
bis ins Gesäus. ( "Die Werbung")
Und wie elegant Weinheber
'alles' mit
'Hernals' und
'Gesäus' doch zu reimen versteht!