Lei, lei / Bla, bla / Wai, wai: Ja já [ von Koschutnig am 2010-02-23 11:47:56 ]
Nachdem aus der "Bauerngmoa" der Villacher deren "Villacher Fasching" mit rheinischen Narrenkappen und Cheerleader-Ballett etc. entwickelt worden war und man sich mit einem verdoppelten slowenisch-kärntnerischen Wort
lei = nur einen Bekräftigungsruf ausgestattet hatte, bestand die Notwendigkeit in der Landeshauptstadt, die sich wieder einmal von Villach gefährlich in den Hintergrund gedrängt sah, ebenfalls lustig zu werden. Dass Villach den größeren Bahnhof hat, ist ohnehin schon ein böser, böser Stachel im Fleisch, und jetzt noch Villacher Lei-Lei-Komik: Wohin soll das führen? -
"Drei Hauptstädt hat´s Landle, de saint wia drei Stern:
an ålte, a neiche und ane mecht´s wern.
De neiche is Klångfurt, de ålte St. Veit,
de dritte is Villach - wia des wåchst is a Freid" (eher frei nach Primus Lessiak) -
Aufgrund der hinterfotzigen Seiten- und Direkthiebe aus Villach wurde daher mit äußerst geistreichem Hintersinn, von dem man wahrscheinlich annahm, er würde außerhalb von Villach sicherlich allgemein begriffen und ob seines Feinsinns bewundert werden, wählte man daher den Schlachtruf "Bla bla!" als Anwort auf sämtliche Villacher Spitzen.
Im volkreichsten Stadtteil Klagenfurts, in Waidmannsdorf, wo eifrige Sonder-Klagenfurter sich sogar tatsächlich um einen alljährlichen Faschingsumzug mit anschließendem gaudiösem Verbrennen des Faschings bemühen, wurde übrigens auch ein eigener Schlachtruf erdacht: "Wai, Wai!"