Deutsch - Österreichisch : plötzlich (aber auch: sang- und klanglos) verschwinden - abreißen wie ein Vierzigerzwirn

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Deutsch - Österreichisch : plötzlich (aber auch: sang- und klanglos) verschwinden - abreißen wie ein Vierzigerzwirn


Österreichisch :

abreißen wie ein Vierzigerzwirn

Aussprache :

åreissn wiara Vieazgazwian

Deutsch :

plötzlich (aber auch: sang- und klanglos) verschwinden

 
Eingereicht von :JoDo ( Region : Wien 18.,Währing)
Eingereicht am :2006-11-16 23:59:55
Verwendung :sarkastisch
 
Kategorien :Gemütszustände, Verfasstheiten, Befindlichkeiten




Kommentare
[ von bessawissa am 2008-11-04 10:43:14 ]
Tue ja nur, ahem, äußerst ungern andere verbessern, aber diese Übersetzung trifft nicht den Punkt. Abreißen wie ein Vierzgazwirn heißt nicht "unauffällig", sondern vor allem anderen "sehr, sehr schnell", sozusagen stantepede, also stehenden Fußes verschwinden. Bin - auch - in Sachen Zwirne und Fadenstärken kein Fachmann, aber "Vierzigerzwirn" muß mit der Stärke des Bindfadens zu tun haben und meint offensichtlich einen recht dünnen Zwirn, der leicht abreißt.
Ich fände am treffendsten: [ von Brezi am 2008-11-04 10:52:07 ]
abrupt aufhören. Das schließt dann auch JoDos Spezialbedeutung schön mit ein. Bei ihm schwingt außerdem noch der Austriazismus "abreißen = fortgehen, sich verabschieden" mit (hamma das eigentlich schon in unserem Fundus?). @bessawissa: danke für die Übersetzung von 'stantepede' :-)
[ von bessawissa am 2008-11-04 11:14:17 ]
Die - um Telemax' Umschreibung für eine derbe Sprache zu verwenden - in den Vororten gebräuchliche Drohung "Reiß o wiera Vierzgazwirn!" war eine sehr, sehr glaubwürdige und nachdrückliche Aufforderung, sich SOFORT zu verdünnisieren. Also schon sehr in Richtung Ortswechsel gemeint.
1. Vers mit Wirkung! Abgerissen wie ein Vierzigerzwirn ist die Beurteilung am Tag nach dem Vers (2.10. > 3.10.) [ von Koschutnig am 2011-10-02 19:12:01 ]
Bezeichnung gesucht!
Da wechselt einer stets den Ort, "lebt" einmal hier und einmal dort,
und außer Wiener Neustadt Land hat er die meisten Örter g'nannt.
Hier urteilte er mit Unverstand aus dem Bezirke Villach-Land,
nennt alles FALSCH, was er nicht kennt.
Wer weiß, wie man so einen nennt?
Ich selbst kenn die Wendung ja ebenfalls nicht,
doch bekenn ich das klar und verlier nicht mein Gesicht.

Vermerk: Am Tag nach obigem Vers verschwand
die kuriose Bewertung aus dem Bezirk Villach Land
vom 29.9.2011 - ist gegen solche Leut' 's Reimen wirklich ein Notbehelf?
Variante: [ von klaser am 2011-10-02 23:49:08 ]
I reiß o wia a Zwirnsfaden. Vielleicht sollte einmal an den Zweck dieser Seite erinnert werden: Das Vorkommen von Begriffen und ihre Verbreitung zu dokumentieren. Wer das nicht begreifen kann, sollte nichts beurteilen.
@Klagenfurt(Stadt): [ von klaser am 2011-10-02 23:59:03 ]
Universal Jerk? Allegorie der Ignoranz? Homo obnoxius? (Dass die Rückübersetzung Englisch-Latein statthaft ist, kann ich wegen versandeter Lateinkenntnis nur hoffen.)
Beurteilungen
2006-11-17 00:52:45(Wien 12.,Meidling): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   alt, aber gut!
2007-01-20 15:41:22(): Qualität=2: Bekanntheit=20%
   
2007-05-21 23:08:16(Wien 15.,Rudolfsheim-Fünfhaus): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   kenns als Sechziger :-)
2007-12-16 04:24:52(Wien 1.,Innere Stadt): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2011-10-04 01:52:06(Schärding): Qualität=0: Bekanntheit=-50%
   
2011-10-03 15:46:45(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=0: Bekanntheit=0%
   Da wechselt einer stets den Ort, "lebt" einmal hier und einmal dort. Hier urteilte er mit Unverstand aus dem Bezirke Villach-Land. Wer weiß, wie man so einen nennt? Ich selbst kenn die Wendung ja ebenfalls nicht, doch bekenn ich das klar und verlier nicht mein Gesicht.XXX Vermerk: Am Tag nach obigem Vers verschwand die kuriose Bewertung aus dem Bezirk Villach Land vom 29.9.2011 - ist gegen solche Leute also Reimen wirklich ein Notbehelf?
abreiÃen wie ein Vierzigerzwirn

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.