"Fleidn" aus Villach ("Kärntnerisches Wörterbuch") : [ von Koschutnig am 2011-08-05 14:41:59 ]
* "fleidn": Schale vom Getreide; Kleingeld http://villacher.net/weatabuach/wbuach.asp?pageno=11&buchstabe=f
* "Fleidn" (= Spreu") http://www.zeithaben.at/DE/dialekte_2_14_DE.html
* Und hier:
Dås Trad wird von die Fleidn getrennt, wo Sieb´ und Reitern z´brauchn send. Aus: "Vom Trad zan Brot" (5. Strophe), in: Kärntner Bauernkalender 2009, Seite 164: http://tinyurl.com/3mqnqhw
* Wissenschaftlich:
Vereinzelt geht man auch heute noch beim „Fleidn- Absiadn" für die Schweine im Winter so vor: Die Steine, die gewöhnlich nur in der Glut des offenen Herdes erhitzt werden, gibt man in ein Schaff mit „Bluamach" oder „Fleidn" und Wasser. (Oswin Moro,"Volkskundliches aus dem Kärntner Nockgebiet: Volksmedizin, Volksglaube, Volksdichtung, Volkskunst, Hofwesen und Arbeitsleben", Klagenfurt 1952, S. 14)
* "Fleidn" im Kärntner Dialektwörterverzeichnis ("Idiotikon") in Bd. 50 (1860), S.184 der "Carinthia I", : "Die feinste mittelst einer Windmühle vom Getreide gesonderte Spreu" http://tinyurl.com/3mpaedu
* Und noch ein eigenartiges ergoogeltes Zitat:
"Mir kan decht önn Traid nit mit de Fleidn vergleichen!" sait dyr Trechtein. ('Trechtein' = Herr Gott, von ahd. 'truhtin', der Herr)