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Österreichisch - Deutsch : Koprophor - Mülltonne
| Österreichisch : | Koprophor , der , -s , -e | | Aussprache : | Komprofor, Koprofor | | Deutsch : | Mülltonne | | | | Eingereicht von : | Finstermacher ( Region : Sankt Pölten (Stadt)) | | Eingereicht am : | 2010-07-12 22:37:02 | | Verwendung : | ugs | | | | | Kategorien : | Stadt |
| Österreichisches Verzeichnis |
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| Kommentare |
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Koprophor - außerhalb von St.Pölten praktisch unbekannt? [ von Finstermacher am 2010-07-12 22:41:19 ] Um die Wende zum 20. Jahrhundert gab es in Wien das von einem gewissen Alexander Hartwich unter dem Namen »Koprophor« propagierte Müll-Entsorgungssystem. Weil die Sammelbehälter nicht entleert, sondern zur Gänze ausgetauscht wurden, trat dabei zwar kaum Staub oder Gestank zu Tage, doch die Methode war recht kostspielig. So wurde 1918 entschieden, das in Köln bereits bewährte »Colonia«-System in Wien zu testen. Dabei wurden die Sammelbehälter in Müllwägen mit einer speziellen Staubschutzvorrichtung entleert. In den folgenden Jahren wurden in sämtlichen Innenhöfen »Colonia-Kübel« aufgestellt. Mehr als 170.000 waren es, als 1923 die Umstellung auf das bis heute gebräuchliche System abgeschlossen war.
Dass sich die Bezeichnung "Koprophor" gerade in St.Pölten so lange hielt, muss wieder einmal damit zu tun haben, dass wir hier ständig einige Jahre hinten sind - entschuldigung - waren. Denn das hat sich ja doch wohl in den letzten Jahren geändert, oder? tatsächlich [ von JoDo am 2010-07-12 22:49:40 ] noch nie vorher gehört ... na sowas!
Die Koloniakübel heißen bei mir noch heute so. Der Worterfinder [ von Koschutnig am 2010-07-15 08:40:01 ] war mit seinen Griechischkenntnissen wohl sozusagen so was wie ein Huma mist? (Wörtlich heißt´s "Scheiße-Träger", etwas weniger alltagsvulgär "Kot-Träger", vgl. " Ein Sackerl fürs Gackerl"). Der große Spötter Karl Kraus wusste 1900 allerdings, was gemeint war, als er und seine "Fackel" attackiert wurden: "Nun ist freilich Anfang October in der »Deutschen Zeitung« ein Feuilleton »Der Koprophor« erschienen, das sich mit der »Fackel« befasst, — die höhnisch einem Kehrichtapparat verglichen wird. [...]Sie erklären den Kampf gegen die Corruption an sich, das Kehrichtfegen als solches — auch wo´s sich nicht um den Wiener Straßendreck handelt -— für überflüssig, ja
gemeinschädlich. " http://joes.www2.50megs.com/koprophor.html |
| Beurteilungen |
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2010-07-12 22:49:54(Wien 18.,Währing): Qualität=2: Bekanntheit=0% 2010-07-15 08:37:03(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=0: Bekanntheit=-50% tolles Altgriechisch!
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