Infos dazu: [ von dankscheen am 2010-04-16 10:00:02 ]
Quelle:
http://www.oesterreich-bereisen.de/pages/bundeslaender/steiermark.php
Die Landeshauptstadt der Steiermark ist Graz.
Weiters ist Graz die zweitgrößte Stadt der Republik
Österreich und bedeutende Universitätsstadt.
Rund 290.000 Einwohner hat Graz und ist damit die
größte Stadt an der Mur. Im Jahre 2003 wurde diese
Stadt Kulturhauptstadt Europas und ist Menschenrechtsstadt
sowie Träger des Europapreises. UNESCO-Weltkulturerbe
ist die Altstadt und die größte, zusammenhängende Altstadt
Europas. Vom
slawischen Gradec, leitet sich der Name Graz
ab und bedeutet „kleine Burg“.
An beiden Seiten der Mur liegt Graz, wo diese ihren
Durchbruch durch das Grazer Bergland beendet und in
das Grazer Becken eintritt. Der Plabutsch mit 754 Metern
ist die höchste Erhebung in Graz im Nordwesten der Stadt.
Von Wien liegt Graz rund 150 Kilometer entfernt.
In die Innere Stadt (im ersten Bezirk, der Innenstadt,
befindet sich der Hauptplatz mit dem Rathaus.
Die Mitte des Platzes ziert der Erzherzog-Johann-Brunnen.
In diesem Bezirk befindet sich auch das Wahrzeichen der Stadt,
der Uhrturm auf dem Schlossberg. Die schönste und beliebteste
Einkaufstraße in Graz, die Herrengasse, verläuft quer durch den
Bezirk. Auch das Landhaus steht hier und unweit davon befindet
sich das Oberlandesgericht, dessen Gebäude den
Repräsentationswille der Gründerzeit widerspiegelt.
Fast durchgehend ist der Bezirk Fußgängerzone.),
St. Leonhard (östlich an die Innenstadt anschließend,
erstreckt sich dieser wohlhabende, bürgerlich geprägte
Bezirk bis zur Leonhardkirche nach Osten und zum
St. Peter-Stadtfriedhof im Süden. Auch das Hauptgebäude
der TU Graz befindet sich in diesem Bezirk.). Giedorf
(Wohnbezirk nördlich der Innenstadt, Sitz dreier Universitäten
und dementsprechend Wohnsitz vieler Studenten und Professoren.),
Lend (zentraler, multikulturell geprägter Arbeiterbezirk westlich
der Innenstadt. Hier befinden sich der Hauptbahnhof und das
Kunsthaus), Gries (Gries ist wie Lend ein Arbeiterbezirk,
in dem auch zahlreiche Ausländer wohnen. Als Zentrum
bosnischer und türkischer Kultur gilt die Griesgasse),
Jakomini (Zentral gelegen ist er das bevölkerungsreichste
Grazer Stadtgebiet. Hier befindet sich auch die Grazer Messe,
der Ostbahnhof, die Hauptremise der Grazer Verkehrsbetriebe,
der Augarten und das Landesgericht), Liebenau (Wohnbezirk im
Süden der Stadt; Produktionsstandort von Graz), St. Peter
(Wohnbezirk im Südosten der Stadt; die Wohnbevölkerung
konzentriert sich hauptsächlich auf große Neubausiedlungen im
nördlichen Teil des Bezirkes.
Hier findet man auch das Landesstudio Steiermark des ORF),
Waltendorf (Bezirk im Osten von Graz), Ries (Bezirk im Osten,
allerdings dünn besiedelt), Mariatrost (bürgerlicher Wohnbezirk
im Nordosten und Standort der Basilika Mariatrost), Andritz
(im Norden der Stadt), Gösting (Bezirk im Nordwesten von Graz
und Geburtsort von Arnold Schwarzenegger), Eggenberg
(Arbeiterbezirk im Westen und Spitalszentrum von Graz),
Wetzelsdorf (Wohnbezirk im Westen und Standort der Belgierkaserne),
Strassgang (im Südwesten von Graz – von der Kärntner Straße durchzogen;
die Kirche am Florianiberg ist Hauptsehenswürdigkeit dieses Bezirkes)
und Puntigam (Arbeiterbezirk im äußersten Süden der Stadt und
Standort der Puntigamer Brauerei).
Weitere Info´s unter:
http://www.geomix.at/oesterreich/Steiermark/Graz/Graz.html
Die erste nachweisliche Besiedelung des Gebietes reicht in die
Kupfersteinzeit bis ca. 3000 v. Chr. hinein. Seinen Namen verdankt
Graz den Slawen, die im 6. Jahrhundert auf dem heutigen Stadtgebiet
eine Burg errichteten
(„gradec“ bedeutet auf Slowenisch „kleine Burg“).
Ab dem 8. Jahrhundert ließen sich hier die Baiern und Franken nieder,
wurden aber bald wieder von den Ungarn vertrieben. Im Jahre 955
wurden die Ungarn von Otto dem Großen auf dem Lechfeld besiegt
und die Bayern kehrten zurück. Graz wurde die „Mark an der mittleren Mur“.
Ab 970 beherrschten die Eppensteiner, die Lambacher und
zu guter Letzt die Traungauer das Gebiet.
In dieser Zeit begann sich Graz auch als zivile Stadt zu entwickeln
und es entstand ein eigenes Gewerbe- und Marktzentrum. Nachdem
der Traungauer Ottokar IV. kinderlos blieb, erbten die Babenberger
die Region. 1233 wurde die Grazer Stadtmauer schriftlich erwähnt und
1245 bekam die Stadt ihr eigenes Wappen. 1379 lassen sich die
Habsburger in Graz nieder und die Grazer Burg wird ihre Residenz.
Erzherzog Karl II. gründete 1585 die erste Universität Innerösterreichs
welche aber noch im selben Jahr wieder abgeschafft wurde. 1797 wurde
Graz von den Truppen Napoléon Bonapartes besetzt. 1809 konnte Major
Hackherr die Franzosen erfolgreich abwehren. Im „Frieden von Schönbrunn“
wurde die Schleifung der Festung auf dem Schlossberg beschlossen.
Die Grazer erkauften sich aber den Uhrturm und den Glockenturm am
Schlossberg und retteten die beiden Türme so vor der Zerstörung.
Durch den Friedensvertrag von Saint-Germain verlor die Steiermark
ein Drittel ihres Gebietes und Graz wurde von wichtigen
Versorgungsgebieten abgeschnitten.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1938 wurden die
Ortschaften Liebenau, St. Peter, Waltendorf, Ries, Maria Trost, Andritz,
Gösting, Eggenberg, Wetzelsdorf und Strassgang eingemeindet und
Groß-Graz gebildet. Während des zweiten Weltkrieges musste Graz
schweren Angriffen standhalten. Viele Gebäude wurden zerstört.
Die Luftschutzstollen im Schlossberg schützten die Bevölkerung.
1968 wurde das Avantgarde-Festival des „Steirischen Herbstes“ ins
Leben gerufen. Zusammen mit der seit 1985 existierenden Styriarte
verfügt Graz über zwei bedeutende Festivals. 1988 kam der letzte der
17 Bezirke, Puntigam, hinzu. 1993 zeichnet Greenpeace die Stadt mit
dem Klimaschutzpreis aus.