Auch andere staunen: [ von Koschutnig am 2010-03-30 17:29:03 ]
"Redensarten-Index.de" erläutert:
*alter Freund!; freundschaftlicher Anruf, auch als freundschaftlich gemeinte Warnung;
*Ausruf der Verwunderung / der Überraschung / des Erstaunens / der Bewunderung http://tinyurl.com/yaw5sah
Wenn man jemanden umgangssprachlich als alten Schweden bezeichnet, ist das eine kameradschaftliche Anrede, ähnlich wie `alter Freund´. Bei dem Ausdruck kann auch durchaus die Begleitvorstellung `alter Schlaumeier´ mitschwingen.
Vermutlich stammt die Bezeichnung aus der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg. Der preußische Kurfürst Friedrich Wilhelm I. warb damals altgediente schwedische Soldaten als Ausbilder an, da diese für ihren "fürtrefflichen Drill" (so der Historiker Heinrich von Treitschke) bekannt waren. Im Heer wurden diese schwedischen Soldaten kurzerhand alte Schweden genannt, und im Laufe der Zeit erlangte der Begriff eine allgemeinere Bedeutung.
http://www.ceryx.de/sprache/wd_alterschwede.htm
Auch nach dem Lexikon der deutschen Umgangssprache von Heinz Küpper ist "alter Schwede" eine "gemütliche Anrede" wie "alter Freund", etwa seit 1690 in Berlin belegt. Ursprünglich seien damit schwedische Soldaten gemeint gewesen, die im 17. Jahrhundert nach dem Einfall der Schweden in preußisches Gebiet gefangen genommen worden und nach der Zerschlagung des schwedischen Heeres in brandenburgische Dienste übergetreten seien. Wegen des treuen Kampfes dieser Schweden an der Seite ihrer neuen Waffenbrüder habe der Ausdruck "alter Schwede" schon bald die Bedeutung "Kamerad" und "alter Freund" angenommen.
http://tinyurl.com/yztzt53
Ein neuer alter Schwede:
Hamburgs ältester Einwanderer: Der alte Schwede
Seit dem 23. Oktober 1999 ist Hamburg um eine geologische Attraktion ersten Ranges reicher. Im September wurde bei Baggerarbeiten zur Fahrrinnenvertiefung der Elbe in ca. 15 Meter Tiefe ein Findling großen Ausmaßes gefunden.
Der Findling hat ein Gewicht von 217 t und einen Umfang von fast 20 m (19,7 m). Die Breitenabmessungen sind etwa 7,9 m und 5,2 m, seine Höhe beträgt etwa 4,5 m. [...] Der älteste Großfindling Deutschlands ist schon während der Elster-Eiszeit hierher gebracht worden.
Der Mineralbestand des "Großen Steins von Övelgönne", des "Alten Schweden", wie er zwischenzeitlich genannt wird, belegt seine Zugehörigkeit zu den Graniten Ost-Smålands (Grauer Växjö-Granit). Er muss deshalb etwa dem Verlauf der heutigen Ostsee-Senke folgend transportiert worden sein.
Bild : http://www.hamburg.de/geotope/144844/alter-schwede.html