Deutsch - Österreichisch : deutsche Schreibschrift - Kurrentschrift

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Deutsch - Österreichisch : deutsche Schreibschrift - Kurrentschrift


Österreichisch :

Kurrentschrift

Deutsch :

deutsche Schreibschrift

 
Eingereicht von :tiggerwinni ( Region : Sankt Pölten(Land))
Eingereicht am :2007-09-13 12:57:47
Verwendung :-
 
Kategorien :Veraltet, Historisch


Kommentare
[ von Meli am 2007-09-13 16:02:39 ]
was ist daran österreichisch?? [ von Halawachl am 2007-09-13 16:41:56 ]
[ von Meli am 2007-09-13 17:36:08 ]
*Sütterlin* wär toll [ von Amalia am 2007-09-14 07:13:22 ]
deutsche Schreibschriften gibt es mehrere
@ Amalia @meli [ von tiggerwinni am 2007-09-14 16:58:57 ]
Hallo! Leider muss ich euch enttäuschen denn die Schrift Sütterlin ist nur eine Nachfolgeschrift der damaligen Kurrentschrift. Die einzelenen Buchstaben unterscheiden sich ziemlich. Also wäre diese Übersetzung nicht richtig! Es stimmt, dass es mehrere Formen der deutschen Schrift gibt und dies eben eine Form davon ist. LG tiggerwinni
>>>> d <<<< Daumen rauf ! -sh- [ von shadow am 2007-10-09 12:43:59 ]
Schon laange her, aber kenne diese Schriftart noch und auch in der Lage zu lesen . ...-sh-
@halawachl [ von Yana am 2008-01-04 18:35:41 ]
Was daran österreichisch ist? Das Wort "kurrent", gab es in DE nicht und kann auch heute keiner was damit anfangen, sofern er nicht Fremdsprachen beherrscht. Es hieß immer die deutsche Schrift. Kurrent = aus dem Lateinischen - für laufend. Ist in allen romanischen Sprachen enthalten. Sütterlin war der dt.Pädagoge,nachdem die Schrift von 1925-1940 benannt war.
Welche denn? [ von Koschutnig am 2008-06-06 15:01:46 ]
Meine Mutter hat noch streng unterschieden zwischen deutscher und lateinischer Kurrentschrift. Von latein ''currens'= laufend, fließend' ist einfach jede zusammenhängende Handschrift im Gegensatz zur Druckschrift oder zur gebrochenen Schrift(Fraktur) eine "Kurrentschrift". Als auf Hitlers ausdrücklichen Wunsch 1941 die lateinische Schreibschrift in den Schulen eingeführt wurde - er mochte die "deutsche" Schrift nicht und hat auch gefordert dass "Mein Kampf" NICHT in Fraktur gedruckt wird -,da wurde das "undeutsche" Wort Kurrent nicht mehr für die Schreibschrift verwendet, weshalb heute 'Kurrentschrift' mit der vorher üblichen deutschen Schreibschrift identifiziert wird. Mein Gr. Brockhaus: "Kurrentschrift siehe Kursivschrift"
[ von dankscheen am 2008-10-19 10:47:18 ]
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By dankscheen
Auch wenn manche den Verweis nicht leiden mögen, [ von JoDo am 2008-10-19 20:08:08 ]
hier ist er:
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kurrentschrift
Wodurch noch immer nicht geklärt wäre, ob es sich dabei um ein österreichisches Wort handelt ..
Ergänzende Infos: [ von shadow am 2008-10-20 14:36:09 ]
Sicher ist der Verweis auf Wikidia informativ, jedoch nicht ausführlich genug in Bezug auf das Wort Kurrent und dessen Wertigkeit.

Da ich auch einen Daumen vergab, begründet sich nicht mit den dort vorhandenen Informationen.

Wikipedia, es sei von mir einmal angemerkt, ist nach wie vor ein Werk von vielen Fachleuten. Aber ebenso wirken viele halbprofessionelle mit und vergleichbar mit Ostarrichi wird auch dort nie die endgültige Weisheit zu finden sein.
Als Infoquelle, Nachschlagewerk gerne.

Kurrentschrift, zum Anliegen und Begründung meines Daumens :
Ursprung des Wortes currere=laufen, also eine Laufschrift ist logisch und auch gut nachvollziehbar. Die Verdeutschung Kurrent folgte im Laufe der rechtschreiblichen Veränderungen.
Kurrentschrift prägte eine lange Zeit den gesamten deutschen Sprachraum und war die übliche Verkehrsschrift. Sogar als Amts-und Protokollschrift etablierte sich Kurrent auch in Österreich. Bis 1952 gab es noch die „Schulschrift Kurrent, schöne Schreibschrift, mit Feder“ parallel zu erlernen.

Die entscheidende Veränderung im Kurrent wurde durch den Grafiker Ludwig Sütterlin eingeleitet. Er entwickelte 1911 eine sehr ähnliche, aber eigenständige Schriftart.

Diese Neuerung, eine eigenständige Schrift, zog in Deutschlands Schulen ein und in Österreich konnte Kurrent lange Zeit überleben.

Allerdings kam es 1941 durch den Normaschrifterlass dazu, das im großdeutschen Reich beide deutsche Schriften zugunsten der lateinischen Schrift abgeschafft wurden.

Durch Bormanns Erlass vom 3. Januar 1941 wurden zunächst nur die gebrochenen Druckschriften verboten. Mit einem zweiten Rundschreiben vom 1. September 1941 wurde auch die Verwendung der deutschen Schreibschriften untersagt. Damit war auch die bis dahin übliche deutsche Kurrentschrift verboten, sowie die erst in den 1920ern eingeführte Sütterlinschrift. Seit Beginn des Schuljahres 1941/42 durfte an den deutschen Schulen nur noch die so genannte "Normalschrift" verwendet und gelehrt werden, die bis dahin als "lateinische Schrift" zusätzlich zur Sütterlinschrift unterrichtet worden war.

Ein Teil österreichischer Bibliographie z.B. aus dem Jahr 2003 noch ist teilweise in Kurrentschrift gehalten.

http://allegro.onb.ac.at/biblio/content/200323/Bibliographie200323.pdf.

Der „Führer“ soll diese ehemals „deutschen“ Schriften schwer abegelehnt haben und sie gar dem Judenvolk, dem „Abschaum“ zugeordnet haben. Mir liegen noch Dokumente vor, in denen Sütterlin als die „gute deutsche Schrift“ bezeichnet werden. Die Umwandlung in Sütterlin, einem deutschen ! Grafiker also, wurde in Deutschland sehr forciert und recht bald war der Begriff Kurrent – bis zum heutigen Tage nicht mehr in Gebrauch und Umlauf.

Die Erste Republik (1918–1938) überstand ohne große Umstände dies alles und hielt an Kurrent fest. Die zweite, wie oben schon beschrieben lehrte gar bis 1952, regional und an bestimmten Schulen.

Damit dürfte zumindest für mich der Daumen berechtigt und begründet sein.
LG -shadow-
Zum Abrunden der Infos von shadow: [ von dankscheen am 2008-10-20 16:52:29 ]
Ich denke
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Die Präsenz des Wortes ist in Österreich noch gut und oft in heutiger Zeit vorhanden:

Einen Link nach Wien :Zeitschrift Henri 2007
http://info-media.at/henri4/PDF/Alter7.pdf
Daraus : Kurrent übersetzen :Aus den „Self-Empowerment“-Kursen sind seit 2003 bis heute 14 weitere eigenständige Projekte entstanden. :

In 19 von 23 Wiener Bezirken:

ist man mittlerweile vertreten. Im Projekt „Leseagentur“ gestalten 18 Seniorinnen ehrenamtlich in Kooperation mit Visitas, dem sozialökonomischen Besuchsdienst des Roten Kreuzes, Lesungen in Wiener Seniorenwohnhäusern. Im Projekt „Kurrent“ organisiert man die Übersetzung historischer Kurrentschrift-Dokumente für Museen. Die „Museumsagentur“ bietet Hilfeleistungen bei Ausstellungen. Und im Projekt „Reisen“ haben sich mittlerweile mehr als 120 Senioren vernetzt, die gemeinsam die Welt erkunden.

Link 2

http://gonline.univie.ac.at/htdocs/upload/File/import/2543.pdf?PHPSESSID=416726558ca57a1a0b26e025a74676b6

Geschichte Online (GO) PDF-Version der Lerneinheit: ERSTE SCHRITTE IM KURRENT-LESEN

Link 3

http://www.w.roteskreuz.at/cn/aktuelles_und_publikationen/vorang/seiten/vorrang1-04.pdf Mit einem Artikel über Kurrentschrift und Übersetzungen

Auch hier ohne Frage eine Berechtigung des Daumens von mir, dieses Wort eher bzw. nur noch dem Sprachraum Österreichs zuzuordnen wäre..
Ferner deckt sich dies mit Yana´s Kommentar echt gut, es in Deutschland wo Yana lebt es nicht bekannt ist.
Allerdings sei zu meiner Schande angemerkt, das mein eingefügtes Bild mit Sütterlin unterlegt ist.
LG Dankscheen bLG an shadow
[ von Meli am 2008-10-20 19:28:37 ]
Zusammenfassend [ von Brezi am 2008-10-21 18:45:29 ]
kann ich sagen, dass ich so ziemlich allem, was an Kommentaren zu dem Wort geschrieben wurde, aus dem Brustton der Überzeugung zustimme. Interessant, dass den Begriff 'Kursivschrift' wohl jeder kennt, mit 'Kurrent' aber viele so wenig anfangen können. 'Kurrentschrift' leitet sich nicht nur vom selben lat. Verb ab, das Wort hat auch dieselbe ursprüngliche Bedeutung ("fortlaufend", "in einer Wurscht", also nicht durch Zwischenräume getrennt, geschrieben wie bei Druckschrift). Wie Koschutnig zu meiner großen Genugtuung bemerkte, gibt es im dt.-sprachigen Raum eben zwei Kursivschriften, von denen die eine "Lateinschrift" heißt (weil sie sich ganz vom lateinischen Alfabet herleitet) und die andere "Deutsche Schreibschrift" (in einer älteren Ausgabe des ÖWB auch als "Deutsche Schrift" bezeichnet). Oder (mit einem typisch österreichischen Ausdruck!) eben als Kurrentschrift, weswegen der dritte Daumen von mir stammt. Erst als mir dieser Zusammenhang klar war, verstand ich auch, warum wir in der Schule zu der Schreibschrift, die wir lernen mussten, "Latein" sagten. Der Ausdruck ist eben nicht, wie nahe liegen würde, als Gegensatz zu Druck- oder Blockbuchstaben, sondern als Gegensatz zur Kurrentschrift zu verstehen. Trotzdem werden weiterhin die Zweit- die Erstklassler fragen "Kannst schon Latein?".

@Meli: interessant, dass ihr diese Schrift in der Schule gelernt habt. Wir dürften ja annähernd in denselben Jahren die Schulbank gedrückt haben. Aber dass zwischen einem niederösterreichischen und einem Wiener Lehrplan so ein Unterschied ist - interessant. Ich habe die Buchstaben einmal ganz gut beherrscht, weil im deutschsprachigen Raum eine Zeitlang Kurrent- oder Frakturbuchstaben für die Bezeichnung von Vektoren verwendet wurden. In der übrigen Welt bezeichnet man Vektoren mit einem Halbpfeil über dem Buchstaben. Aber diesem Umstand verdanke ich, dass ich einmal ganz gut Kurrent schreiben konnte und zum "Ausprobieren" meiner Oma ein selbst verfasstes Gedicht in dieser Schrift überreicht habe. Sie konnte es tatsächlich lesen, nur jede Menge s-Fehler waren drinnen (es gibt dort ja das runde und das lange s).
Beurteilungen
2007-09-13 16:01:10(Sankt Pölten (Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2007-09-13 18:41:07(Wien 18.,Währing): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2007-11-03 03:01:14(Wien 16.,Ottakring): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   Habe das in den 70ern auch noch gelernt, die heutigen 8ß-90 jährigen schreiben das noch
2007-12-18 20:32:05(Graz(Stadt)): Qualität=1: Bekanntheit=100%
   
2008-01-04 18:44:19(Zell am See): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   Ich finde dir Übersetzung mit \"deutsche Schreibschrift\" als Überbegriff im Vergleich mit der \"Lateinischen Schrift\" richtig..
2008-10-19 10:47:01(Feldkirchen): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2008-10-21 18:46:23(Wien 14.,Penzing): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   Wieder einmal eine spät geschlossene Lücke unseres Verzeichnisses. Bravo!
2011-07-23 20:51:21(Mistelbach): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
Kurrentschrift

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